VON BAD DITZENBACH DURCH DAS OBERE FILSTAL

Streckentour im oberen Abschnitt des Filstals, zunächst talaufwärts, Rückweg talabwärts; bis Wiesensteig auf ehemaliger Bahntrasse, durch Mühlhausen und Wiesensteig auf Straßen, im Hasental auf breitem, befestigtem Wirtschaftsweg, beim Bahnhöfle asphaltierter Wirtschafts- bzw. Fuß- und Radweg. (Autor: Ute und Peter Freier)
32 km
200 m
2.00 h
Von Bad Ditzenbach nach Wiesensteig Unmittelbar am Parkplatz des Thermal-Mineralbewegungsbads in Bad Ditzenbach verläuft der Filstal-Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse und führt recht bequem talaufwärts – linker Hand die Burgruine Hiltenburg – nach Gosbach und weiter entlang der jungen Fils. Nach Unterqueren der Autobahn Stuttgart–Ulm erreichen wir das Gewerbegebiet von Mühlhausen im Täle und folgen der Radmarkierung in Richtung Ortsmitte, halten uns unmittelbar nach einer Straßenbrücke rechts und stoßen wieder auf die Bahntrasse, die am Fuß des Talhangs leicht ansteigt nach Wiesensteig. Geradeaus fahren wir durch Wiesensteig, vorbei am ehemaligen Bahnhof, der Endstation der einstigen Filstal-Bahnlinie, und kreuzen kurz darauf die nach Neidlingen/Schopfloch bergauf führende Straße. Für einen Abstecher in die Ortsmitte mit der etwas erhöht stehen- den doppeltürmigen Kirche St.Cyriacus folgen wir der Straße nach links zum kleinen Marktplatz mit Fachwerkhäusern und dem »Elefantenbrunnen«; der Elefant ist das Wappentier des Adelsgeschlechts derer von Helfenstein, den einstigen Stadtherren. Über die Filsquelle zum Bahnhöfle In der ruhigen, sanft ansteigenden Helfensteiner Straße verlassen wir Wiesensteig, passieren ein kleines Freibad – der Zugang zweigt vor der Gaststätte »Filsursprung« links ab – und erreichen entlang des Flüsschens zwischen bewaldeten Talhängen einen großen Wanderparkplatz bei einer ehemaligen Papiermühle. Ein kurzzeitig etwas stärker ansteigender, befestigter Wirtschaftsweg führt weiter zum kleinen Fils-Quelltopf, neben dem ein Grillplatz eingerichtet wurde. Im Hasental, wie der nun folgende, durch die Verkarstung der Alb trocken gefallene Abschnitt des Filstals genannt wird, steigen wir stetig leicht an und passieren die Linksabzweigung eines etwas mühsam zu befahrenden Forstwegs zur Schertelshöhle, einer Tropfstein-Schauhöhle (Abstecher hin und zurück 2,5 km). Die Talhänge werden niedriger, die Talsohle wird breiter, und schließlich stoßen wir auf einen asphaltierten Querweg, auf dem wir nach rechts die Straße Schopfloch–Wiesensteig/Neidlingen erreichen. Wiederum nach rechts führt ein Fuß- und Radweg neben der Straße zum Wanderparkplatz Bahnhöfle mit Grillstelle und schönem Blick auf die Burgruine Reußenstein. Abstecher zum Reußenstein Wer sich die auf einem steil abfallenden Felsen sitzende Burgruine ansehen möchte, folgt der ansteigenden und an sonnigen Wochenenden stark befahrenen Straße etwa eineinhalb Kilometer weit; der parallel zur Straße verlaufende schmale Waldweg sollte Fußgängern vorbehalten bleiben! Kurz nach dem Waldrand zweigt links der asphaltierte Zugang zur Burgruine ab. Rückweg nach Bad Ditzenbach Auf dem gleichen Weg, nun bequem talabwärts, kehren wir nach Bad Ditzenbach zurück.

Thermentour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Höhenunterschied200 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBad Ditzenbach.
EndpunktBad Ditzenbach.
TourencharakterAuf dem Filstal-Radweg, der bis Wiesensteig auf einer ehemaligen Bahntrasse verläuft, lässt sich das obere Filstal bequem erradeln. Besonders schön ist der Talabschnitt zwischen Mühlhausen im Täle und der Filsquelle, wo sich am Grillplatz eine Pause anbietet. Durch den trocken gefallenen Abschnitt des Filstals, das sogenannte Hasental, erreicht man den Wanderparkplatz »Bahnhöfle«; mit »Bahnhöfle« bezeichnete man um 1900 gelegentlich eine bedeutende Wegkreuzung. Von dort führt ein kurzer Abstecher, allerdings auf einer an sonnigen Wochenenden stark befahrenen Straße, zur Burgruine Reußenstein.
Beste Jahreszeit
KartentippRadwanderkarte des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg, Blatt 55 (Stuttgart und Umgebung), 1 - 100000.
MarkierungenFilstal-Radweg.
VerkehrsanbindungA8 Stuttgart–Ulm, Ausfahrt 59 (Mühlhausen); B466 nach Bad Ditzenbach, Parkplatz am Thermal-Mineralbewegungsbad.
GastronomieIn allen Orten an der Strecke; in Mühlhausen u.a. Gasthaus Hirsch mit Biergarten; in Wiesensteig u.a. am Ortsrand in der Nähe des Freibads das Café-Restaurant Filsursprung mit Terrasse und Garten (Mo Ruhetag).
Tipps
BURGRUINE REUSSENSTEIN Hoch über dem Neidlinger Tal, das in der Zeit der Kirschblüte zahllose Besucher anlockt, sitzt die Burgruine Reußenstein. Durch einen tiefen, aus dem Fels gehauenen Graben zwischen der verschwundenen Vorburg, heute eine von Bäumen umstandene Wiese mit einer Grillstelle, und der Burgruine gelangt man über Treppenstufen in die Kernburg. Umfangreiche Mauerreste, insbesondere vom Palas, dem mehrstöckigen Wohngebäude, und vom Bergfried lassen erahnen, wie beeindruckend diese Burg im Mittelalter gewesen sein muss. Der Name der Burg geht vermutlich auf einen Ritter Konrad zurück, der in einer Urkunde des 13. Jahrhunderts den Beinamen »Ruzze« (Russe) trägt; vermutlich stammte er aus Russland oder hielt sich zeitweilig in Russland auf.
Informationen
BADEMÖGLICHKEITEN - An eine Kurklinik angeschlossenes Thermal-Mineralbewegungsbad (Schwimmen nicht möglich, nur Entspannen) in Bad Ditzenbach; kleines Freibad in Wiesensteig; Planschmöglichkeit an der Filsquelle.
Tourismusbüro
Stadtverwaltung, Hauptstr. 25, 73349 Wiesensteig, Tel. 07335/9620, www.wiesensteig.de

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