Von Altenau zur Wolfswarte

Bergwanderung mit hervorragenden Aussichtsstellen, überwiegend bequeme Wege, teilweise auf befestigtem Steig (Magdeburger Weg). (Autor: Chris Bergmann)
14 km
500 m
4.00 h
An der Straßenkreuzung bei der Kirche in der Ortsmitte von Altenau folgen wir kurz der Landstraße Richtung Torfhaus aufwärts in das von der Altenau durchflossene Schultal, wechseln gleich links in die ruhige Straße An der Bornkappe (Markierung »rot-x«) und zweigen wenig später links auf den Wellnerweg ab, einen Forstweg. Er gewinnt stetig an Höhe, passiert am Schwarzenberg die Zauberquelle und erreicht am Schachtkopf den Dammgraben. Wasserkraft war bis zum Aufkommen der Elektrizität der einzige Energielieferant der Oberharzer Bergwerke. Der längste der zahlreichen Sammelgräben, die das Wasser den Gruben zuleiteten, ist das einschließlich der Seitengräben 47km lange Dammgrabensystem, das teils als oberirdischer Kanal, teils in Tunnels und Untertagestollen errichtet wurde. Es leitet Wasser vom niederschlagsreichen Acker-Bruchberg-Zug und aus dem Torfhaus-Brockenfeld-Gebiet bis nach Clausthal, wobei zur Überbrückung des Geländeeinschnitts zwischen dem Sösetal und den Altenauer Tälern der Sperberhaier Dammgraben aufgeschüttet wurde. Dem Dammgraben folgen wir auf einem romantischen Waldweg aufwärts bis zu seiner »Wiege« (Informationstafel); dort beginnt der vor dem Ersten Weltkrieg von Militärs angelegte Magdeburger Weg. Nach Passieren der Schleuse am Bergbach Nabe – weiter unten braust der Nabentaler Wasserfall – führt er steil hinauf zur Steilen Wand, wo eine einsame Sitzbank unter einem Felsen zur Rast lädt, und trifft dann auf die Landstraße. Hier zweigen wir rechts ab (Markierung »roter Strich«), queren am Hedwigsblick die Landstraße und wandern steil ansteigend zur Wolfswarte hinauf, einem exzellenten Aussichtsfelsen, der sich allerdings inmitten eines Forstschädensgebiets erhebt.
Nach Passieren der Wolfswarte folgen wir dem Zeichen »roter Strich« auf einem bequemen Forstweg abwärts in den Wäldern, zwischendurch lädt eine Schutzhütte zur Rast, und wenn der Rotstrichweg kurz unterhalb des Naturdenkmals Okerstein (Quarzitfelsen) rechts abzweigt, wandern wir geradeaus abwärts auf dem Gustav-Baumann-Weg im Hang des Tals der Großen Oder. Unten überqueren wir noch einmal den Dammgraben, treten dann auf dem Kunstberg aus dem Wald und wandern aussichtsreich hinab nach Altenau.
Variante: Von der Kreuzung mit dem Dammgraben im Großen Okertal kann man längs des Dammgrabenwegs weiter bis zum Sperberhaier Dammhaus wandern (Einkehr). Von dort fährt man mit dem Bus zurück nach Altenau oder folgt dem mit dem Zeichen »grünes Dreieck« markierten Weg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied500 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKirche im Zentrum von Altenau (460 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterAuf einem schönen Waldweg längs des Kulturdenkmals Dammgraben und dann auf dem wildromantischen Magdeburger Weg führt diese Wald- und Aussichtswanderung zum Panoramafelsen Wolfswarte auf dem Bruchberg.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im Westharz (Landesvermessungsamt Niedersachsen).
MarkierungenNamentliche Ausschilderung, rot-x, roter Strich.
VerkehrsanbindungB 498 Goslar-Oker – Altenau – Osterode.
GastronomieOrtslage Altenau; unterwegs keine.
Unterkunft
Als Luftkurort und Wintersportplatz verfügt Altenau über eine Vielzahl an Unterkunftsmöglichkeiten.
Tourismusbüro
Tourist-Information Altenau, Hüttenstraße 9, Tel. 05328/80 20, Fax 05328/8 02 38, Internet www.altenau.de

Buchtipp

Chris Bergmann

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