Von Ahlbeck nach Swinemünde

Bequeme Wald-, Park- und Küstenwanderung, mit dem Rad muss man gelegentlich schieben. (Autor: Bernhard Pollmann)
22 km
150 m
4.00 h
Vom Bahnhof Ahlbeck führt die Bahnhofsstraße nach Überqueren der Bundesstraße hinab nach Alt-Ahlbeck, wo das Museum Heimatstube in der Talstraße einen Einblick in die Geschichte des Kaiserbads bietet. Unten an der Strandpromenade ragt links die 300m lange Seebrücke (1898) mit ihren vier hölzernen Pavillontürmen und den Anlegern für Boote und Ausflugsschiffe in die See; wer von Swinemünde mit dem Schiff zurückfahren will, findet am Anleger die Abfahrtszeiten.
Von der Seebrücke führt der E9 auf der Strandpromenade ostwärts, taucht dann in den Wald ein und leitet zum Großparkplatz bei der UBB-Endstation Ahlbeck-Grenze auf der deutschen Seite dieses Grenzübergangs, den nur Fußgänger und Radler passieren dürfen.
Direkt nach Überqueren der Grenze ist erstmals die Rotstrich-Markierung des E9 sichtbar; er ist in Polen weitaus besser markiert als im deutschen Teil Usedoms. Hinter der Grenze befindet sich ein Kreisverkehr: Hier geht man auf der linken Seite der Waldstraße geradeaus. Direkt vor dem sog. Polenmarkt zweigt der E9 links in die Waldstraße Baltycka ab. Sie führt zu einem Großparkplatz vor den Dünen und Badestränden. Direkt vor dem Parkplatz zweigt der E9 rechts auf die Waldstraße Zeromskiego ab, an der Sitzbänke zur Rast laden. Schöner ist es, am Großparkplatz geradeaus und durch die Dünen zum Strand zu gehen, wo man mit schönem Wollin-Blick Richtung Mole wandert; auch von der Waldstraße Zeromskiego zweigen mehrere Wege links zum Strand ab.
Wenn die Waldstraße zur Einbahnstraße wird, wechselt der Rotstrich links versetzt an den Rand einer Parkanlage und erreicht wenig später die von Verkaufsständen und Einkehrmöglichkeiten gesäumte Strandpromenade. Zuletzt geht es am Vergnügungspark rechts versetzt (links ein Strandabgang) geradeaus weiter an der Geisterbahn vorbei längs der Straße Uzdrowiskowa. Hinter dem Vergnügungsbereich folgt der Rotstrich wieder einer Waldstraße; wo diese an einem Strandparkplatz endet, führt der E9 in den Wald hinein Richtung Strand und dort rechts zur Mole mit Blick auf ganz Usedom. Von der Mole führt der Weg mit Blick auf die Hafenanlagen swineaufwärts, taucht dann – vorbildlich markiert – in den Wald ein und führt an der 1856–61 erbauten Westbatterie und einer weiteren deutschen Befestigungsanlage vorbei am Rand des Kurparks stadtwärts. Schließlich endet der Usedom-Teil des E9 nach Passieren des Ahlbeck-Ausflugsschiffsanlegers am Anleger der Swinemünder Stadtfähre: Alle 20 Minuten fährt eine für Fußgänger und Radwanderer kostenlose Autofähre als Brückenersatz über die Swine. Gegenüber befindet sich der Bahnhof, von dort kann man nach Misdroy fahren.
Wer nicht mit dem Ausflugsschiff nach Ahlbeck zurückfahren, sondern zurückwandern will, quert vor dem Stadtfährenanleger die Straße, wendet sich kurz links und dann rechts (Boleslawa Chrobrego) und gelangt nach wenigen Minuten in den Kurpark. Er wurde 1824/25 nach Plänen des Gartendesigners Lenné angelegt. Durch den Park gelangen wir wieder an die Küste und folgen dem E9 zurück zum Polenmarkt und zur Bäderbahn-Endhaltestelle Ahlbeck-Grenze. Bei guter Sicht folgen wir hier dem Wanderweg links in den Ahlbecker Forst hinein und wandern auf den Zirowberg: Der Aussichtsturm auf dem 60m hohen Berg eröffnet ein fantastisches Panorama von Ahlbeck.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour22 km
Höhenunterschied150 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Ahlbeck an der Usedomer Bäderbahn.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVom östlichsten Seebad Deutschlands führt diese Wald- und Küstenwanderung in das polnische Seebad Swinemünde an der Ostspitze von Usedom. Zu den Höhepunkten der Tour zählt das Gebiet an der Mole: Die autofreie Mole am Ostende des Swinemünder Badestrands bietet einen der schönsten Ausblicke auf ganz Usedom. Von Swinemünde kann man mit dem Ausflugsschiff zurück nach Ahlbeck fahren.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wander- und Radtourenkarte 1:50000 Blatt 1005 Usedom/Wollin (Kompass Kartenverlag) oder Wander- und Freizeitkarte Usedom 1:75000 (Nordland Verlag).
MarkierungenBlauer Strich in Deutschland, roter Strich in Polen.
VerkehrsanbindungUsedomer Bäderbahn Stralsund – Wolgast – Heringsdorf – Ahlbeck. B111 Jarmen – Wolgast – Heringsdorf – Ahlbeck.
GastronomieAhlbeck, Swinemünde.
Tipps
Leuchtturm Swinemünde. Der Swinemünder Leuchtturm erhebt sich an der Küste der Insel Wollin und ist mit 68m der höchste Leuchtturm in Polen. 1859 wurde er in Betrieb genommen, seit 2000 ist er nach grundlegender Renovierung begehbar und bietet einen erstklassigen Blick auf die Inseln Usedom, Wollin und Kaseburg sowie über das Oderhaff hinweg auf das pommersche Festland, bei klarer Sicht schweift der Blick bis nach Rügen.
Tourismusbüro
Tourist-Information Seeheilbad Ahlbeck, Dünenstraße 45, 17419 Seebad Ahlbeck, www.drei-kaiserbaeder.de
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