Vom Tegelberg in die Bleckenau

Die einfache Kurzvariante vom Branderfleck direkt hinab in die Bleckenau verläuft auf breiten, gut ausgebauten Wanderwegen und weist kaum Anstiege auf. Sie ist auch mit Kindern problemlos zu begehen. Der beschriebene Abstecher zur aussichtsreichen Ahornspitze führt über schmale, teils steinige Bergsteige und erfordert etwas mehr Kondition und Trittsicherheit. Zwischen der Bleckenau und Hohenschwangau verkehren Kleinbusse, mit deren Hilfe man die Tour verkürzen kann. (Autor: Bernhard Irlinger)
14 km
500 m
4.00 h
Vor der Bergstation der Tegelbergbahn (1720m) gehen wir einige Meter abwärts zum breiten Weg, der rechts zum nahen Tegelberghaus führt. Wir halten uns jedoch links (Wegweiser Bleckenau, Ahornsattel) und betreten nach wenigen Metern das Naturschutzgebiet Ammergauer Alpen, das zu den ausgedehntesten in Deutschland zählt. Über Bergwiesen, die im Frühsommer von den gelben Blüten der Trollblumen gesprenkelt sind, wandern wir zu einem Bergkamm, von dem sich der Blick nach Süden öffnet.
Der breite Weg, der an einer harmlosen Felsstelle mit einer Kette entschärft wurde, leitet nun ein kurzes Stück durch die steilen Südhänge des Branderschrofens abwärts und quert dann in gleich bleibender Höhe nach Osten. Hoch über uns leuchtet das Gipfelkreuz des Branderschrofens vor dem tiefblauen Himmel. Bald führt uns ein kurzer Anstieg ohne große Mühe zur Wegkreuzung am Branderfleck (1621m) genannten Sattel hinauf. Wer die Ahornspitze nicht besteigen möchte, der biegt hier rechts in den gut ausgebauten Reitweg ein (Wegweiser Bleckenau).
Abstecher zur Ahornspitze: Wir gehen am Branderfleck geradeaus (Wegweiser Ahornsattel). Der jetzt schmale, erdige Weg windet sich in Kehren durch den Wald aufwärts zum Ostrücken der Ahornspitze. Anschließend queren wir in gleich bleibender Höhe durch den Hang, bis wir links auf ein schmales Steiglein abzweigen (Wegweiser Ahornspitze). In Kehren steigen wir durch den Latschenhang zu einer Scharte hinauf, an der sich der Blick nach Osten auf die Felsgipfel im Herzen der Ammergauer Alpen öffnet. Hält man sich in der Scharte rechts, ist ein aussichtsreicher Vorgipfel schnell und problemlos zu erreichen. Von der Scharte links hinauf zieht ein etwas steilerer und anspruchsvollerer Steig durch Latschen und an Felstürmen vorbei hinauf zum nahen Gipfel der Ahornspitze (1780m), von dem wir den herrlichen Rundumblick genießen. Vom Gipfel steigen wir wieder zum Querweg hinab. Geht man auf ihm nach links, kann man am nahen Ahornsattel rechts (Wegweiser Bleckenau) in einen schmalen, rot markierten Steig einbiegen. An der nächsten Weggabelung hält man sich wieder rechts (Wegweiser Bleckenau) und steigt zum Reitweg ab, den man wenig oberhalb der Ahornhütte erreicht. Da dieser Weg in recht schlechtem Zustand ist, empfiehlt es sich, dem vom Aufstieg bekannten Weg zurück zum Branderfleck zu folgen.
Hier biegen wir links in den breiten Reitweg ein (Wegweiser Bleckenau), der nach Süden in Kehren abwärts läuft. An der Ahornhütte geht er in eine Forststraße über, die uns zur geteerten Straße durch das Pöllattal hinabführt. Über sie kann man rechts Richtung Hohenschwangau wandern. Wir halten uns jedoch links und folgen der Straße, die uns in 10Min. zu den wundervoll gelegenen Wiesen der Bleckenau leitet. Links liegt etwas erhöht die urige, im ehemaligen königlichen Jagdhaus untergebrachte Wirtschaft (1167m), von der aus man auch mit dem Bus nach Hohenschwangau und zur Talstation der Tegelbergbahn zurückkehren kann.
Wir überqueren in der Bleckenau die Pöllat und biegen kurz darauf rechts in eine Forststraße. Sie steigt sanft an und quert dann die bewaldeten Nordhänge, ehe sie abwärts zu einer Kreuzung oberhalb von Schloss Neuschwanstein führt. Hier geradewegs über die Straßenkreuzung und auf dem viel begangenen Teerweg, vorbei am Abzweig zur Marienbrücke, steil abwärts bis vor das Schloss Neuschwanstein. Nun geht es rechts in den Treppenweg (Wegweiser Pöllatschlucht), der zur Pöllat hinabführt. Wir wandern an der linken Talseite abwärts und überwinden den unteren, engsten Abschnitt der Pöllatschlucht auf einem schmalen Steg, der an einer senkrechten, glatten Felswand entlangführt. Kurz darauf treffen wir an der ehemaligen Gipsmühle auf einen Fahrweg, dem wir nach rechts folgen. An einer Gabelung rechts auf den breiten Kiesweg, der dem Lauf der Pöllat folgt. Bald überqueren wir rechts die Pöllat (Wegweiser Talstation Tegelbergbahn), biegen links in einen Kiesweg und wandern nun rechts über sanft ansteigende Wiesen aufwärts zur nahen Talstation der Tegelbergbahn (820m).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied500 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDie Berg- bzw. Talstation der Tegelbergbahn.
EndpunktWie Ausgangspunkt
Tourencharakter1832 ließ Kronprinz Maximilian, der spätere Bayernkönig Max II., auf den Ruinen einer mittelalterlichen Burg Schloss Hohenschwangau erbauen. Auf Anweisung des passionierten Jägers wurden die nahen Ammergauer Alpen als königliches Jagdrevier mit breiten Reitwegen und Unterkunftshäusern erschlossen. Vom 1852 erbauten königlichen Jagdhaus auf dem Tegelberg wandern wir durch das Kerngebiet des Reviers über das Jagdhaus in der Bleckenau hinab nach Hohenschwangau.
Beste Jahreszeit
MarkierungenWegweiser und Farbmarkierungen.
VerkehrsanbindungAusgeschilderte Zufahrt von der B17 nahe Schwangau zur Talstation der Tegelbergbahn. Bushaltestelle an der Talstation der Tegelbergbahn an der Linie Füssen–Steingaden.
GastronomieIm Tegelberghaus und in der Wirtschaft in der Bleckenau.
Unterkunft
In Schwangau, Hohenschwangau und Füssen; im Tegelberghaus (1707m) an der Seilbahn-Bergstation, Tel. 08362/8980.
Tourismusbüro
Tourist-Information Schwangau, Tel. 08362/8198-0; Tegelbergbahn, Tel. 08362/98360.

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