Vom Sylvensteinspeicher zum Demeljoch

Wunderschöne, aber lange Kammwanderung. Aufgrund des nordseitigen und anfangs schattigen Aufstieges auch im Hochsommer möglich. Genügend zu trinken mitnehmen.
Straße Sylvensteinspeicher–Achensee – Schürpfeneck – Dürrnbergjoch – Demeljoch (Autor: Michael Pröttel)
16 km
1300 m
4.00 h
Hinter der Schranke (Wegweiser »Hühnerberg – Dürrnberg – Demeljoch«) leitet uns ein breiter Fußweg hinunter zu einer Brücke, die uns in die Walchenklamm führt. Dahinter geht es kurz bergauf, bevor wir auf eine breite Forststraße stoßen. Dieser folgen wir nach rechts, bis nach etwa 100 Metern ein Schild »Dürrnberg – Demeljoch« auf einen nach links abzweigenden Fußweg aufmerksam macht. Diesem folgen wir nach links und steigen zunächst flach, dann etwas steiler in Bergmischwald bergan. In abwechselnder Steigung gewinnen wir an Höhe, bevor der Weg nach einer Lichtung nahezu eben nach Westen hinüberquert.
Wir kommen bald aus dem Wald heraus und treten auf die Wiese der mittlerweile verfallenen Kirchmair-Nieder-Alm (1 Std.), wo sich die ersten schönen Ausblicke eröffnen. Hinter der Wiese geht es in lichtem Waldgelände weiter in Richtung Süden. Wir erreichen die Latschenzone und wandern über eine wenig ausgeprägte Schulter. Hier wird der Blick auf das vor uns liegende Demeljoch frei. Von nun an folgt der Weg dem Kammverlauf. Bald ist der Vermessungspunkt am Schürpfeneck erreicht (1:40 Std.). Es geht kurz leicht bergab, dann flach und schließlich steiler auf den mit Latschen bewachsenen Kamm zu, der auf das dem Demeljoch westlich vorgelagerte Dürrnbergjoch hinaufzieht. Der Weg quert ein Stück nach Westen, kommt um eine Ecke (den Abzweiger nach rechts zum Dürrnberg ignorieren) und folgt wieder dem Kammverlauf, um den höchsten Punkt zu erreichen, von wo aus man unser Ziel schon direkt vor Augen hat. In freierem Gelände geht es noch ein gutes Stück zu einem flachen Sattel bergab. Hier verweist ein Wegweiser auf den von Fall her kommenden Aufstieg. Wir gehen natürlich nichts rechts hinab, sondern geradeaus weiter und ersteigen in angenehmer Neigung die Südflanke des Demeljochs. Zuletzt über ein paar Serpentinen und einen kurzen Rücken erreichen wir das 1924 Meter hohe Gipfelkreuz (2:50 Std.), das die Grenze zwischen Bayern und Tirol darstellt. Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg (4:45 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied1300 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkstreifen an rot-weißer Schranke, 3,7 km westlich des Sylvensteinspeicher-Staudammes.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie schönsten Unternehmungen sind normalerweise Rundwanderungen und Durchquerungen, da hierbei das Auge mit immer neuen Eindrücken beschenkt wird. Die Kammwanderung zum Demeljoch aber ist so aussichtsreich, dass sie auch für den Abstieg zu empfehlen ist, zumal die Abstiegsalternativen über Dürrach oder Pitzbach auf breiten und somit wenig attraktiven Forststraßen erfolgen.
Beste Jahreszeit
KartentippWK 323 »Karwendel – Mittenwald«, 1:50 000, Freytag & Berndt.
MarkierungenRote Punkte.
VerkehrsanbindungMit dem Auto von München über Bad Tölz und Lenggries zum Sylvensteinspeicher-Staudamm. Hier Richtung Achensee abbiegen und nach 3,7 km an der rechten Straßenseite parken.
GastronomieUnterwegs keine.
Unterkunft
Jäger von Fall.
Tourismusbüro
Lenggries.

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