Vom Pfänder zum Gebhardsberg

Nahezu durchgehend bergab, streckenweise steil bergab; befestigte Wege, entlang der Kante der Kanzelfelsen ein mit Geländer gesicherter Pfad; bei Fluh und in Bregenz auf Asphalt; Ausblicke. (Autor: Ute und Peter Freier)
10 km
730 m
2.00 h
Wenn Sie per Bahn oder Schiff in Bregenz ankommen, überqueren Sie bei der Haltestelle Hafen die Bahngleise und die mehrspurige Seestraße, folgen ihr nach links zum Kreisverkehr und gelangen in der Schillerstraße zur Pfänderbahn-Talstation (10 Min.). Von der Pfänderbahn-Bergstation (1020m) steigen Sie nach rechts in einen Sattel (975m) ab und folgen geradeaus einem Wirtschaftsweg, der in leichtem Auf und Ab verläuft, dann aber steil bergab führt zur Weggabelung Walserstadel (870m; gut 30 Min.). Nach links erreichen Sie den Ortsrand von Fluh (760m; 1 Std.). Nach rechts folgen Sie einer ruhigen Straße 500 Meter weit, biegen links ab und steigen sofort über Stufen in eine Senke hinunter. An einer Wegkreuzung halten Sie sich geradeaus, steigen kurz an zur Kante der steil ins Tal der Bregenzer Ach abfallenden Kanzelfelsen und erreichen den Aussichtspunkt Känzele (ca. 710m; knapp 1:30 Std.). Entlang der gesicherten Felskante steigen Sie auf einem etwas holprigen Pfad zu einem Forstweg ab, der über ein Bächlein und zur Burgruine Gebhardsberg führt (598m; 1:45 Std.).
Die Burg Hohenbregenz wurde im Dreißigjährigen Krieg im Jahr 1647 durch schwedische Truppen zerstört. In der Burgruine steht eine barocke Wallfahrtskapelle, die dem Hl.Gebhard geweiht wurde; daher die Umbenennung der Burgruine.
An einem Weinkeller verlassen Sie durch einen Mauerdurchlass den Burghof und erreichen entlang der äußeren Burgmauer die Burgzufahrt, von der ein Forstweg links abzweigt. Bequem gehen Sie hangabwärts, kreuzen ein Sträßchen und passieren einen Sendemast. Wenig später erreichen Sie Thalbach (440m) und stoßen nach mehreren hundert Metern auf eine Vorfahrtstraße, die nach rechts zum Amtsplatz führt. Hier am »Gefangenenhaus« biegen Sie rechts ab und durchqueren in der Graf-Wilhelm-Straße die auf einem Hangabsatz liegende Altstadt von Bregenz, die Oberstadt (ca. 425 m; knapp 2:30 Std.).
Die Oberstadt mit den Resten der Stadtmauer, dem Stadttor, dem Martinsturm und stattlichen Häusern wirkt sehr beschaulich. Auf diesem Hangabsatz befand sich seit dem 4.Jh. v.Chr. eine Fliehburg der keltischen Brigantier, seit 15 v.Chr. die römische Stadt Brigantium, eine wichtige Hafen- und Handelsstadt, die Ende des 5.Jh. in die Hand der Alamannen fiel. Anfang des 10.Jh. erbauten die Grafen von Bregenz eine Burg, an der sich eine Siedlung entwickelte, und im 13.Jh. erfolgte die Stadtgründung. Allmählich wuchs zum See hinunter eine Vorstadt, in der Ende des 15.Jh. ein Markt entstand und 1652 der erste Kornmarkt auf dem Kornmarktplatz, dem Mittelpunkt des modernen Bregenz, abgehalten wurde. Besichtigt werden kann der Martinsturm, in dessen Erdgeschoss im 14.Jh. die Martinskapelle eingebaut und mit einem Freskenzyklus ausgemalt wurde; in den übrigen Räumen ist das Vorarlberger Militärmuseum untergebracht. Durch das Martinstor steigen Sie auf dem Stadtsteig zum Stadtzentrum ab und biegen von der Maurachgasse rechts ab in die Belruptstraße, die zur Pfänderbahn-Talstation führt.
Wer zum Bahnhof oder Hafen zurückkehren muss, folgt der Maurachgasse geradeaus, hält sich in der Fußgängerzone Leutbühel halbrechts und gelangt über die Rathausstraße zur Seestraße. Jenseits der Seestraße und der Gleise führt die Uferpromenade zum Hafen und zum Bahnhof.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied730 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPfänderbahn-Bergstation.
EndpunktPfänderbahn-Talstation.
TourencharakterEine abwechslungsreiche, bequeme Wanderung, die über das Dörfchen Fluh und die Kanzelfelsen zur Burgruine Gebhardsberg und durch die ruhige, malerische Oberstadt von Bregenz führt.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA Baden-Württemberg, Blatt 529 Östlicher Bodensee, 1:50000.
MarkierungenGelb-weiß.
VerkehrsanbindungPkw: Von Lindau »alte« B31, ab der Grenze B190 nach Bregenz; am ersten Kreisverkehr links zu Parkhaus. Bahn: Linie Radolfzell–Bregenz, Station Hafenbahnhof. Schiff: Linie Konstanz–Bregenz. Pfänder-Bergbahn: Ganzjährig 9–19Uhr, eine Woche im Nov. geschlossen.
GastronomieAn der Pfänderbahn- Bergstation ein Kiosk und Berghaus Pfänder (Mai–Sept. tägl.); in geringer Entfernung Gasthof Pfänderdohle (Ende Sept.–Anfang Mai tägl.); Burg-Restaurant Gebhardsberg (ganzjährig); in Bregenz.
Tipps
Alpenwildpark und Adlerwarte. In den Alpen heimische Tiere wie Alpensteinbock, Rothirsch, Mufflon und Murmeltier können unterhalb der Pfänder-Bergstation auf einem Rundweg zwischen Gehegen beobachtet werden. Der Weg führt auch zu einer Adlerwarte, in der bei 40-minütigen Flugvorführungen Falken, Uhu und Adler gezeigt werden (Alpenwildpark jederzeit frei zugänglich, Adlerwarte Anfang Mai bis Anfang Okt. Vorführungen 11 und 14.30Uhr).
Tourismusbüro
Bahnhofstr. 14, A-6900 Bregenz, Tel. 0043/(0)5574/4959-0, www.bregenz.de

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