Vom Neben in die Sonne

Einfache Rundtour auf ruhigen Nebenstraßen und schmalen Feldwegen, auch im Winter gut möglich (Autor: Dr. Wilfried und Lisa Bahnmüller)
9 km
250 m
3.00 h
Vom Parkplatz aus gehen wir nach links aufwärts zum Kulturzentrum »Waitzinger Keller«, von dort auf der Schlierseer Straße rechts zur Bayrischzeller Straße und diese weiter zur großen Esso Tankstelle. Dort beginnt links die Stadlbergstraße, der wir für die nächsten drei Kilometer bergauf folgen. Sie führt fast ohne Verkehr auf den Stadlberg. Wir wandern über die Fluren von Böberg, Rain, Schmauzhof oder Windeler, bis wir endlich in Stadlberg angekommen sind. Es ist nur ein einziger Bauernhof mit Nebengebäuden, der dem Berg seinen Namen gegeben hat. Den Ort markieren eine Steinsäule und eine Ruhebank aus Stein. Mit diesem Denkmal wollten die 14 Söhne und Töchter des Bayerischen Staatsministers und Regierungspräsidenten Theodor von Zwehl an ihren Vater erinnern, der fast 30 Jahre lang in Miesbach seinen Urlaub verbrachte. Gleich darauf, noch vor den Häusern, biegt unser Weg rechts von der Straße ab. Das große Feldkreuz markiert die höchste Stelle des Stadlberges mit 924 Metern. Es heißt »Prüglerkreuz «, weil es vom Fuhrleuteverein, der hier Prüglerverein genannt wird, 1974 errichtet wurde. Jedes Jahr am 15. August findet vor dem Kreuz ein Feldgottesdienst statt. Vom Kreuz aus geht es jetzt abwärts. In leichtem Linksbogen erreichen wir einen Wald. Wir durchqueren ihn und sehen vor uns bereits die Flur von Gunetsrhain - die Rupertuskapelle und die beiden Gunetsrhainerhöfe (1.30 Std.). Der untere Hof nennt sich Stadlbergalm, ein urgemütliches Wirtshaus mit unglaublich guter Küche. Hier treffen sich übrigens immer wieder die besten bayerischen Volksmusikanten und spielen auf, einfach so und zu ihrer eigenen Freude, und wer Glück hat und an diesem Tag einkehrt, darf zuhören, auch nur so und zu seiner Freude. Wer sich in Münchens Geschichte gut auskennt, muss eigentlich beim Wort Gunetsrhainer aufhorchen. Und das mit Recht, denn diesem Haus entstammt die berühmte Baumeisterfamilie Gunetsrhainer, die nicht nur München, sondern ganz Oberbayern mit ihren leichten, luftigen Barockbauten geprägt hat. Die Kapelle ist fast immer versperrt, sie gehört zum oberen Hof, und dieser ist meist unbewohnt, sodass man keinen Schlüssel erhält.
Nach der Rast wandern wir auf der Fahrstraße – auch sie ist sehr wenig befahren – in zwei großen Schleifen abwärts und erreichen das Tal beim Kreiskrankenhaus in Agatharied. An den Krankenhausparkplätzen vorbei biegen wir links in die St. Agathastraße ein und folgen dann rechts dem Weg abwärts zur Bundesstraße. Wir überqueren sie und wandern auf dem Lehenweg zurück. Er führt zunächst kurz die Hauptstraße entlang und biegt dann bei der Poschmühle von ihr ab. In Miesbach bringt uns die Haidmühlstraße in den Ort und die Schmiedgasse, die schräg rechts abzweigt, zu unserem Parkplatz zurück (3 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied250 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortMiesbach
AusgangspunktMiesbach, Habererplatz
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterKennen Sie das nicht auch? Dicker Nebel liegt über dem Land, die Stimmung ist am Tiefpunkt, wir sehnen uns nach Sonne. Aber Zeit hat man auch nicht viel, höchstens einen halben Tag – eine große Bergtour kommt nicht in Frage. Wir können abhelfen - Miesbach ist gut erreichbar, und von dort aus geht es auf den Stadlberg. Wenn unten noch so sehr der Talnebel wabert, hier oben strahlt fast immer die Sonne.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr. 8, Tegernsee, 1 - 50 000
VerkehrsanbindungMit dem Auto. Auf der Salzburger Autobahn A 8 Ausfahrt Weyarn, nach Miesbach, zum Stadtplatz fahren; weiter zum Parkplatz Habererplatz (rückwärtiger Teil zeitlich unbeschränkt) oder oben an der Oberlandhalle parken
GastronomieStadlbergalm (geöffnet Do–So ab 12 Uhr)
Informationen
Wer Lust hat, kann in Agatharied die spätgotische Dorfkirche besuchen. Ihr Hochaltar zeigt in drastisch naturalistischen Szenen das Martyrium der Kirchenpatronin. Wer sich nach der Tour noch einen Kaffee genehmigen will, findet im Café Huatfabrik, Marktstraße 1 in Miesbach, ein nettes Kaffeehaus. Leckere Kuchen werden in einer interessanten Mischung von moderner und alter Architektur serviert.
Tourismusbüro
Kultur- und Fremdenverkehrsamt Miesbach, Schlierseestraße 16, 83714 Miesbach, Tel. 08025/70 00-11, www.miesbach.de

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