Vom Kloster Beuron nach Thiergarten

Spektakuläre Streckenwanderung entlang der Kante des Donautals mit mehreren Anstiegen; kürzere Rundwanderung möglich (Variante am Ende der Wegbeschreibung). (Autor: Ute und Peter Freier)
Vom Parkplatz am Kloster Beuron überqueren Sie zunächst die Donau auf einer alten Holzbrücke, anschließend die Donautal-Straße und steigen, etwas nach rechts versetzt, auf dem asphaltierten Edith-Stein-Weg an (Markierung: Rote Raute, Rauher Stein). Sie passieren das Schwesternheim Maria Trost und biegen in einer scharfen Rechtskurve des Wegs rechts ab auf einen steil ansteigenden Pfad, der im höheren Hangbereich in einen quer laufenden Fahrweg einmündet (30 Min.). Nach rechts erreichen Sie wenig später die ausgeschilderte Abzweigung zum Spaltfelsen (750 m), von dem aus Sie auf das Kloster Beuron hinunterblicken.
Entlang der Felskante kommen Sie wieder zum weiterhin ansteigenden Fahrweg, halten sich in einer Linkskurve des Wegs geradeaus auf einen Waldweg und steigen in das flache Hirschental ab, an dessen Nordkante Sie Irndorf liegen sehen. Auf der Talsohle gehen Sie 50 m talabwärts und steigen vor einer Kläranlage links am Hang hoch zu einer Straße, auf der Sie nach rechts, vorbei am Irndorfer Sportplatz und einem AV-Wanderheim, zum Aussichtsfelsen Rauher Stein (786 m) gelangen (1:15 Std.). An der gegenüberliegenden Hangkante erblicken Sie die Burg Wildenstein, in der eine Jugendherberge eingerichtet wurde.
Entlang der Talkante erreichen Sie den Eichfelsen (786 m), von dem aus man nochmals Burg Wildenstein sieht und Schloss Werenwag, im Tal das Dorf Langenbrunn und den Talhof. Weiter geht es entlang der Hangkante, anschließend recht bequem durch das enge, felsige Finstertal (2:15 Std.) und am Hang eines weiteren Seitentals streckenweise steil hinauf zur Hangkante. Wenig später erreichen Sie den Korbfelsen, kurz darauf das bewohnte, nicht zugängliche Schloss Werenwag (2:45 Std.).
Unmittelbar vor dem Wirtschaftshof des Schlosses wenden Sie sich nach links und steigen auf einem schnurgeraden Fahrweg zwischen Viehweiden einige Minuten lang sanft an zu einer auf 810 m Höhe gelegenen Weggabelung, dem höchsten Punkt der Wanderstrecke. Sie halten sich rechts entlang des Waldrands, biegen nach wenigen Minuten scharf rechts ab (rote Gabel, Schloss Hausen) und gelangen wieder an die Hangkante und zum Glasträgerfelsen (3:30 Std.), der als schmaler Sporn in das Donautal hinausragt.
Wenig später stoßen Sie auf einen von Hausen im Tal auf die Hochfläche führenden Weg (rote Raute), dem Sie kurzzeitig in nördlicher Richtung folgen. Auf einem rechts abzweigenden Pfad steigen Sie in den felsigen Hausener Tobel ab, überqueren die Straße Hausen–Schwenningen und steigen wieder hoch zur Hangkante und zu einem Forsthaus aus dem 19. Jh. (4 Std.). Hier lohnt ein kurzer Abstecher: Nach rechts entlang der Mauer des ehemaligen Hofgeländes von Schloss Hausen und auf einer Fußgängerbrücke über den Halsgraben erreichen Sie die auf einem schmalen Felssporn gelegene Burgruine, von der Sie auf Hausen im Tal und, talabwärts, auf die knapp 200 m hohe Felswand der Schaufelsen blicken.
Zurück an der Mauerecke des einstigen Schlosshofs, wenden Sie sich nach rechts (rotes Dreieck, Schaufels), überqueren eine Lichtung und folgen im Wald einem Fahrweg nach rechts. Nach Durchqueren eines Seitentals, des Reiftals, erreichen Sie die Steighöfe mit dem Naturfreundehaus »Donautal« (4:45 Std.). Auf dem Weg zum Schaufelsen (rotes Dreieck) passieren Sie die beiden Aussichtspunkte Hülbfels und Mühlefels, verlassen den Fahrweg nach rechts und erreichen, vorbei an einer Schutzhütte mit Grillstelle, einen Aussichtspunkt auf dem sehr steil fallenden SchauFelsen (772 m; 5 Std.). Wenige Minuten später gelangen Sie zum höchsten Punkt dieser Felswand mit den geringen Mauerresten der Burgruine Schauenburg (780 m).
In zahlreichen Kehren führt der Weg in eine längst trocken gefallene Donauschlinge hinab; die Breite dieses Trockentals zeugt von der einstigen Mächtigkeit der Ur-Donau. Am Nordwesthang eines schmalen, parallel zur Donau verlaufenden und zum Fluss steil abfallenden Bergrückens steigen Sie wieder an und halten sich an einer Weggabelung nach rechts bergauf zur mächtigen Burgruine Oberfalkenstein (747 m; 5:45 Std.), die auf einem massigen Schwammstotzen sitzt. Auf einem hier in das Tal vorspringenden Felsen befinden sich die Mauerreste der Burgruine Unterfalkenstein, deren Besuch allerdings nur Kletterern möglich ist.
Am Nordhang des Bergrückens folgen Sie einem Fahrweg talwärts, verlassen diesen Weg aber nach wenigen Minuten auf einem links abzweigenden Pfad und durchqueren das Trockental. Weiter talabwärts passieren Sie einen Steinbruch und gelangen auf der Steinbruch-Zufahrtsstraße schließlich in die auf der Talsohle gelegene kleine Ortschaft Thiergarten, den Endpunkt der Wanderung.
Der Ortsname erinnert daran, dass die einst auf der Burg Falkenstein ansässigen Burgherren hier im Jahr 1575 ein Wildgehege anlegten.
Variante (Rundwanderung): Kloster Beuron – Rauher Stein – Burg Wildenstein – Kloster Beuron (Weglänge: 17 km; Gehzeit: ca. 5 Std.).
Von Kloster Beuron bis in das Finstertal (Zeitangabe: 2:15 Std.) siehe obige Wegbeschreibung. Von demjenigen Weg, der aus dem Finstertal zu Schloss Werenwag ansteigt, biegen Sie rechts ab (rote Raute, Wildenstein), überqueren in der Nähe der Ortschaft Langenbrunn die Donau und folgen einem Fahrweg entlang des Donau-Südufers knapp 3 km weit talaufwärts. Auf Höhe einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Donau folgen Sie einem links abzweigenden Weg (rotes Dreieck) und steigen am teilweise felsigen Talhang steil an zur malerischen, auf einem Felsklotz sitzenden Burg Wildenstein (mit Kiosk). Bequem entlang der Hangkante (rotes Dreieck) und nach einem steilen Abstieg kehren Sie zum Kloster Beuron zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Höhenunterschied780 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKloster Beuron im Oberen Donautal.
EndpunktThiergarten, Ortsteil der Gemeinde Beuron.
TourencharakterVon steil abfallenden Felsen ergeben sich spektakuläre Ausblicke auf die Donau hinunter, die im tief eingegrabenen Tal wie ein Rinnsal wirkt.
Beste Jahreszeit
KartentippLVA B-W-Freizeitkarte 526 (Sigmaringen), 1 : 50 000.
MarkierungenRote Raute, rote Gabel, rotes Dreieck.
VerkehrsanbindungPKW: A 81 Stuttgart–Singen, Ausfahrt Tuningen; B 523 bis Tuttlingen und auf Landstraße über Kloster Beuron nach Thiergarten; Parkplatz am Ortsende an der Donau. Bus: Thiergarten–Kloster Beuron (Linie Sigmaringen–Tuttlingen) mehrmals täglich; Info-Tel. 07461/9 26-5 65. Bahn: »Naturpark-Express« Immendingen– Sigmaringen mit Halt an sämtlichen Stationen: 1. Mai–ca. 20. Okt. nur Sa, So und feiertags; Info-Tel. 07466/92 80-14 oder Auskunft am Bhf. Beuron.
GastronomieGaststätten bei Kloster Beuron; AV-Wanderheim Rauher Stein (Ruhetag Di); Naturfreundehaus Donautal bei den Steighöfen (März–Nov. Sa und So); Berghaus Bauer in Thiergarten.
Tipps
Über den Naturpark Obere Donau informiert das Naturschutzzentrum im Bahnhof Beuron ( Mo–Fr 9–17 Uhr, 1. April – 31. Okt. auch Sa und So 13–17 Uhr). Spannende und lehrreiche Einblicke in das mönchische Leben im Kloster Beuron gewährt ein Dia-Vortrag (Mai–Okt. sonn- und feiertags 13.30 Uhr). Die barock ausgestaltete Klosterkirche kann außerhalb der Gottesdienstzeiten besucht werden (Kirchenführung Mai–Okt. sonn- und feiertags 16 Uhr).
Unterkunft
Beim Kloster Beuron Hotel Pelikan (Tel. 07466/4 06); Thiergarten: Berghaus Bauer (Tel. 07570 / 95 15 62)
Tourismusbüro
Rathaus, 88631 Beuron, Tel. 07579/921 00, Fax 07579/92 10 25, Internet www.beuron.de

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