Vom Innerstestausee nach Lautenthal

Wald- und Aussichtswanderung auf fast durchgehend bequemen Wegen. (Autor: Chris Bergmann)
14 km
300 m
4.00 h
Beim Parkplatz am Staudamm überqueren wir aussichtsreich die Krone der nur 35 m hohen, mit 750 m Länge jedoch längsten Staumauer des Harzes. Der Blick fällt über den waldumrahmten See, der 1963–66 zum Zweck der Hochwasserschutzes aufgestaut wurde, seine Bestimmung jedoch nur unzulänglich erfüllt – es kommt wegen des großen Einzugsbereichs und der vergleichsweise niedrigen Staumauer zeitweise zu starken Abflüssen –, sich als Bade-, Surf- und Segelrevier jedoch eines regen Zuspruchs erfreut. Nach Überschreiten der Staumauer leiten die Markierungen »x« (Europäischer Fernwanderweg 11) und Rotstrich im bewaldeten Lindtal hinauf zur Wegespinne Vereinsplatz. Am Vereinsplatz, wo auch eine Schutzhütte zur Rast lädt, treffen wir auf den Innerste-Rennstieg. Der Innerste-Rennstieg ist einer unter den mehr als 200 Rennsteigen in Deutschland, unter denen der auf dem Kamm des Thüringer Walds der bekannteste ist. Wie die anderen Rennsteige folgt er einem Höhenrücken, da in alter Zeit die Flussniederungen im Berggelände weitflächig versumpft und kaum passierbar waren. Dass es den Innerste-Rennstieg schon vor Jahrtausenden gab, obwohl er schriftlich erstmals im 14. Jh. erwähnt wird, belegen archäologische Funde aus dem Neolithikum und aus der Bronzezeit. Vom Vereinsplatz folgen wir dem alten Höhenweg, der längst durch einen Forstweg ersetzt wurde, zur Wegeverzweigung Kalte Birke; hier lädt bei einigen Birken eine Schutzhütte zur Rast. Weiter geht es über den Steigertalskopf zur Wegeverzweigung Schnapsplatz. Hier verlassen wir den zur Tränkebachhütte und zum Luchsstein weiterführenden Innerste-Rennstieg und biegen links auf den mit dem Zeichen »grünes Dreieck« markierten Weg Richtung Lautenthal ab. Am Öhrenbrunnen vorbei führt der bequeme Forstweg zu den aussichtsreichen Skipisten- und Drachenfliegerhängen am Teufelsberg, quert die Landstraße Seesen – Lautenthal und leitet hinab zum Kurhaus Lautenthal.
Wer vom Luftkurort Lautenthal zur Innerstetalsperre zurückwandern will, folgt dem mit dem Zeichen »blau-x« markierten Wanderweg, der bequem auf der Trasse der ehemaligen Eisenbahnlinie verläuft (6 km bis zum Ausgangspunkt).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied300 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz und Bushaltestelle Staudamm am Innerstestausee (261 m) an der Landstraße Langelsheim – Lautenthal.
EndpunktKurhaus in Lautenthal. Rückkehr mit dem Bus (fährt oft).
TourencharakterVom Innerstestausee, einem der bedeutendsten Wassersportreviere des Harzes, führt diese Streckenwanderung auf dem Rennstieg über die bewaldeten Höhen hoch über dem Innerstetal.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im Westharz (Landesvermessungsamt Niedersachsen).
MarkierungenNamentliche Ausschilderung, x, roter Strich, blaues Dreieck und grünes Dreieck.
VerkehrsanbindungBusverkehr Lautenthal – Langelsheim – Goslar.
GastronomieOrtslage Lautenthal.
Tipps
An die Bergbautradition in Lautenthal erinnert das auch aus dem Fernsehen bekannte Niedersächsische Bergbaumuseum. Spannend ist eine Einfahrt in die Grube »Lautenthals Glück« und – weltweit einzigartig – eine Erzkahnfahrt unter Tage. Niedersächsisches Bergbaumuseum, Wildemanner Straße 11–21, 38685 Lautenthal, Tel. 05325/44 90.
Unterkunft
Als Luftkurort verfügt Lautenthal über zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten.
Tourismusbüro
Tourist-Info Lautenthal, Kaspar-Bitter-Straße 7b, 38685 Bergstadt Lautenthal, Tel. 05325/44 44, Fax 05325/69 17, Internet www.lautenthal.de.

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Chris Bergmann

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