Vom Halltal auf den Großen Bettelwurf

Wegen des steilen und südexponierten Aufstiegs sollte man im Sommer nicht zu spät aufbrechen. Trittsicherheit erforderlich.
Halltal – Bettelwurfhütte – Großer Bettelwurf – Halltal (Autor: Michael Pröttel)
Vom Parkplatz folgen wir dem gelben Schild »Bettelwurfhütte« und überqueren den Bach. Gleich kommt man aus dem Wald auf eine große, mit lichten Latschen bewachsene Schuttreiße. Über diese geht es recht steil bergan. Bei einer Gabelung halten wir uns halblinks.
Wir gewinnen an Höhe und wandern in ein von Felswänden umringtes Kar. Hier quert der Weg plötzlich flacher nach Westen auf den links liegenden Latschenhang zu. Unterhalb von Felswänden ist der Weg kurz schmal und ausgesetzt (Drahtseile), dann wird er zwischen den Latschen wieder breiter. Es geht in vielen Schleifen bergan, teilweise muss man in dem felsigen Gelände auch einmal die Hände zu Hilfe nehmen. Auf einem Absatz bietet sich uns ein beeindruckender Blick auf den Talschluss des Isstals. Nach einiger Zeit kommen wir auf einen Latschenrücken, von wo aus wir auch schon die Hütte sehen. Der Weg wird etwas flacher und führt bald zu einer Gabelung. Hier hat man zwei Möglichkeiten:
1. Wer zuerst auf der Hütte übernachten möchte, folgt links dem Schild »Bettelwurfhütte«, quert ein felsiges Bachbett (Drahtseile) und wandert weiter westwärts zur Hütte. Von dort aus geht es anderntags dem Schild »Großer Bettelwurf« folgend in einer Querung nach Osten zum beschriebenen Aufstieg.
2. Man wendet sich (unbeschildert) nach halbrechts, kommt aus den Latschen heraus und erreicht über Serpentinen Felsgelände. (Kurz davor stößt der von der Hütte her kommende Weg hinzu.) Der Weg steigt in östlicher Richtung weiter bergan und erreicht den so genannten Eisengattergrat. Über diesen erreicht man in zum Teil ausgesetztem Gelände den steilen Gipfelaufbau und darüber (Drahtseile) schließlich den höchsten Punkt (4:15 Std. bzw. 1:40 Std. von der Hütte). Man kehrt auf dem Anstiegsweg ins Tal zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied1750 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktZweite Ladhütte im Halltal.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterWenige Hütten im Karwendel besitzen eine so aussichtsreiche Lage wie die Bettelwurfhütte. Von der Terrasse aus bietet sich ein gewaltiger Tiefblick ins Inntal, der darüber liegende Horizont wird von den Gletschern und Gipfeln des Alpenhauptkamms eingerahmt. Winterraum-Liebhaber seien allerdings gewarnt: Die Hütte besitzt nur einen Notraum ohne Heizmöglichkeit! Die Tour lässt sich gut mit Wanderung 33 verbinden.
Beste Jahreszeit
KartentippWK 323 »Karwendel – Mittenwald«, 1:50 000, Freytag & Berndt.
MarkierungenRote Punkte.
VerkehrsanbindungMit dem Auto: Auf der A 8 zum Inntaldreieck und über die Inntalautobahn (A 93 bzw. A 12) bis Ausfahrt Hall. In Hall den Schildern »Gnadenwald« folgen. Am Ende der langen geraden Straße in einer Kurve geradeaus dem Schild »Halltal« folgen (Maut) und durch dieses hinauf bis zur zweiten Ladhütte; gegenüber parken. Mit dem Zug: Von München nach Innsbruck und von hier mit der Linie E zur Haltestelle Absam-Eichat/Bettelwurfsiedlung. Ab hier zu Fuß durchs Halltal zum Ausgangspunkt (30 Min. zusätzlich).
GastronomieBettelwurfhütte (ÖAV), 2079 m, Tel. 0043/5223/5 33 53, Mitte Juni bis Mitte Oktober.
Tourismusbüro
Hall in Tirol.

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