Vom Gunzesrieder Tal zum Siplingerkopf

Weitgehend einfache Wanderung auf breiten Wegen durch offene Weide- und Wieseflächen; Aufstieg zum Siplingerkopf setzt Trittsicherheit voraus. (Autor: Gerald Schwabe)
7 km
475 m
2.00 h
Zuerst mit dem Auto hinauf Schon unsere Anfahrt führt uns auf einen der höchsten Punkte, der im Oberallgäu mit dem privaten Pkw zu erreichen ist. Hinter Gunzesried Säge beginnt die gebührenpflichtige Straße. (Achtung: Am Mautautomat den richtigen Schein lösen; es gibt zwei unterschiedliche Täler, für die unterschiedliche Maut bezahlt werden muss – wir benötigen die Erlaubnis für die Höllritzer Alpe.) Etwa einen Kilometer weiter biegen wir bei einer großen, alten Alphütte links in eine schmale Straße ein, der wir für etwa fünf Kilometer folgen. Mitunter recht steil geht es anfangs durch Wald, später durch schöne Wiesenflächen bergwärts. Schließlich haben wir das Ende der Straße erreicht und lassen unser Auto auf dem Parkplatz der Höllritzer Alpe (1450m) stehen. Hinüber zum Siplingerkopf Um den Einstieg unserer eigentlichen Wanderung zu erreichen, gehen wir die Straße wieder 200 Meter zurück bis zur ersten Kehre. Ein Schild weist uns den Weg zum Siplingerkopf. Durch weite, schöne Alp- und Wiesenflächen wandern wir auf einem breiten Weg leicht bergauf bis zu einer kleinen Kuppe (1489m). Jenseits fällt der Blick auf das Balderschwanger Tal und unser erstes Ziel, den Siplingerkopf. Wir bleiben auf dem breiten Weg, bis wir die Obere Wilhelmine Alpe erreichen. Dort halten wir uns rechts und steigen hinauf zum Wiesengrat. Auf diesem hinauf zum Gipfel des Siplingerkopfes (1746m), anfangs steil zwischen den Nagelfluhfelsen empor, später leicht ansteigend über einen breiten Wiesenrücken. Oben erwartet uns ein prächtiger Rundblick, von keinem höheren Gipfel in der Umgebung beeinträchtigt. Noch zwei Gipfel dazu Zurück geht es auf demselben Weg bis zur kleinen Scharte (1489m), an der wir uns rechts halten und auf dem Grat zum Bleicherhorn (1669m) hinaufsteigen. Unter uns breitet sich die weite Alplandschaft des Gunzesrieder Tales aus, im Süden bildet die lange Kette der Allgäuer Alpen den fernen Hintergrund. Zum benachbarten Höllritzereck (ebenfalls 1669m) ist es ein Katzensprung. Der Abstieg ist anfangs etwas steil und rutschig, aber schon bald biegen wir nach links ab und wandern genüsslich auf schmalem Weg leicht bergab durch die schönen Wiesen. Schließlich stoßen wir auf einen etwas breiteren Weg, der uns in wenigen Minuten zurück zu unserem Ausgangspunkt bringt. Kurze Tobelwanderung für hinterher ... Wer nach der recht kurzen Wanderung Lust verspürt, das Gunzesrieder Tal noch besser kennenzulernen, dem sei der Ostertaltobel bei Gunzesried Säge wärmstens empfohlen: eine leichte, etwa einstündige Runde durch einen malerischen Tobel mit rauschenden Wasserfällen. Ausgangspunkt ist der große Parkplatz in Gunzesried Säge. Von dort etwa 200 Meter der Hauptstraße taleinwärts folgen, dann links im Dorf eine Querstraße hoch. Nach weiteren 100 Metern beginnt linker Hand der Eingang des Tobels. Der Weg führt immer direkt am Ostertalbach entlang, bereits gleich am Anfang wartet ein beeindruckender Wasserfall auf uns. Insgesamt 100 Höhenmeter sind auf der ganzen Länge des Tobels zu bewältigen, ehe wir nach etwa 30 Minuten an seinem Ausgang auf eine Straße treffen. Der Weg ist leicht zu begehen und auch für Kinder sehr interessant. Zurück entweder auf gleichem Weg oder als Rundtour über die Buhlsalpe (Einkehrmöglichkeit), die am Endpunkt des Tobels ausgeschildert ist. In beiden Fällen ist der Parkplatz in 30 Minuten zu erreichen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied475 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortGunzesried 813m
AusgangspunktHöllritzer Alpe, 1450m (Ende der Mautstraße)
EndpunktSiplingerkopf (1746 m); Bleicherhorn und Höllritzereck (1669 m)
TourencharakterDie heutige Wanderung führt uns mitten hinein in alpwirtschaftliches Kerngebiet. Der Viehscheid im Gunzesrieder Tal ist einer der größten der Region. Im Allgemeinen geht es im Gunzesrieder Tal eher beschaulich zu. Das Tal wirkt recht abgeschieden, es fehlen die spektakulären Gipfel und langen Skipisten. Es ist ein ruhiges Tal für Radler und Wanderer – und Kühe! Drei aussichtsreiche Gipfel um die 1700 Meter stehen auf unserem Programm.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 8 Allgäuer Alpen 1:50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt; Zumstein Wanderkarte Nr. 6 Immenstadt
VerkehrsanbindungMit Pkw auf Mautstraße zur Höllritzer Alpe; Bus nur bis Gunzesried Säge
GastronomieHöllritzer Alpe, 1450m
Höchster Punkt
Siplingerkopf (1746 m)

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Gerald Schwabe

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