Vom Brand ins Polenztal

Rundwanderung: Schatten, im Schulzengrund bei Nässe teilweise rutschig, herrlicher Ausblick vom Brand auf fast alle linkselbischen Steine. (Autor: Tassilo Wengel)
11 km
40 m
3.00 h
Wir starten in Hohnstein beim Parkplatz 2, gehen die Max-Jacob-Straße aufwärts und folgen der breiten Brandstraße. Sie führt am Waldborn vorbei, der 1855 zur Trinkwasserversorgung auf dem Brand gefasst wurde, auch »Brandplumpe« genannt. Ein breiter Wanderweg (Markierung blauer Querstrich) führt uns geradewegs zur Brandaussicht (45 Min.), die in 187 m Höhe über dem Polenztal liegt und einen Halbrundblick von 180° bietet. Wir setzen unsere Wanderung fort, indem wir zunächst den bekannten Weg zurückgehen.
Beim Abzweig Schulzengrund (Wegweiser, Markierung roter Querstrich) steigen wir auf einem holprigen Pfad abwärts; Vorsicht bei Nässe! Er führt an bizarren, mit Moos bewachsenen Felsen vorbei in das Polenztal.
Wir schwenken hier nach links, überqueren die Brücke über die Polenz und biegen nach rechts in den Polenztalweg (roter Punkt) ein.
An der (noch) verfallenen Waltersdorfer Mühle vorbei bietet sich uns ein schöner Wanderweg.
Weit reicht der Blick über die saftigen Wiesen, einzelne Felsen bilden das Panorama und nach 1:30 Std. Wanderzeit vom Brand aus kommen wir zur Ferienpension Polenztal, einer Gaststätte mit gemütlichem Kaffeegarten.
Dort folgen wir dem Wegweiser Bärengarten–Hohnstein (blauer Querstrich), überqueren die Polenz auf einer kleinen Brücke und gehen durch den Schindergraben – benannt nach dem »Schinder« (Abdecker) – allmählich aufwärts.
Hier umgibt uns feuchter Schluchtwald, wo auch Dachs und Eichhörnchen leben. An den Felsen fällt die leuchtend gelbe Schwefelflechte auf – ein Indiz für gute Luft. Wir erreichen einen Sitzplatz und einen Wegweiser, der auf den Abstecher zur Gautschgrotte (10 Min.) deutet.
An den Bärenfangwänden (verfallene Mauerreste des Bärengartens von 1609) vorbei geht es aufwärts. Links zeigt sich auf einem Sandsteinfelsen die Burg Hohnstein, und durch die Rathausstraße kommen wir zum Parkplatz.
Variante 1: Wer nur den Brand besuchen möchte, folgt beim Abzweig Schulzengrund, Waltersdorfer Mühle nicht der Markierung roter Querstrich,sondern geht auf bekanntem Weg zurück nach Hohnstein (Markierung blauer Querstrich).
Variante 2: Vom Brand die Brandstufen abwärts, durch den Tiefen Grund bis zur Polenz, dann nach rechts in das Polenztal einbiegen (Markierung roter Punkt). Bei der Waltersdorfer Mühle stößt man auf den oben beschriebenen Weg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied40 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHohnstein, Parkplatz 2.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Brand bietet grandiose Ausblicke auf fast alle linkselbischen Steine, auch der Lilienstein auf der rechten Elbseite fügt sich in diese Reihe ein. Nicht umsonst bezeichnet man den Brand auch gern als den Balkon der Sächsischen Schweiz.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1: 25 000 mit Wanderwegen, Blatt 43 Landesvermessungsamt Sachsen.
MarkierungenBlauer Querstrich, roter Querstrich, roter Punkt, blauer Querstrich.
VerkehrsanbindungVon der Autobahn A 13, Ausfahrt Radeberg, über Stolpen nach Hohnstein. Busverbindung mit Pirna und Bad Schandau.
GastronomieHohnstein: Hotel & Restaurant Weißer Hirsch am Markt; Eiscafé Schrader. Berggaststätte Hotel Brand; Pension & Gaststätte Polenztal.
Unterkunft
Hohnstein: Hotel Zur Aussicht, Tel. 035975/87000, Fax 035975/870044. Meschke's Gasthaus, Tel. 035975/81388.
Tourismusbüro
Stadtverwaltung Hohnstein, Rathausstraße 10, Tel. 035975/19433 oder 86813, Fax 035975/86829, Internet www.burgstadt-hohnstein.de

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