Vom Belchen nach Todtnau

Großartige Höhenwanderung ins Wiesental.
Aussichtsreiche Höhenwanderung auf überwiegend bequemen Wegen und Pfaden, anfangs auch auf steilen Pfaden, die bei Schneelage nicht begangen werden können. (Autor: Chris Bergmann)
17 km
400 m
4.00 h
Hoch hinauf auf den Belchen.
An der Talstation der Belchen-Seilbahn endet beim Hotel »Jägerstüble« der für den öffentlichen Verkehr einschließlich des Busverkehrs freigegebene Teil der Belchenstraße an einem Parkplatz. Die Gondeln der Seilbahn schweben von hier in wenigen Minuten hinauf zur Bergstation beim aussichtsreichen Belchenhaus (Gasthof). Wer schon um fünf Uhr morgens startet, wenn die Seilbahn noch nicht fährt (viele kommen, um auf dem Belchen die Sonne aufgehen zu sehen) - Direkt oberhalb der Talstation beginnt der ausgeschilderte Aufstieg. Die ehemalige Belchenstraße kann auch mit Kinderwagen und Mountainbikes befahren werden (steil). Vom Belchenhaus führt ein Natur- und Kulturlehrpfad mit schöner Aussicht bequem auf den von subalpinen Wiesenmatten bedeckten Belchen-Gipfel, der an klaren Tagen das schönste Panorama im Schwarzwald gewährt. Wie bei nahezu allen seit alters bedeutenden Bergen bildete die mächtige Kuppel des Belchen einen Sammlungspunkt für die gesamte Umgebung und befand sich in Allgemeinbesitz. Dementsprechend wurden im Mittelalter die Grenzen so gezogen, dass alle in der Umgebung Teil an diesem Berg hatten; diese Grenzziehung ist bis heute erhalten: Auf dem Belchen verläuft die Grenze der Gemeinden Münstertal, Neuenweg, Böllen, Schönenberg und Aitern und zugleich die Grenze der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach. So ist der Belchen keiner Landschaft zuzuordnen: Er gehört zum Markgräflerland ebenso wie zum Breisgau, zum Südschwarzwald und zum Hochschwarzwald – auf alle diese Landschaften schweift der Blick vom Gipfelkreuz aus.
Zum Wiedener Eck.
Vom Gipfelkreuz auf dem Belchen geht es in Verlängerung des Aufstiegswegs ostwärts durch den aussichtsreichen Hang, bis der mit der »roten Raute« markierte Westweg quert (er führt vom Belchenhaus herüber). Er führt links weiter, wechselt am Rand der Belchen-Kuppe in den nördlichen Steilhang, in dem bis in den Juli hinein Schneereste liegen können, und führt auf einem steilen, wurzeligen Serpentinensteig durch den Rübgartenwald hinab zur Krinne; an diesem Sattel befinden sich ein Brunnen, an dem sich Wanderer und Mountainbiker erfrischen, und eine Schutzhütte. Vom Krinne-Sattel führt der Westweg scharf links durch den bewaldeten Hang des Heidsteins und folgt dann einem urtümlichen Pfad, von dem aus sich immer wieder großartige Ausblicke Richtung Schauinsland ergeben. Diese Ausblicke werden umso schöner, je mehr sich der Westweg dem Wiedener Eck nähert. Das Wiedener Eck, an dem das gleichnamige Berghotel zur Einkehr lädt, ist die aussichtsreiche Passhöhe zwischen Münstertal und Wiesental.
Zum Knöpflesbrunnen.
Am Wiedener Eck verlassen wir den Westweg und folgen der Markierung »blaue Raute« in aussichtsreichen Wiesen hinab in die Ortschaft Wieden. Der Erholungsort Wieden liegt in einem der schönsten Seitentäler des Wiesentals zwischen Belchen- und Feldberggebiet. Die lichte Besiedlung auf aussichtsreichen Wiesen und die sonnige Lage im weiten Wiedenbachtal machen den Reiz dieses Ferien- und Wintersportorts aus. Im Ortsteil Säge verlässt der Wanderweg das Tal und führt auf dem Finstergrundweg – der Abstecher zum Besucherbergwerk ist ausgeschildert – recht steil hinauf zum Knöpflesbrunnen. Das mit erstklassiger Aussicht am Rand von Wiesen gelegene Almgasthaus »Knöpflesbrunnen« ist ein viel besuchtes Wanderziel und bietet auch Zimmer zu wanderfreundlichen Preisen an. Vom Knöpflesbrunnen ist es nicht mehr weit, und wir sind – stets geleitet von der blauen Raute – in Todtnau im Wiesental.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied400 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortTodtnau (659 m), Luftkurort und Wintersportplatz im Wiesental.
AusgangspunktBergstation der Belchenbahn.
EndpunktBusbahnhof in Todtnau.
TourencharakterVom schönsten Panoramaberg des Südschwarzwalds führt diese aussichtsreiche Höhenwanderung nach Todtnau im Wiesental. Für Familien mit kleineren Kindern ist schon der Natur- und Kulturlehrpfad vom Belchenhaus zum Gipfel ein lohnendes Unternehmen. Wer die Tour abkürzen will, fährt vom Berghotel »Wiedener Eck« mit dem Belchenbus zurück zur Talstation der Belchen-Seilbahn; der Busfahrplan ist an der Talstation und an der Bergstation angeschlagen.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte 1 - 35000 Wiesental oder Freizeitkarte 1:50000 Blatt 508 Lörrach/Naturpark Südschwarzwald, Blatt 3 (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg).
VerkehrsanbindungMan parkt in Todtnau beim Busbahnhof, fährt mit dem Belchen-Bus hinauf zur Talstation der Belchenbahn am »Jägerstüble« und wandert dann nach Todtnau. Bahnlinie Bad Krozingen – Staufen – Münstertal. Mit dem Auto A 5 Basel– Karlsruhe, Ausfahrt Bad Krozingen.
GastronomieJägerstüble, Belchenhaus, Wiedener Eck, Wieden, Knöpflesbrunnen, Todtnau.
Tipps
Todtnauer Wasserfall. Der Todtnauer Wasserfall ist mit einer Fallhöhe von ca. 60 Metern der höchste Wasserfall im Naturpark Südschwarzwald. Werden alle Kaskaden, die das Stübenbächle hier im Gneis überwindet, zusammengerechnet, ergibt sich sogar eine Fallhöhe von fast 100 m. Am bequemsten ist dieses viel besuchte Ausflugsziel vom Parkplatz am Kiosk an der Haarnadelkurve der Straße von Todtnau zum Notschrei bei Aftersteg zu erreichen. Von hier führt der ausgeschilderte Wasserfallrundweg auf beiden Seiten des Wasserfalls entlang, wo- bei er sich in Serpentinen und über Treppen hinauf- und hinunterschraubte und an gefährlichen Stellen durch Geländer gesichert ist. Besonders lohnenswert ist ein Besuch im Winter, wenn der Wasserfall vereist ist.
Tourismusbüro
Belchenland Tourismus, Gentnerstraße 2, 79677 Schönau im Schwarzwald, Tel. 07673/918130, www.belchenland.com. Tourismusinformation Todtnauer Ferienland, Kurhaus, 79674 Todtnau-Todtnauberg, Tel. 07671/969690, www.todtnau.de

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