Vier Zustiege zum Gimpelhaus

Nach einem Brand wurde es 1973 in der heutigen Gestalt neu errichtet. Im Gegensatz zur nahe gelegenen urig-gemütlichen Tannheimer Hütte gleicht dieses Haus – trotz der kompletten Außenverkleidung mit Holzschindeln, aber auch innen dominiert Holz – einem Berghotel. Die Bettenzahl spricht für sich, und so eignet sich das Gimpelhaus für die Aufnahme großer Gruppen – daher ist sie auch Ausbildungsstützpunkt mit einem speziellen Schulungsraum und sogar einem separaten Boulderraum. (Autor: Heinrich Bauregger)
2 km
575 m
1.00 h
Die vier Zustiege:

1. Von Nesselwängle

Vom Parkplatz auf Sträßchen am oberen Ortsrand zu den letzten Häusern von Nesselwängle (hierher auch direkt von der Kirche auf ausgeschildertem, etwas verwinkelten Weg), dann dem Wegweiser zum »Gimpelhaus« folgend zunächst noch auf Wirtschaftsweg, dann auf wurzeligem Steig durch Windbruch und Jungwald in steilen Serpentinen hinauf zum Gimpelhaus. Am besten früh starten, da der Weg steil und sehr der Sonne ausgesetzt ist.

2. Vom Füssener Jöchl

Der Anstieg erfolgt wie bei Tour 104. An der Wegverzweigung nach dem Gimpelkar hält man sich jedoch rechts und folgt dem guten Wanderweg hinab – zuletzt durch ein Waldstück – zum Gimpelhaus.

3. Von der Hahnenkammbahn

Von der Bergstation (1740 m) folgt man zunächst dem breiten Anstiegsweg hinauf zum Hahnenkamm. Von dort leitet ein schöner Höhenweg hinüber zum Tiefjoch (1717 m) und von diesem links hinab durch Wald zur Schneetalalm. Dann weiter auf Höhensteig (Mark.-Nr. 417/418) zur Tannheimer Hütte. Dort geht es nun links hinab und auf gutem Wanderweg in einem leichten Linksbogen durch Wald zum Gimpelhaus.

4. Übergang von der Otto-Mayr-Hütte

Von der Hütte wandern wir auf dem Wirtschaftsweg (oder einem Wanderweg) 20 Minuten hinab in Richtung Musauer Alp, bis rechts der markierte Bergsteig zur Nesselwängler Scharte abzweigt. Zunächst geht es über den Sababach, dann durch Wald und Latschen hinauf in den Karboden oberhalb und in weiteren zahlreichen Serpentinen – es gibt hier eine drahtseilgesicherte Stelle – hinauf zur Scharte. Wir steigen jenseits hinab, queren dann rechts unter den Felsen, bis links der Steig in direkter Linie hinab zum Gimpelhaus führt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied575 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNesselwängle
EndpunktGimpelhaus
Hinweise
Dauer: Zeit Von Nesselwängle: 1 1/4 Std.; vom Füssener Jöchl: 4 Std.; von der Hahnenkammbahn-Bergstation: 2 3/4 Std.; Übergang von der Otto-Mayr-Hütte: 2 1/2 Std. Schwierigkeit Bergwanderwege. Anstieg von Nesselwängle steil, bei Nässe unangenehm. Der Übergang vom Füssener Jöchl erfolgt auf Klettersteig, der unbedingte Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Der Übergang von der Hahnenkammbahn erfolgt zum Teil auf schmalem Bergsteig. Der Übergang von der Otto-Mayr-Hütte verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, einige Seilsicherungen, Kletterstelle im Schwierigkeitsgrad I. Gipfel Zeit Vom Gimpelhaus: 2 Std.; Abstieg zur Hütte: 1 1/2 Std.; insgesamt: 3 1/2 Std. Schwierigkeit Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Klettererfahrung im 2. Schwierigkeitsgrad unbedingt erforderlich. Kurzes Stück Drahtseilsicherung. Nicht bei Nässe oder Schnee begehen.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Füssen und Umgebung (LVG).
Höchster Punkt
Gimpelhaus, 1659 m; Köllenspitze, 2238 m.
Unterkunft
Gimpelhaus, 1659 m (privat, 50 Betten, 170 Lager, vom 1. Mai bis zum 2. November sowie in den Weihnachtsferien bewirtschaftet; Tel. 0043/5675/8251)

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