Verträumtes Cavedine

Unschwierige Wanderung auf meist breiten Wegen, im Sommer wenig Schatten. Historischer, archäologischer Lehrpfad auf der fruchtbaren Hochebene von Cavedine. Hier ist Ruhe pur angesagt, obwohl es nur wenige Kilometer zum Sarcatal und nach Trento sind. (Autor: Joachim Lutz, Sabine Malecha)
4 km
70 m
1.00 h
Das Hochtal von Cavedine.
Es ist ein besonders fruchtbares Gebiet. Überall finden wir Apfelbäume, Erdbeerfelder und sogar Weinreben. Am Fuß des Monte-Stivo-Massivs, nur 25 km von Trient entfernt, liegt das schon von den Römern besiedelte Hochtal, das bis heute vom Tourismus noch nicht entdeckt worden ist. Genießen wir also die Ruhe und den schönen Spazierweg der »Area Archeologica Lasino«.
Unser Rundgang durch Cavedine.
Dieser beginnt an der Piazza Italia. Von dort gehen wir zur Via Ospedale. Oben grüßt schon der Santuario della Grotta. Auf der Via A. Diaz gehen wir rechts bergauf, an zahlreichen alten Häusern vorbei, zur Pfarrkirche Maria Assunta. Die uralte Pfarrkirche von Cavedine (1100) spielte eine tragende Rolle in der mittelalterlichen Geschichte des Tals. Sie ist der Himmelfahrt Mariä geweiht und präsentiert sich heute so, wie sie im späten 18. Jh. von Meistern aus Como umgebaut wurde. Am 15. August feiert hier die ganze Gemeinde ihre Schutzpatronin. Wir erreichen die Piazza Garibaldi und folgen dem Sträßchen zum Sattel zu Füßen des schon in prähistorischer Zeit bewohnten Dosso di Lorenzo. Nach dem Bildstock geht es ca. 100 m Richtung Lago di Cavedine, dann rechts dem Holzgeländer und dem Wegweiser in die »Area Archeologica Lasino« folgen. Archeologica Lasino« folgen. Ab hier helfen uns einige hölzerne Wegweiser bei der Orientierung. Bald geht es auf einem breiten Querweg rechts weiter. Wo dieser Weg sich teilt, bleiben wir auf dem unteren Weg und halten uns rechts.
Bald erreichen wir die Carega del Diaol (600 m).
Den sogenannten Teufelssessel. Er gehört zu einem römischen Grabstein. Nach ca. 200 m folgen wir dem Wegweiser »La Cosina « rechts bergan. Bei der Gabelung rechts halten, vom Rastplatz sind es wenige Meter bis zur Höhle La Cosina. Nun gehen wir auf steinigem Weg abwärts und dann auf der Römerstraße weiter. Wir wandern am Bildstock Maria Assunta vorbei und kurz danach rechts aufwärts zur Fontana romana – eine kühle Raststelle im Gewölbe der Grundwasserquelle. Bald kommen wir nun wieder nach Cavedine und halten uns nach der Kirche links am Friedhof vorbei zurück zur Piazza Italia. entierung. Bald geht es auf einem breiten Querweg rechts weiter. Wo dieser Weg sich teilt, bleiben wir auf dem unteren Weg und halten uns rechts.
Zwei lohnende Stopps für die Rückfahrt.
Die im 12. Jh. errichtete Burg Drena wurde 1175 von den ersten Besitzern, der Familie da Seiano, an die Familie d’Arco verkauft. Die d’Arcos nutzten die Burg, um die Verbindungsstraße zwischen Trient und dem Gardasee zu kontrollieren. Wegen ihrer strategisch günstigen Lage war die Burg bis Ende des 14. Jh. heftig umkämpft. Heute kann man die renovierte Ruine der Burg Drena, ein beispielhaftes Muster einer mittelalterlichen Festung, besichtigen. Sie wird vom 25 m hohen Hauptturm beherrscht. Öffnungszeiten - April–Sept. Di–So 10–18 Uhr; kostenpflichtiger Eintritt, Infos unter Tel. 0039/0464/54 11 70.
Sarche.
Westlich von Trento und etwa 20 km nördlich des Gardasees erstreckt sich das Valle dei Laghi, Heimat regionaler Rebsorten wie z. B. der weißen Nosiola oder des Moscato Giallo sowie des roten Rebo und natürlich des Teroldego. Dem Ausbau dieser Weine, sowohl reinsortig oder als Cuvée, neben vielen anderen Trentiner Sorten hat sich die Cantina Toblino verschrieben. »Gott hat nur Wasser geschaffen, aber der Mensch machte den Wein.« (Victor Hugo)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied70 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortCavedine
AusgangspunktPiazza Italia in Cavedine
EndpunktPiazza Italia in Cavedine
TourencharakterCavedine ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des gleichnamigen Tals. Hier offenbart sich die untrennbare Verbindung zwischen Agrarlandschaft und der sorgsam gehüteten Bäuerlichkeit der Gesellschaft. Die ursprüngliche städtebauliche Struktur wird nach den örtlichen Traditionen bewahrt - in Form von mit Dachpfannen gedeckten Häusern, luftiger Laubengänge, eleganter Palazzi mit Ornamenten aus dem 18. Jh. an Fenstern und Türen, steinerner Außentreppen und harmonisch ins Landschaftsbild eingefügter kleiner Gemüsegärten.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte 1 - 50 000, Blatt 73 Gruppo di Brenta; Weg nur teilweise eingezeichnet
MarkierungenHinweistafeln
VerkehrsanbindungBrennerautobahn A 22, Ausfahrt Trento, und weiter Richtung Sarcatal; nach Vezzano links ab Richtung Drena und Cavedine.
GastronomieIn Cavedine, Drena, Sarche
Informationen
CANTINA TOBLINO. Die Kellerei von Toblino wurde 1960 auf Initiative einer Gruppe von Winzern gegründet. Die Genossenschaft inmitten der Weingärten ist heute modern gestaltet mit einer herrlichen Probierbar und schönen Verkaufsräumen, in denen neben Weinen ein reichhaltiges Sortiment weiterer Produkte aus dem Tal angeboten wird. Einmalig ist die Weintankstelle, die der einheimischen Bevölkerung Rechnung trägt, die hier traditionell in 10- oder 25- Liter-Kanister ihren Hauswein zapft. Cantina Toblino, Via Longa 1, 38072 Sarche, Tel. 0039/0461/56 41 68, Fax 0039/0461/56 10 26, E-Mail - info@toblino.it, www.toblino.it
Tourismusbüro
TOURIST-INFO Valle dei Laghi, Consorzio Turistico, Via Roma 63, 38070 Vezzano (TN), Tel. 0039/0461/86 44 00, Fax 0039/0461/86 45 35, E-Mail - info@valledeilaghiturismo.it, www.valledeilaghiturismo.it

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