Um die Bad Wörishofener Stauseen

Bingstetter, Frankenhofer und Wörishofener See.
Einfache, aber etwas weite Wanderung auf gut befestigten Wegen um mehrere Stauseen (Autor: Wolfgang Taschner, Michael Reimer)
16 km
40 m
5.00 h
Die Kneippstadt Bad Wörishofen.
Am 17. Mai 2001 feierte die Stadt Bad Wörishofen den 180. Geburtstag von Sebastian Kneipp, der als Pfarrer hier tätig war und in seinen Büchern die wohltuende Wirkung von Wasser auf die Haut beschrieb, die eigentlich schon seit der Römerzeit bekannt war und durch ihn eine Renaissance erlebte. Durch ihn und seine Kneippkur erlangte das einstige Bauerndorf einen hohen Bekanntheitsgrad und lädt heute als Kneippstadt Gäste aus aller Welt zum Erholen und Kneippen ein. Im Rahmen einer Kur darf natürlich auch das Wandern nicht fehlen.
Von Stockheim zum Bingstetter See.
Die Rundtour um die Stauseen von Bad Wörishofen beginnt im Ortsteil Stockheim und führt zunächst auf der rechten Seite der Wertach flussaufwärts. Nach etwa 15 Min. Gehzeit ist das erste Stauwehr erreicht; dahinter breitet sich der Bingstetter See aus. Das Ufer ist stellenweise mit Schilf bewachsen, und an einigen Plätzen stehen gelb blühende Seerosen im Wasser. Außer einigen Fischern trifft man hier jedoch kaum jemanden an. Oben auf dem Damm stehen einige Sitzbänke, von denen aus man die Szenerie in Ruhe beobachten kann. Hat man das Ende des Sees hinter sich gelassen, liegt bereits hinter dem nächsten Stauwehr der größere Frankenhofer See. Wer zwischenzeitlich eine Pause einlegen will, findet in dem nahe gelegenen Ort Schlingen eine Einkehrmöglichkeit.
Zurück nach Stockheim.
Wir umrunden den Frankenhofer See und kommen nach einem längeren Fußmarsch auf der anderen Seite des Bingstetter Sees und dem gegenüberliegenden Wertachufer wieder nach Stockheim zurück. Wer schon müde ist, kann die Wanderung an diesem Punkt beenden.
Weiter zum Jachthafen.
Für alle anderen gibt es noch einen weiteren See als Zugabe: Wir folgen der Wertach auf der rechten Seite in Richtung Norden und sehen bald darauf den Wörishofener See vor uns. Der am nördlichen Ufer gelegene Jachthafen beschränkt sich jedoch auf einige Segeljollen, die bei entsprechenden Windverhältnissen auf dem See unterwegs sind. Mehrmals im Jahr finden hier Segelregatten statt. Auch Windsurfer kommen gerne hierher.
Der Rückweg nach Stockheim erfolgt auf der westlichen Seite der Wertach, in knapp 1 Std. kommen wir wieder an unseren Ausgangspunkt zurück. Als kulturellen Abschluss der Tour empfiehlt sich ein Besuch der Kirche St. Michael aus dem 15. Jh. Besonders sehenswert darin ist ein Deckenfresko, das der Augsburger Künstler Johann Anton Huber 1793 gemalt hat.

Dauer: 5 Std.
Stockheim – Schlingen 1:30 Std., Stockheim 1:30 Std., Jachthafen 1 Std., Stockheim 1 Std. ;
Motto: Wandern am Wasser

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied40 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOrtsteil Stockheim bei der Wertach-Brücke
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterRuhe und Entspannung stehen im Vordergrund, wenn es auf einsamen Wegen um den Stausee herum geht. Entenpaare, die ihre Jungen im Schilf heranziehen, Fische, die nach Futter schnappen, und zwitschernde Vögel in der Luft sind meist die einzigen Begleiter.
Hinweise
Wem die Strecke insgesamt zu lang ist, der kann das nördliche Teilstück zum Jachthafen einfach weglassen.
KartentippKompass-Wanderkarte Nr. 189: Landsberg am Lech/Ammersee, 1:50 000
MarkierungenSchlingen, Jachthafen
VerkehrsanbindungStündliche Bahnverbindung auf der Strecke München–Lindau mit Umsteigen in Buchloe. Vom Bahnhof in Bad Wörishofen fährt viermal täglich (außer Mo) der Kurbus (grüne Linie) nach Stockheim. Mit dem Auto nimmt man auf der Autobahn A 96 München–Lindau die Ausfahrt Bad Wörishofen und biegt auf der Umgehungsstraße links ab nach Stockheim. Vor der Wertachbrücke kann man rechts in einer Seitenstraße parken.
GastronomieGasthof Goldenes Rössle, Allgäuer Str. 20, 86825 Schlingen, Do ab 17 Uhr, Fr–Di 11– 14 Uhr und ab 17 Uhr geöffnet, schwäbische Küche, Wild- und Fischgerichte, vegetarische Vollwertkost, Tel.: 08247/13 57
Tipps
Immer der Nase nach. Im Duft- und Aromagarten des Kurparks von Bad Wörishofen stehen 250 Pflanzen, darunter Prachtnelken, Lavendel, Artemisien, Waldreben, Minzen und Lilien, die allen einen ganz eigenen, recht intensiven Duft aussenden. Speziell für Blinde und Sehbehinderte gibt es eine Tastgalerie, und eine Wiese lädt zum morgendlichen Barfußlaufen ein. Tulpen aus Bad Wörishofen. Zu Beginn des Frühlings verwandelt sich ein Teil Bad Wörishofens in ein farbenprächtiges Blütenmeer: Mit über 40 000 Tulpen dürfte der 1200 Meter lange Tulpenpfad mitten durch die Stadt das größte Tulpenfeld außerhalb Hollands sein. Zudem sind in 60 Beeten 30 000 Krokusse, 15 000 Narzissen und 25 000 weitere Frühlingsblüher gepflanzt worden, die bei zunehmender Wärme ihre Blüten entfalten.
Tourismusbüro
Städtische Kurdirektion, Luitpold-Leusser-Platz 2, 86825 Bad Wörishofen, Tel.: 08247/99 33 55, Fax: 08247/99 33 59, E-Mail: info@bad-woerishofen.de, Internet: www.bad-woerishofen.de

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