um den Toblacher See

Ein Juwel der Sextener Dolomiten.
In jeder Beziehung leichte Wanderung auf Nebenstraßen, Forststraßen und Waldwegen; für alle Altersstufen bestens geeignet (Autor: Peter Mertz)
8 km
95 m
3.00 h
Die Wanderroute zum See ins Höhlensteintal.
Wir gehen vom Ortszentrum zuerst südwärts nach Neu-Toblach (1209 m), überqueren die Bahnlinie und zweigen am Eingang des Höhlensteintals nach rechts auf den Weg in Richtung Sportzentrum und zu den Saghäusern ab. Hier schwenkt der Weg wieder südwärts und kommt immer näher an die Rienz heran. Nach 30 Minuten queren wir den Bach und folgen nun dem Waldweg auf der linken Seite taleinwärts. Der breite Weg endet am Nordende des Sees beim Seehotel. Hier beginnt ein Wanderpfad, der an der Westseite des Sees weiter ins Tal hineinführt und später den breiten Quellfächer der Rienz samt Schilfgürtel südlich des Sees umrundet. Man kann hier auf einem markierten Steig zum Rückweg abkürzen, es lohnt sich aber, bis zur Kreuzung mit dem Weg Nr. 14 in südlicher Richtung weiter zu gehen, um dort parallel zur Höhlentalstraße auf die Rückroute einzuschwenken. Eine Waldstraße bringt uns bis zum See zurück, wo der Weg das östliche Ufer begleitet und zum Seehotel zurückkehrt. Nun benützen wir bis zur Querung der Rienz die schon bekannte Aufstiegsroute. Vor der Bachquerung bleiben wir auf der linken Seite der Rienz und wandern vorbei am Schwimmbad bis zum Ortsteil Rienz. Von hier verbindet eine Nebenstraße parallel zur Bahnlinie nach Toblach hinüber, wo wir den Ausgangspunkt erreichen.

Dauer: Neutoblach – Saghäuser 30 Min. – Seehotel 30 Min. – Seeumrundung 1 Std. – Saghäuser 30 Min. – Neutoblach 30 Min.; Gesamtgehzeit 3 Std. ;
Motto: Wandern am Wasser
Sommerwanderungen

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied95 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktToblach (1241 m) im Pustertal, Ortszentrum oder Bahnhof
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDie an landschaftlichen Höhepunkten gesegneten Dolomiten überraschen nicht nur mit monumentalen Felsbildungen, sondern auch mit grandiosen Seen. Neben dem Pragser Wildsee inmitten der Fanesdolomiten können wir nur unweit östlicher einen weiteren eindrucksvollen Bergsee besuchen, den Toblacher See. Er liegt als einer der vier Pusterer Seen im Eingang des Höhlensteintals, das sich als tiefer Einschnitt zwischen Fanesdolomiten und Sextener Dolomiten schiebt. Bizarr spiegeln sich Grate und Gipfel wie Kasamutz und Sarlkofl oder die Naßwand, die als Wahrzeichen des Sees angesehen wird. Das 600 Meter mal 400 Meter große Gewässer wird von der Rienz gespeist, die unterhalb der Zinnenseen (siehe Tour 33) entspringt und deren Fischreichtum schon Kaiser Maximilian um das Jahr 1500 schätzte. Unsere gemütliche Rundwanderung führt durch den Ausgang des Höhlensteintals und später um den Toblacher See herum, der beschauliche Rastplätze anbietet. Trotz der nahen Talstraße wird aber die gesamte Szenerie von der umgebenden Naturlandschaft beherrscht. Die Wanderung beginnt in Toblach, das bereits im Jahr 828 als »Duplago« erwähnt wurde. Der Ort erlangte besonders im Mittelalter Bedeutung, weil hier die »Strada d'Alemagna« als großer Handelsweg zwischen Venedig und Augsburg vorbeiführte. Auch diese historische Straße benützte das Höhlensteintal, um die Felsbastionen der Dolomiten zu durchqueren. Aus dieser Zeit, die dem typischen Pustertaler Ort einigen Reichtum einbrachte, stammen alte Herrensitze wie die Herbstenburg oder die spätbarocke Pfarrkirche. Toblachs berühmtester Feriengast war bislang Gustav Mahler, der in den Sommermonaten zwischen 1908 und 1910 im Ansitz Trenker wohnte und in dessen Sommerhäuschen an zwei Symphonien arbeitete.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt Wanderkarte 1:50000, Blatt WKS 3 (Pustertal–Bruneck–Drei Zinnen); Kompass Wanderkarte 1:50000, Blatt 58 (Sextener Dolomiten)
VerkehrsanbindungAuf der Pustertalstraße SS 42 nach Toblach, Parkplätze am Bahnhof oder nahe dem Sportzentrum Toblach liegt an der Bahnlinie Brixen– Innichen–Lienz
GastronomieGasthäuser in Toblach, Seehotel am Toblacher Wildsee
Tipps
Höhlensteintal. Verlässt man bei Toblach das Pustertal nach Süden, erlebt man in wenigen Minuten einen dramatischen Wechsel im Landschaftsbild: Von dem sanften, waldigen Pustertal gelangt man nach 15 Kilometern durch das enge, schluchtartige Höhlensteintal zu einer der bizarrsten und gewaltigsten Szenerien der Dolomiten: Felswände, die aus dem eingekerbten Tal fast senkrecht in die Höhe wachsen, östlich der Straße in der Ferne die Drei Zinnen, der Dürrensee, von dem aus man den berühmten Blick südwärts auf den Monte Cristallo (3216 m) werfen kann, und später Misurinasee und Cortina d'Ampezzo mit den Ampezzaner Dolomiten.
Tourismusbüro
Tourismusverein Toblach, Dolomitenstraße 3, I–39034 Toblach, Tel.: 0474/972132, www.toblach.it, info@toblach.info

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