Überschreitung des Regenspitzes, 1675 m

Parade-Rundtour in der Osterhorngruppe - Die Wanderung gilt noch als leicht, doch kann ein wenig Schwindelfreiheit am Gipfel-Nordgrat nicht schaden. Die Route ist markiert und beschildert und insgesamt leicht zu finden. Bitte etwas Vorsicht walten lassen, denn auf der Sonnenseite des warmen Gipfelanstiegs gefällt es auch den Kreuzottern gut. (Autor: Siegfried Garnweidner)
10 km
915 m
4.00 h
Auf Fahrwegen zur Feichtensteinalm Vom Parkplatz beim Satzstein am Irrblock vorbei und nach links auf die Privatstraße abzweigen, die zum Mühlbauer-Hof ansteigt. Hinter dem Hof etwas links abdrehend dem Fahrweg folgen, von dem man nach links ein paar Meter zu einem Balkon hinausgehen kann, der interessante Blicke auf den wilden Tiefenbach gewährt. Auf etwa 900 m Höhe zweigt die Anstiegsroute links ab und quert auf einer breiten Brücke den Bach. Auf der linken Talseite der Fahrspur anfangs im Wald, dann auf freien Hängen zur Untertiefenbachalm folgen und hinter der Alm wieder in den Wald. Gleich hinter dem Waldrand knickt die Straße links ab und steigt – immer steiler werdend – in ausholenden Kehren zum breiten, freien Höhenrücken an, auf dem die Feichtensteinalm steht. Über den Nordgrat stramm zum Gipfel Hinter den Almgebäuden den Fahrweg verlassen und den Markierungszeichen gegen Süden folgen. Immer knapp links der Scheitelstrecke des Nordgrats anfangs in schütterem Wald, dann steiler werdend auf der Wegspur und stellenweise am Rande steiler Abbrüche über natürliche Steintreppenstufen zum Gipfelkreuz hinauf. Zur Jause auf die Bergalm Vom Gipfel gegen Westen am steilen, steinigen Weg durch eine Latschengasse hinab und allmählich in den Wald hinein. Steil durch dichten Wald hinab, auf freie Wiesenhänge und bei der Bergalm in einen weiten Sattel, wo die Neureitalm und die Bergalm (beides Jausenstationen) stehen. Abstieg am Viehtrieb Aus dem Sattel nach rechts (gegen Norden) gering abfallend weiter, am Bergköpfl östlich vorbei und zur Fahrstraße. Auf ihr kurz nach rechts hinab und dann links auf eine Fahrspur abdrehen, die am Jagdhaus vorbei auf einen Viehtrieb bzw. Rückeweg mündet. Auf dieser Wegtrasse bis zur Verzweigung von zwei breiten Forststraßen, 950 m, hinab. Auf der unteren Straße rund 100 m weit gegen Südosten absteigen und dann auf einen steilen Bergweg links abzweigen. Auf ihm kurz durch den Wald und zum Wasserbehälter im Tiefenbachtal hinab. Dort zur unteren Straße wechseln und auf ihr entlang der Aufstiegsroute zurück. Das Guglbergmandl Südlich von Faistenau steigt ein Hügel an, der wegen seiner runden Form Kugelberg genannt wird. Er schafft mit seinen 904 m nicht einmal die 1000-Meter-Marke, und doch gibt es von ihm Eigenartiges zu berichten. Tief drinnen im Berg hauste nämlich einst ein kleiner, recht witziger Kobold. Allerhand Streiche spielte er den Faistenauern, die wahrlich anderes zu tun hatten, als sich von dem kleinen Männlein an der Nase herumführen zu lassen. Denn die Faistenauer hatten schon immer hart arbeiten müssen, um sich ihr Brot zu verdienen, und da ist für solchen Unsinn keine Zeit geblieben. Richtige Hungersnöte gab es zwar nie, aber wegen schlechtem Wetter ist es zwischen 1740 und 1744 zu dramatischen Missernten gekommen. Damals wurde das schwer zu verdienende Brot aus Kleie und Sägemehl gebacken. Und damals soll auch das Guglbergmandl besonders dreist gewesen sein. Es ist ihm zu dieser Zeit wohl selbst nicht gut gegangen, denn wenn man – einen Laib Brot in der Hand – zu dem damals »Guglberg« genannten Berg gerufen hat - »Guglbergmandl, wo bist du?«, erhielt man deutlich die Antwort zurück: »Da bin i! Da bin i!« Der Kobold, den zwar viele gehört, aber noch nicht zu Gesicht bekommen hatten, hoffte auf eine milde Gabe. Heute geht es dem Guglbergmandl so gut, dass es auf solche Zurufe nicht mehr antwortet. Aber vielleicht ändern sich die Zeiten wieder.

Dauer - ges. 43/4 Std. Satzstein – Feichtensteinalm 13/4 Std., Feichtensteinalm – Regenspitz 1 Std., Regenspitz – Bergalm 3/4 Std., Bergalm – Satzstein 11/4 Std. Höhenunterschied: ?? 915 m Satzstein – Feichtensteinalm ? 520 m, Feichtensteinalm – Regenspitz ? 395 m, Regenspitz – Bergalm ? 425 m, Bergalm – Satzstein ? 490 m

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied915 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHintersee 770 m, Parkplatz Satzstein, 770 m
TourencharakterDie Berge in der Osterhorngruppe fallen wegen ihrer waagerecht liegenden Gesteinsschichtung ins Auge. Das zeigt sich am Regenspitz an markanten Querbändern auf den steilen Hangseiten, in schönen Wasserfällen und malerischen Badegumpen am Tiefenbach und an den natürlichen Trittstufen am Nordgrat zum Gipfel. Interessant ist die Rundumschau vom Regenspitz auf die benachbarten moderaten Wald- und Wiesenberge und hinaus auf die felsigen Gipfelgestalten der Berchtesgadener Alpen und des Tennengebirges.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte, 1 - 50000, Blatt 15 (Tennengebirge–Hochkönig)
VerkehrsanbindungVon Salzburg Richtung St. Gilgen, nach Faistenau und nach Hintersee (Linienbusverbindung ab Salzburg)
GastronomieEinkehr in der Bergalm und in der Neureitalm, die gleich daneben steht
Tipps
Lange Runde In einem längeren, anspruchsvollen Auf- und Abmarsch lassen sich vom Regenspitz gegen Südosten auch noch das Gruberhorn, 1732 m, und das Gennerhorn, 1735 m, erobern. Als Abstieg käme dann die weite Runde über Genneralm, Gruberalm und Feichtensteinalm in Betracht.
Höchster Punkt
Regenspitz, 1675 m
Unterkunft
Einkehr in der Bergalm und in der Neureitalm, die gleich daneben steht
Tourismusbüro
Hintersee, Tel.: 0043/(0)6224/344; Internet: www.salzburgerland.com/hintersee
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