Über Geierstein, Fockenstein und die Kampen zum Seekarkreuz

Lange, aber lohnende, v. a. ab Ochsenkamp aussichtsreiche Rundtour, die gute Kondition und – vorwiegend beim Abstieg vom Spitzkamp – Trittsicherheit fordert. (Autor: Horst Höfler, Gerlinde M. Witt)
20 km
1700 m
8.00 h
Aufstieg zum Geierstein Am besten startet man etwa 300 Meter östlich der Gaststätte, nahe dem Fahrverbotschild für die Hirschbachtalstraße (Parkplatz). Der Weg führt bald an einem kleinen See, danach am Ostufer des Schlossweihers entlang, dann rechts hinauf in den Bergwald. Immer den Markierungen folgend, einmal kurz abwärts in eine Senke, über das Markeck (1057 m) und den zuletzt recht steil werdenden Westrücken des Geiersteins – teilweise auf schrofigem Steig – empor. Nach einer Felskanzel verläuft der Pfad bald an der Südseite des Berges. Zuletzt durch Felsen zum Kreuz des Geiersteingipfels.Übergang zum Fockenstein Nun peilen wir unser nächstes Ziel, den Fockenstein, an. Dass er ein wenig Mühe kostet, ist augenfällig. Ein direkter Übergang auf dem Kamm ist nicht möglich. Daher heißt es, steil in Nordostrichtung abzusteigen, bis bei einer Wiese (P. 1340, LVA-Karte) der Weg zum Fockenstein rechts abzweigt. Über die Wiese, dann südöstlich durch Wald hinab. Man erreicht eine Forststraße. Bei einer Kreuzung hält man sich links. Bald leitet ein Pfad auf einen grasbewachsenen Rücken, dem man in Ostrichtung bis zur Einmündung des von Süden (von der Neuhüttenalm) heraufkommenden, üblichen Fockensteinweges folgt. Jetzt in Nordrichtung, an den Felszacken im Gipfelbereich vorbei, zum höchsten Punkt.Über die Kampengipfel zum Seekarkreuz Ziel Nummer drei (ein Zwischenziel) - der Hirschtalsattel. Vom Fockensteingipfel südwärts hinunter in die Senke vor dem Neuhütteneck und links (östlich) zur Neuhüttenalm (1328m) hinüber. Von dort südlich abwärts, kleiner Gegenanstieg auf den Ostrücken des Neuhüttenecks und südwärts durch Wald in den Hirschtalsattel (1224m) hinab.Jetzt in Südrichtung auf Steig, an bizarren Felsnadeln vorbei, auf die Kampen. Von der Kammhöhe kurz nordöstlich auf den Ochsenkamp (1594 m). Zurück zur Einmündung des vom Hirschtalsattel heraufziehenden Steiges und dem markierten Kammweg teils durch Latschen, teils im freien Gelände südwestlich über den Auerkamp (1607 m) hinweg zum Spitzkamp (1603 m) folgen.Nun steiler und schrofiger Abstieg nach Süden (Drahtseil), nordseitig am bewaldeten Brandkopf entlang und in südwestlicher Richtung auf grasigem Kamm empor zum Seekarkreuz (1601 m). Abstieg: Auf altbekanntem Weg südlich und westlich zur Lenggrieser Hütte hinab. Der meiner Meinung nach günstigste Abstieg von dort ist derjenige nach Norden: Zur Seekaralm, von dort nordwärts in den Wald und mit vielen Kehren hinunter ins Hirschbachtal. Auf der Fahrstraße talauswärts, zuletzt über die freien Wiesen zur Schlossbrauerei-Gaststätte Hohenburg.

Dauer - Hohenburg – Geierstein 2.15 Std.; Geierstein – Fockenstein 1.30 Std.; Fockenstein – Hirschtalsattel 1 Std.; Hirschtalsattel – Ochsenkamp 1 Std.; Ochsenkamp – Spitzkamp 45 Min.; Spitzkamp – Seekarkreuz 45 Min.; Seekarkreuz – Lenggrieser Hütte 30 Min.; Lenggrieser Hütte – Hohenburg 1.30 Std. Höhenunterschied: Lenggries – Geierstein ca. 800 m; Geierstein – Fockenstein 300 m; Fockenstein – Hirschtalsattel ca. 60 m; Hirschtalsattel – Ochsenkamp 370 m; Ochsenkamp – Spitzkamp ca. 70 m; Spitzkamp – Seekarkreuz ca. 100 m.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Höhenunterschied1700 m
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
StartortLenggries 679m).
AusgangspunktSchlossbrauerei-Gaststätte Hohenburg (708 m) am Südostrand des Ortes.
TourencharakterWenn man vom Demeljoch nach Norden und Nordosten hinausschaut, erblickt man ein dunkelgrünes Gewoge von Wald- und Wiesengipfeln, aus dem allein Roß- und Buchstein keck herausspitzen. Ersterer ist Ziel von Tour 13. Aber auch die milden Gipfelchen unmittelbar östlich des Lenggrieser Tales lohnen einen Tourentag, zumal mit etwas Kondition Geier- und Fockenstein, die drei Kampen und das Seekarkreuz zu einer schönen Überschreitung kombiniert werden können. Hier, alpingeografisch schon in den Tegernseer Bergen, ist's allemal ruhiger als jenseits der Isar ums seilbahnerschlossene Brauneck herum und besonders im ersten Drittel unserer Wanderung treffen wir auf nicht allzu viele Leute. Lenggries wirkt, wenn man nur so durchfährt, auf den schnellen Blick nicht sonderlich attraktiv. Man muss sich schon die Mühe machen, genauer hinzuschauen - Die Pfarrkirche St. Jakob birgt zwei Altäre aus den Jahren 1726 und 1727 und in der Mariahilf-Kapelle auf dem Friedhof befinden sich ein spätgotisches Gnadenbild sowie zwei um 1500 gemalte Altarflügel. Unser Tourenausgangspunkt liegt am Südostrand des Ortes, nahe dem barocken Schloss Hohenburg. Zugegebenermaßen ist der teils steile, überwiegend im Wald verlaufende Anstieg auf den Geierstein noch nicht das Nonplusultra. Doch steigert sich der Reiz der Wanderung. Mit dem Fockenstein erreichen wir ein altbekanntes und überaus beliebtes Ziel im bayerischen Vorgebirge und der Gang über die Kampen lässt an und für sich kaum Wünsche offen. Auf dem Seekarkreuz öffnet sich der freie Ausblick zur Benediktenwand-Gruppe und noch einmal auf Karwendel und Wetterstein. Nur hinunter, ja, da wartet noch ein kleiner »Kniebeißer« – es sei denn, man läuft den Bogen über den Hirschtalsattel aus. Egal wie: In der Schlossbrauerei-Gaststätte Hohenburg – möglichst draußen im schönen Biergarten – lässt sich der Durst mit einer wohlverdienten Erfrischung auf überaus angenehme Weise löschen.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte Bad Tölz-Lenggries und Umgebung, 1 - 50 000, BLVA.
VerkehrsanbindungVon Norden über Bad Tölz, von Süden über Vorderriß (siehe auch Tour 6) oder Achenwald. Lenggries ist Bahnstation (BOB).
GastronomieLenggrieser Hütte (1338m), DAV-Sektion Lenggries, im Frühjahr und im Spätherbst jeweils drei Wochen geschlossen, sonst ganz-jährig bewirtschaftet (von November bis Mai jedoch Dienstag Ruhetag, daher Montag auf Dienstag und Dienstag auf Mittwoch keine Übernachtung möglich), über 40 Schlafplätze, Tel. - 0175/59628809; n Schlossbrauerei-Gaststätte Hohenburg.
Unterkunft
Lenggrieser Hütte (1338m), DAV-Sektion Lenggries, im Frühjahr und im Spätherbst jeweils drei Wochen geschlossen, sonst ganz-jährig bewirtschaftet (von November bis Mai jedoch Dienstag Ruhetag, daher Montag auf Dienstag und Dienstag auf Mittwoch keine Übernachtung möglich), über 40 Schlafplätze, Tel. - 0175/59628809; Schlossbrauerei-Gaststätte Hohenburg.

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