Über die Wildalm zum Wildseeloder

Von der Bergstation zum Wildseeloderhaus breiter Wanderweg. Die Gipfelrunde erfolgt auf Bergsteig; eine heikle Stelle ist mit Drahtseil gesichert. (Autor: Heinrich Bauregger)
6 km
580 m
4.00 h
Von der Bergstation der Lärchfilzkogelbahn (1654 m) müssen wir fürs erste bereits gewonnenes Terrain preisgeben. Der Anstieg zum Wildseeloderhaus, Urbild einer gemütlichen Alpenvereinshütte, kostet uns zunächst einmal 100 Höhenmeter Abstieg auf bequemem, breitem Weg zur Wildalm. Der weitere Anstieg von dort hinauf zum Wildseeloderhaus (1854 m) führt jedoch durch ein abwechslungsreiches Berggelände, so dass uns diese kleine Extramühe gar nicht bewusst wird. Die Alpenvereinshütte liegt im Einschnitt zwischen dem Wildseeloder und seinem Nachbargipfel, der Henne, aussichtsreich am Nordrand des schönen Bergsees. Im Norden zeigt sich von dort der freie Blick auf die Loferer Steinberge.
Um den Gipfel des Wildseeloders zu erreichen, steigen wir von der Hütte zunächst kurz zum Wildsee ab und folgen dann ein Stück dem Uferweg unter den Seewänden entlang, bis rechts der Anstieg hinauf zum Törl abzweigt. Im Sommer erwartet uns hier ein wahrer Blumenteppich. Zuerst wandern wir in südwestlicher Richtung stetig ansteigend, dann in zahlreichen Serpentinen in das schluchtartige Törl, das uns auf den Ostgrat hinaufleitet, wobei die heiklen Stellen mit Drahtseil gesichert sind. Über den grasigen Ostgrat geht es dann anschließend hinauf zum 2117 Meter hohen Gipfel mit Kreuz. Von hier aus kommen wir wieder auf dem Anstiegsweg zur Alpenvereinshütte zurück.
Variante über die Henne Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Gipfelrunde über die Henne (2078 m) mit einbinden. Dazu steigen wir vom Wildseeloder über den etwas steilen, aber breiten Südgrat hinab (Trittsicherheit erforderlich!) zum so genannten Seenieder, wo wir auf den direkten Anstiegsweg vom Wildseeloderhaus treffen. Auf diesem über die latschenbewachsene Westflanke und in einer großen Rechtsschleife über den Nordgrat hinauf zum Gipfel der Henne. Dann ein Stück des Anstiegswegs zurück und rechts hinab zum Wildsee und zum Wildseeloderhaus, wo sich der Kreis wieder schließt.

Dauer - Vom Lärchfilzkogel zum Wildseeloderhaus benötigen wir 1 1/4 Std., für den Gipfelweg 1 Std., Abstieg zur Bergstation 2 Std., Abstieg ins Tal weitere 1 1/4 Std.; insgesamt 4 1/4–5 1/2 Std. Variante über die Henne zusätzlich 1 1/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied580 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortFiederbrunn
AusgangspunktLärchfilzkogelbahn, Talstation
EndpunktLärchfilzkogelbahn, Talstation
TourencharakterDie Kitzbüheler Alpen gehören zu den »bescheidenen« Gebirgsgruppen ohne spektakuläre Gipfel oder rasante Felsmauern. Aber sie sind höchst attraktiv für Wanderer und Skifahrer. Zu den schönsten und fotografisch ergiebigsten Touren gehören die Wanderung zum Wildsee und Wildseeloder. Die beträchtliche Höhe von 2118 Metern wird durch einen Sessellift erheblich verkürzt – und die gemütliche Einkehr in der gleichnamigen Alpenvereinshütte in idyllischer Lage am kristallklaren Bergsee rundet die Tour ab. Wer im Juli kommt, erlebt dort oben geradezu ein Alpenrosenparadies.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt-Wanderkarte 1 - 50 000, Nr. 121 Großvenediger – Oberpinzgau.
VerkehrsanbindungSalzburger Autobahn bis Inntaldreieck, weiter Richtung Innsbruck bis Ausfahrt Kufstein-Süd, über St. Johann nach Fieberbrunn zur Talstation der Bergbahn im Ortsteil Lindau; dort großer Parkplatz.
GastronomieDas Wildseeloderhaus ist von Anfang Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet (Übernachtung). Jausenstation an der Mittelstation der Seilbahn.
Tipps
Und nach der Tour - In St. Ulrich am Pillersee bei Fieberbrunn gibt es die ältes-te Latschenbrennerei der Welt zu besichtigen. Von April bis Oktober können wir uns dort über die Latschenernte, die Rohstoffgewinnung und die Herstellung von Naturheilmitteln informieren.
Höchster Punkt
Lärchfilzkogel, 1654 m (Bergstation), Wildseeloder, 2117 m.