Über die Schöngänge zur Bernadeinspitze

Ein langer und anstrengender Weg zur Bernadeinwand und ein schöner, nicht besonders schwieriger Klettersteig kennzeichnen diese Rundtour. Der Rückweg fällt noch einfacher, aber auch länger aus. Die Kraft raubende Radauffahrt verlangt beste Kondition, denn der Fahrweg erreicht deutlich über 20% Steigung. Für den Gipfelanstieg muss man am Klettersteig über Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen. Der Gipfelabstieg hingegen ist leicht. Kondition braucht man auch für den zermürbenden Gegenanstieg zum Raddepot. (Autor: Siegfried Garnweidner)
Auf der Asphaltstraße hinauf und vor dem Parkplatz der Aulealm nach 330m rechts abbiegen. Auf breiter Forststraße bis 15% steil, dann immer flacher und streckenweise eben dahin, bis nach links der Weg zum Rißersee abzweigt. Dort geradeaus und wieder deutlich bergauf. Nun in wechselnder Steigung weiter und in der Straßenkehre nach 2,2km rechts abdrehen. Einen Kilometer weit über einen starken Steilanstieg hinauf, der es auf nahezu 20% bringt.
Knapp oberhalb der 1000-MeterLinie durch eine Linkskurve und deutlich flacher weiter. Wieder in wechselnder Steigung zur Rißerkopfhütte hinauf (4,1km). In einer Rechtskehre um das Erholungsheim herum und nach einem kurzen Flachstück durch einen 15%-Anstieg bis 4,65km hinauf. Nun wieder länger eben dahin, zwischendurch sogar ein wenig abwärts, allmählich wieder aufwärts und nach 6,15km den Wanderweg queren. Dann über die Skipiste und unter der Kreuzeckbahn hindurch. Kurz vor dem Waldeck (7,0km) durch eine Linkskehre und gegen Süden weiter. Nochmals links herum und gegen Osten wieder unter der Seilbahn durch und nach 8,6km über die breite Skipiste. Anschließend wieder in den Wald hinein. Nach 9,0km rechts auf einen guten Wanderweg abzweigen. Auf ihm das Rad in Kehren zur Talstation der Kreuzjochbahn (500m weit) schieben und weiter zur Tröglhütte (9,7km; 1436m). Dort rechts auf den steilen Fahrweg einschwenken und in erheblichen Steilstufen (bis 24%) auf der Straße bleibend zur Verzweigung neben der Kreuzalm (10,9km). Rechts abbiegen und wieder ziemlich steil zur Straßenverzweigung unter dem Kreuzeckhaus (11,31km) fahren. Links abbiegen und nach kurzer Zwischenabfahrt an der Verzweigung (11,7km) links halten und am Schotterweg weiter. Wer Zeit sparen will, stellt das Rad bei der Abzweigung des schmalen Wanderwegs (Bernadein; 11,8km) ab. Ansonsten recht steil zur Hochalm (1705m; 12,7km; 21/4Std.) hinauf, wo es ein Raddepot gibt. Dann zu Fuß weiter und steil aufwärts, bei der Verzweigung links und zur kleinen Bergwachthütte weiter. Nach einer Rechtskehre flacht der Weg deutlich ab und verzweigt sich. Bei der ersten Abzweigung geradeaus, bei der nächsten Verzweigung links halten. Über ein steiles Geröllfeld zur Klettersteiganlage über die Schöngänge. Über griffigen Kalkfels, steil und etwas ausgesetzt mithilfe von Krampen und Drahtseilen durch eine eindrucksvolle Felsenszenerie zum Gratsattel hinauf. Dort links abdrehen und auf Trittspur die letzten 5 Minuten zum Kreuz auf der Bernadeinspitze.
Der Rückweg führt erst einmal zum Gratsattel zurück, dann links auf schönem Bergweg nach Osten, später durch eine kurze Felsenrinne und gegen Süden fast bis zum Stuibensee hinab. Links halten und am Weg durch lichten Wald zur Wegverzweigung weiter. Abermals links abbiegen und eben gegen Norden dahin, bei der Verzweigung geradeaus weiter, die Skiabfahrt queren, an der kleinen Bernadein-Diensthütte vorbei und in geringem Auf und Ab nach Nordwesten dahin. Allmählich ansteigend, dann an bizarren Felsformationen vorbei und zum Fahrweg hinauf. Wer das Rad bei der Hochalm abgestellt hat, muss nun auf der Straße zum Fahrraddepot zurück. Die Radabfahrt verläuft entlang der Auffahrtsroute. Es empfiehlt sich, bei der Tröglhütte auf der sehr steilen Straße zu bleiben und erst bei der Verzweigung nach 16,4km links abzubiegen. Man erreicht bald die Auffahrtsstrecke, auf der es zurückgeht.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour21 km
Höhenunterschied1860 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHaltepunkt Kreuzeck/Alpspitzbahn der Bayer. Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterFür den Anstieg zum Kreuzeck gibt es mehrere Möglichkeiten. Die schönste verläuft von Hammersbach über das Waldeck am Wanderweg, wie sie beim Anstieg zum Schwarzenköpfl beschrieben ist (Tour 9). Am einfachsten geht es mit der Seilbahn und am anstrengendsten, aber sportlichsten, mit dem Mountainbike (dann 13km einfache Strecke, 990 Höhenmeter mit dem Mountainbike; 660 Höhenmeter zu Fuß). Deshalb wird hier ausnahmsweise die Mountainbike-Tour vorgestellt. Wer sich nicht mit dem Drahtesel hinaufplagen will, wählt den Anstieg von Tour 9 oder fährt mit der Kreuzeckbahn hinauf. Die Routenbeschreibung wird dann erst ab dem zweiten Absatz relevant.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 31 »Werdenfelser Land«, 1:50000, Bayer. Landesvermessungsamt; Kompass Wanderkarte, 1:50000, Blatt 5; Freytag & Berndt Wanderkarte, 1:50000, Blatt 322.
MarkierungenWegtafeln und Markierungszeichen.
VerkehrsanbindungBahnverbindung ab München oder Innsbruck nach Garmisch-Partenkirchen. Mit der Bayerischen Zugspitzbahn zur Talstation der Osterfelderbahn. Mit dem Auto ab dem Autobahnende bei Eschenlohe auf der Bundesstraße bis Garmisch-Partenkirchen.
GastronomieKreuzeckhaus und Hochalm.
Unterkunft
Kreuzeckhaus und Hochalm.
Tourismusbüro
Garmisch-Partenkirchen
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