Über die Blankenburger Teufelsmauer

Wald- und Aussichtswanderung auf Wegen und teilweise etwas ausgesetzten Felssteigen. (Autor: Chris Bergmann)
9 km
200 m
3.00 h
Ausgangspunkt ist der Marktplatz in Blankenburg. Hier, vor dem Renaissance-Rathaus, beginnt ein ausgeschilderter Rundgang durch die historische Altstadt. Wir folgen ihm rechts durch die Marktstraße, gehen die erste rechts hinauf (Finkenherd), wenden uns oben links (Bergstraße) und passieren das Herbergsmuseum in einem Fachwerkhaus von 1684. Am Ende geht es links hinab (Töpferstraße), auf der Marktstraße wieder rechts und am Ende rechts hinauf (Schnappelberg) am Kleinen Schloss (Museum, Barockgarten) vorbei zur B 81. Nach Queren der Bundesstraße wandern wir auf dem Großvaterweg aufwärts, wechseln nun bei der Ausflugsgaststätte »Großvater« links auf den »südlichen Hangweg« und folgen ihm links zum Großvater (319 m), der höchsten Erhebung der Teufelsmauer. Der Gipfel des Felsens ist auf einem geländergesicherten Steig erreichbar, oben bietet sich ein exzellenter Blick über Blankenrode hinweg. Die niedrigere Felspartie, die sich auf der Nachbarkuppe im Westen zeigt, wird Großmutter genannt.
Am Großvater beginnt der 1853 angelegte Steig, der den wildromantischen Kamm des Heidelbergs bis zum Hamburger Wappen bei Timmenrode erschließt. Er ist passagenweise ziemlich schmal und kann teilweise als ausgesetzt empfunden werden; gefährliche Stellen sind geländergesichert. Etwa in der Mitte befindet sich in der Blankenburger Teufelsmauer der Sautrog-Pass, danach beginnt ein bequemer Waldweg, der an der Hohen Sonne (Felsen rechts) und dem Ludwigsfelsen vorbei zum Ostende der Heidelberg-Teufelsmauer führt: Die Umgebung von Zwergenhöhle und Hamburger Wappen zählt zu den schönsten Partien der Teufelsmauer; eine kleine mittelalterliche Wehranlage, die Kucksburg, beherrschte das Ostende. Unterhalb des Hamburger Wappens wurden zwei Höhlenräume in den Sandstein gehauen, vermutlich dienten sie den Leuten von der Kucksburg als Pferdeställe.
Von der Zwergenhöhle kehren wir kurz zurück zur Verzweigung, biegen rechts in Richtung der Ausflugsgaststätte Helsunger Krug ab und wechseln bald links auf den Nordhangweg. Dieser Waldweg ist nicht so spektakulär wie der Kammsteig, doch er ist ein wunderschöner Wanderweg. Er führt zurück nach Blankenburg, wo wir der Bundesstraße kurz links hinauf folgen und dann rechts in die bekannte Straße Schnappelberg einbiegen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied200 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMarktplatz in Blankenburg.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVon der »Blütenstadt« Blankenburg am Harznordrand führt diese Wanderung über den Heidelberg, der dank seiner bizarren Felsformationen, seiner naturnahen Bewaldung und seiner Aussichtsstellen das schönste und spannendste Wandergebiet der Teufelsmauer bildet.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im mittleren Harz (Landesvermessungsamt Sachsen-Anhalt).
MarkierungenNamentliche Ausschilderung.
VerkehrsanbindungBlankenburg ist Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 6, 81 und 27 und hat einen Bahnhof.
GastronomieBlankenburg, Großvater, Helsunger Krug.
Tipps
Das Kleine Schloss (1777) mit barockem Terrassengarten am Schnappelberg kurz vor der Teufelsmauer beherbergt ein Museum zur Geschichte der herzoglichen Residenz in Blankenburg während der ersten Hälfte des 18. Jhs. Die Gärten Blankenburgs stammen in ihrer Grundstruktur aus der Zeit des Barock: der Tiergarten, der Schlosspark, der Lustgarten der Herzogin, der Berggarten und der Thiepark.
Unterkunft
Als Kurort und Fremdenverkehrszentrum am Harznordrand verfügt Blankenburg über Unterkunftsmöglichkeiten aller Kategorien.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Blankenburg, Lange Straße 17, 38889 Blankenburg (Harz), Tel. 03944/28 98, Fax 03944/6 31 02, Internet www.blankenburg.de.

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Chris Bergmann

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