Über den Wörnersattel

Unschwierige, als Tagestour etwas anstrengende Rundtour, für die Trittsicherheit angenehm ist; herrliche Aussicht auf das Wettersteingebirge und zur Nördlichen Karwendelkette. (Autor: Horst Höfler, Gerlinde M. Witt)
20 km
1080 m
7.00 h
Aufstieg zum Wörnersattel Vom Parkplatz (siehe Tour 3) den Hinweisschildern zur Dammkar- und Hochlandhütte in nördlicher Richtung folgen. Nach einem ersten Steilstück führt der Fahrweg relativ bequem östlich gegen das Kälberalpltal einwärts. Man folgt der Forststraße bis zu ihrem Ende bei der Talstation der Dammkarhütte-Materialseilbahn. Etwas oberhalb davon zweigt der Steig zur Hochlandhütte ab. Nordostwärts hinüber und bald in Kehren durch Wald auf einen Rücken empor. Ihm folgt man südöstlich zur Schwelle des Mitterkars. Der Steig wendet sich in Ostrichtung und führt dann nördlich, zuletzt mit kleinem Abstieg, zur Hochlandhütte. Sie steht noch im Grünen, während süd- und südöstlich oberhalb die abweisenden Kalkwände von Tiefkarspitze, Schönberg und Großkarspitzen dräuen. Von der Hütte (Wegweiser »Bärnalpl«) über die latschengesäumten Wiesen des Wörnerbodens bis an die steilen Westhänge des Steinkarlgrats und mit vielen Kehren in den Wörnersattel. (Rechter Hand ist der Einstieg zur Wörner-Normalroute; nur für geübte, klettergewandte Bergsteiger!) Wer noch Lust hat, folgt dem Kammsteiglein nordwärts und erreicht in wenigen Minuten den Wörner- oder Steinkarlkopf (1981 m). Der Ausblick von dort ist besonders gen Osten interessant - Über die Kampenleitenwände hinwegschauend, erkennt man den Einschnitt des Bärnalpl, der einen Übergang ins Karwendeltal ermöglicht. Links bauen sich Schlichtenkarspitzen und die Vogelkarspitze auf, rechts Raffel- und Hochkarspitze. Abstieg: Abstieg zur Fereinalm Zurück in den Wörnersattel, von dort ostwärts hinunter und am Westrand des Wörnerkars entlang in vielen Serpentinen zur Wörnerlahn hinab. Durch Wald abwärts zum Seinsbach. Jenseits Gegenanstieg zur Fereinalmstraße und auf ihr östlich zur Almsiedlung. Rückweg zum Parkplatz Entweder auf der Almstraße oder auf dem »Jägersteig« (Abzweigung ab Straße gut 1 km westlich der Fereinalm) zur Aschauer Alm mit ihrer schönen Kapelle. Von dort auf Fußweg östlich der Schnellstraße zum Parkplatz zurück.

Dauer - Parkplatz – Hochlandhütte 2.30 Std.; Hochlandhütte – Wörnersattel 1 Std.; Wörnersattel – Fereinalm 1 Std.; Fereinalm – Parkplatz 3 Std. Höhenunterschied: Mittenwald – Hochlandhütte 720 m; Hochlandhütte – Wörnersattel 357 m.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Höhenunterschied1080 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
StartortMittenwald (912 m).
AusgangspunktSiehe Tour 3.
TourencharakterSchroff und bergsteigerisch anspruchsvoll geben sie sich allesamt, die Berge zwischen Westlicher Karwendel- und Hochkarspitze. Was bedeutet - Gipfeltouren sind in diesem Karwendelbereich für Bergwanderer nicht »drin«. Aber das macht nichts. Der dem Wörner nordnordwestlich vorgelagerte Steinkarlgrat bietet prächtige Ausblicke und mit dem Wörner- oder Steinkarlkopf sogar einen bescheidenen Gipfelpunkt. Von ihm aus beeindruckt die einsame Nördliche Karwendelkette ungemein. Die Soiernberge hingegen zeigen ihre begrünten Südhänge. Großartig präsentiert sich der Wetterstein und man bekommt »tierisch« Lust, »im Banne der verschrieenen Zugspitz'« wandern zu gehen. Als Tagestour ist unsere Runde nur mit ordentlicher Kondition zu schaffen. Wer auf der Hochlandhütte übernachten möchte, sollte sich aber vorher anmelden, denn das Hüttl hat nur wenige Schlafplätze. Nach dem gar nicht flachen Abstieg vom Steinkarlgrat zur Fereinalm hat man sich eine Brotzeit im dortigen Jägerhaus verdient, zumal sich der Rückweg über die Aschauer Alm nach Mittenwald ganz unverschämt »zieht«.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte Karwendelgebirge, Westliches Blatt, 1 - 25 000; Freytag & Berndt-Wanderkarte 322 (Wetterstein, Karwendel, Seefeld, Leutasch, Garmisch-Partenkirchen), 1:50 000.
VerkehrsanbindungVon Norden über Garmisch-Partenkirchen und die B 2 oder auf der B 11 über Walchensee, Wallgau und Krün; von Süden über Seefeld/Scharnitz oder Leutasch. Mittenwald ist Bahnstation.
GastronomieHochlandhütte (1632 m), DAV-Sektion Hochland, bewirtschaftet von Anfang Juni bis zum zweiten Oktobersonntag, 35 Schlafplätze, Tel. - 0174/9897863. n Jägerhaus auf der Ferein-alm (keine Übernachtungsmöglichkeit). n Krinner-Kofler-Hütte (1394 m, unbewirtschaftet, Selbstversorgerhütte). n Fereinalm DAV-Sektion Mittenwald, von Juni bis September und an Wochenenden beaufsichtigt, vom 1. bis 31. Oktober wegen der Jagd gesperrt, 30 Schlafplätze.
Tipps
Wissenswert Mittenwald ist ein »malerischer« Ort. Immer wieder entzücken die Häuserfresken, die »Lüftlmalereien« eines Franz Karner und eines Franz Seraphim Zwinck aus dem 18. Jahrhundert. Doch auch etliche der neuen Fassadenbilder sind gut gelungen. Der eigenartig schöne Turm von St. Peter und Paul mit dem Hintergrund des »steilen Zahnes« der Viererspitze ist eines der unverwechselbaren Bilder Oberbayerns.
Unterkunft
Hochlandhütte (1632 m), DAV-Sektion Hochland, bewirtschaftet von Anfang Juni bis zum zweiten Oktobersonntag, 35 Schlafplätze, Tel. - 0174/9897863. Jägerhaus auf der Ferein-alm (keine Übernachtungsmöglichkeit). Krinner-Kofler-Hütte (1394 m, unbewirtschaftet, Selbstversorgerhütte). Fereinalm DAV-Sektion Mittenwald, von Juni bis September und an Wochenenden beaufsichtigt, vom 1. bis 31. Oktober wegen der Jagd gesperrt, 30 Schlafplätze.

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