Über den Steinhübel

Aussichtsreiche Grünland- und Waldwanderung. (Autor: Bernhard Pollmann)
15 km
280 m
4.00 h
Von der Bushaltestelle am Gasthof Weißer Hirsch in Rübenau gehen wir kurz die Straße Richtung Ansprung aufwärts (Zöblitzer Straße), treffen an der Kirche auf die Markierungen von E3 und dem Wanderweg der deutschen Einheit und biegen rechts in die ruhige Straße zum Krähwinkel ab. Sacht geht es bergan, und schon bald bietet sich ein herrlicher Rundblick vom Kriegwald im Südwesten bis zur Neuen Mühle im Natzschungtal im Osten. Am Waldrand wenden wir uns links und wandern weiter aussichtsreich bergan; oben auf der Höhe bietet sich ein wundervoller Blick auf den Erzgebirgskamm. An den Häusern von Strohhübel vorbei, geht es abwärts in das Wildbachtal. Die kleine Lichtung rechts ist die Märchenwiese: Hier laden Bänke, eine Schutzhütte und eine Feuerstelle zur Rast ein. Zum 1.Mai finden hier folkloristische »Walpurgisfeiern« statt, Anfang September ist die Märchenwiese seit einigen Jahren Schauplatz eines (Motorrad-)»Bikertreffens«. Solange kein anderer Weg ausgeschildert ist, folgen wir der Blaustrich-Markierung, die uns die ganze Zeit geleitet hat, bis zur Zöblitzer Straße und hier einige Minuten im Wald rechts hinauf, bis die Blaustrich-Markierung des E3 links auf den »Vierenweg« abzweigt. Bald öffnet sich rechts die Fläche des tiefschwarzen Lehmheider Teichs, der als Floßteich für die Holztrift angelegt wurde; eine Schutzhütte lädt zum Verweilen ein.
Kurz darauf zweigt der E3 rechts auf den Alten Komotauer Weg ab und führt auf den Steinhübel hinauf. Der 817m hohe Steinhübel, früher auch Hindenburghöhe genannt, ist eine zerklüftete Felspartie mit hohem Buchenbestand. Der höchste Berg im Rübenauer Kriegwald bietet trotz der Bewaldung ein unvergessliches Panorama. Im Südwesten sind der Ort Kühnhaide und der 15km entfernte Hirtstein zu sehen, im Süden zeigt sich auf tschechischer Seite der 843m hohen Cihadlo (Lauschhübel), weiter östlich liegt am Waldrand der Rübenauer Ortsteil Kriegwald.
Vom Steinhübel kehren wir auf derselbe Route zurück zum Vierenweg und folgen ihm rechts hinab in das liebliche Wiesental der Schwarzen Pockau. Während sich die Schwarze Pockau talabwärts durch die faszinierende Felslandschaft des Schwarzwassertals windet, wandern wir talaufwärts und erreichen die Pension und Gaststätte »Schwarzwassertal« am Ortsrand von Kühnhaide. An der Gaststätte befindet sich eine Bushaltestelle mit Direktverbindung nach Rübenau. An der Gaststätte treten wir den Rückweg auf dem »Grenzweg« (= Wanderweg der deutschen Einheit) an, der im Winter ein Teil der Erzgebirgs-Skimagistrale ist. Längs der tschechischen Grenze führt er im Wald sacht aufwärts und tritt nach einer knappen halben Stunde am alten Rübenauer Forsthaus aussichtsreich aus dem Wald. Hier wechseln wir links auf den mit der Gelbstrich-Markierung bezeichneten Weg am Waldrand und gelangen in Gasse in das Tal des Rübenauer Bachs. Nach Queren der Kühnhaidner Straße folgen wir dem Gassensträßchen (= Wanderweg der deutschen Einheit) rechts, überqueren wenig später den Lehmheider Bach und wandern aussichtsreich zurück nach Rübenau.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied280 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBushaltestelle am Gasthof Weißer Hirsch bei der Kirche in Rübenau.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDiese aussichtsreiche Grünland- und Waldwanderung führt zu den Felsen des Steinhübels, wo sich im Wald ein prachtvoller Rundblick öffnet, und in das Wiesental der Schwarzen Pockau
Beste Jahreszeit
KartentippNaturparkkarte Erzgebirge-Vogtland 1:25000 Blatt 5/6 (Landesvermessungsamt Sachsen).
MarkierungenBlauer und gelber Strich und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungAnfahrt auf der B171 »Silberstraße« Marienberg – Zöblitz – Olbernhau und hinter Zöblitz nach Rübenau abzweigen.
GastronomieRübenau und Schwarzwassertal.
Tipps
Kammweg-Variante. Wer dem E3 und dem Kammweg vom Steinhübel aus weiterfolgt, gelangt nach 2km zur Hüttstättmühle (Jugendherberge), wo sich die beiden Weitwanderwege verzweigen: Während der E3 geradeaus weiter in die Serpentinstadt Zöblitz führt (Tour 12), führt der Kammweg im Gleichlauf mit dem EB hinab ins Schwarzwassertal (Tour 11).
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsamt Marienberg, Am frischen Brunnen 1, 09496 Marienberg, Tel. 03735/90514, Internet: www.marienberg.de
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