Über den Schanzberg bei Hohnstein

Bequeme Rundwanderung; vorwiegend auf breiten Wald- und Wiesenwegen mit schönen Aussichten (Autor: Tassilo Wengel)
9 km
170 m
3.00 h
Auf den Schanzberg.
Vom Parkplatz P2 in Hohnstein, wo sich auch der Wegweiser mit dem Hinweis auf den Rundweg zur Napoleonschanze (Markierung grüner Querstrich) befindet, folgen wir dem Weg zunächst in Richtung Freibad. Wir gehen unterhalb des Friedhofs entlang, wo auch die Bushaltestelle für den Bastei-Kraxler ist, und schwenken nach rechts in die Straße Am Stadtbad ein. Kurz darauf geht es am Bad entlang und durch einen Hohlweg zwischen Wiesen und Gehölzen, darunter zahlreiche Holunderbüsche, gewinnen wir allmählich an Höhe. Zurückschauend bietet sich eine sanfte Hügellandschaft, aus der einige Häuser Hohnsteins herauslugen. Auf dem Schanzberg angekommen, können wir uns auf einer Tafel über die Geschichte dieses Ortes informieren. Von einem Sitzplatz aus lässt sich der malerische Ausblick auf Hohnstein, aber auch auf die hügelige Umgebung genießen.
Vom Schanzberg zur Brandstraße.
Von der Schanze aus wandern wir der Markierung grüner Querstrich folgend geradewegs in Richtung Süden und kommen über eine Wiese zu einem Wegweiser. Dort schlagen wir den Weg nach links ein, der oberhalb eines Hangwaldes entlangführt. Unsere Route führt an einem Hochsitz vorbei, denn bei Dämmerung ist hier noch viel Wild zu beobachten. Dann halten wir uns rechts und gehen auf einem breiten Weg durch den Wald, dem Wegweiser Waitzdorf oder Brand folgend.
Nach wenigen Minuten haben wir die breite Brandstraße erreicht, auf der man in 25 Minuten bequem nach Hohnstein zurückgehen könnte. Wir biegen auf der Brandstraße aber nach links ab, halten uns beim nächsten Abzweig rechts (Markierung grüner Querstrich) und erreichen so den Neuweg. Dem Wegweiser Räumichtwiese, Hohnstein 1 Std. oder Hohnstein 1/4 Std. folgend, gelangen wir an der Räumichtwiese vor- bei auf den Halbenweg. Er führt uns zum Diebskeller am Quirl, einer Lichtung mit der größten Höhle der Sächsischen Schweiz. Sie ist 29 Meter tief, acht Meter breit und bis zu vier Meter hoch und empfiehlt sich als Rastplatz. Von hier erreichen wir ganz bequem wieder Hohnstein.

GEHZEITEN.
Hohnstein – Schanzberg 1/2 Std. – Brand 1 Std. – Neuweg 1/2 Std. – Hohnstein 11/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied170 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHohnstein, Parkplatz P2
EndpunktHohnstein, Parkplatz P2
TourencharakterAls Napoleon nach seiner vernichtenden Niederlage 1812 in Russland mit seiner neuen Armee im Jahre 1813 die Grenze zu Sachsen überschritt, war Hohnstein wegen seiner günstigen Lage im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet ein strategisch wichtiger Punkt. Mehrere Feldbefestigungen (Schanzen) entstanden, um den Zugang zur Stadt und zum Polenztal zu sichern. Von ihnen ist nur noch die Napoleonschanze auf dem Schanzberg erhalten. Sie besaß drei Geschützstellungen, deren Kanonen auf das Polenztal gerichtet waren. Vom Schanzberg bieten sich schöne Aussichten auf die Hügellandschaft, die sich in Richtung Elbtal ausdehnt. Ein lohnendes Wanderziel, das man bequem als Halbtagsspaziergang planen kann.
Hinweise
ABSTECHER ZUR GRUNDMÜHLE. Wer in idyllischer Umgebung schlemmen möchte, folgt beim Wegweiser Waitzdorf oder Brand dem Schild in das Tiefe Tal zur Grundmühle (hin und zurück 5 km). Im Kaffeegarten und in den einladenden Gasträumen der Grundmühle kann man regionaltypische sächsische Gerichte oder hausgebackenen Kuchen genießen.
KartentippTopografische Karte 1 - 25000 mit Wanderwegen des Landesvermessungsamtes Sachsen, Blatt 43
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A13 bis zur Anschlussstelle Radeburg und über Stolpen nach Hohnstein. Mit der S-Bahn bis Pirna oder Bad Schandau, weiter per Bus
GastronomieIn Hohnstein mehrere Möglichkeiten, unterwegs keine
Tipps
EINKEHR-TIPP. Direkt am historischen Marktplatz gelegen, lädt in Hohnstein das Hotel Weißer Hirsch mit seinem schattigen Biergarten zur Rast ein. Von hier lässt sich bei sächsisch-gutbürgerlicher Küche oder sächsischem Kaffee ganz entspannt der Blick zur Burg Hohnstein genießen.
Informationen
DER HOHNSTEINER KASPER. Der Hohnsteiner Kasper verkörpert mit seinem breiten Lächeln, der Hakennase und der Zipfelmütze die Kasperlefigur schlechthin. Bekannt und berühmt machte ihn der Hohnsteiner Handpuppenspieler Max Jacob (1888–1967), der im Puppenspielhaus (Max-Jacob-Straße) seine Wirkungsstätte hatte. Jedes Jahr findet Ende Mai in Hohnstein das traditionelle Puppenspielfest statt.
Unterkunft
Hohnstein - Hotel Weißer Hirsch, Obere Str. 1, Tel. 035975/8630, www.ran-an-die-bastei.de Parkhotel Ambiente, Waldstr. 26, Tel. 035975/8620, www.hotelambiente.com
Tourismusbüro
Touristinformation Hohnstein, Rathausstr. 9, 01848 Hohnstein, Tel. 035975/86813, gaesteamt@hohnstein.de, www.hohnstein.de
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