Über den Kickelhahn nach Stützerbach

Streckenwanderung, vorwiegend auf bequemen Wegen mit drei steilen Anstiegen. (Autor: Tassilo Wengel)
Wir starten in Ilmenau am Museum im Amtshaus, gehen – aus dem Museum tretend nach rechts – zum Rathaus und durch die Obertor-Straße zum Friedhof. Hier verlassen wir kurz den offiziellen Goethewanderweg, indem wir am Friedhof entlang aufwärts gehen, schwenken bei der Vorfahrtsstraße nach rechts und treffen wieder auf den Goethewanderweg. Wir biegen kurz danach links in die Neue Marienstraße, folgen dann der Straße Zechenhaus nach rechts und schwenken oben nach links, um dem Weg Mittlerer Berggraben in den Wald zu folgen. Nach knapp 30Min. wandern wir nach rechts aufwärts zum Oberen Berggraben. Wir nehmen den Goethewanderweg nach links, dann nach rechts und queren auf einem Pfad eine Schonung, bevor wir zur Berthaquelle im Wald gelangen. Sie wurde 1854 gefasst und bietet sich als Rastplatz an. Nachdem wir steil aufwärts gewandert sind, überqueren wir einen Weg und erreichen bald den Schwalbenstein mit Schutzhütte, dessen Fuß ein Medaillon mit dem Reliefbild Goethes ziert. Unser Blick reicht vom Schwalbenstein auf Manebach und den Kickelhahn gegenüber.
Von der Hütte kommend halten wir uns links und wandern auf einem schönen Hangweg zu einem Schotterweg, auf dem wir zum Schöffenhaus gelangen. Hier folgen wir dem breiten Fahrweg hinter der Gaststätte links auf eine Erhebung, schwenken dort nach links, biegen beim folgenden Wegweiser noch einmal links und gehen auf einem Forstweg zur Marienquelle hinab. Nach etwa 200m verlassen wir den Forstweg nach links und gehen auf einem schmalen Weg zu einer Gabelung.
(Variante: Rechts abbiegen und zum Emmastein im Wald gehen, den Goethe 1777 zeichnete. Der Weg trifft dann wieder auf den Goethewanderweg.)
Wir folgen dem Goethewanderweg an der Gabelung weiter und kommen nach Manebach. Nach der Kirche schwenken wir nach links in die steil abwärts führende Straße, überqueren die Bahnlinie in Manebach sowie die Schleusinger Straße und folgen beim Wegweiser eine Treppe aufwärts. An einer Bank schwenken wir nach rechts und kommen auf allmählich ansteigendem Weg zum Abzweig zur Höhle am Großen Hermannstein (45Min.). Die Höhle gehörte zu bevorzugten Aufenthaltsorten von Johann Wolfgang von Goethe. Nach diesem kurzen Abstecher gehen wir weiter aufwärts, schwenken am Hermannstein nach links und überqueren eine Schotterstraße. Wir steigen weiter aufwärts, folgen an der nächs-ten Gabelung dem Hinweis Goethewanderweg und kommen zum Goethehäuschen (1Std.). Hier schrieb Goethe am 6. September 1780 an die innere Bretterwand die Verse »Über allen Gipfeln ist Ruh ...« aus Wanderers Nachtlied. In 15 Min. ist der Kickelhahn mit dem imposanten Aussichtsturm erreicht. Nach der Turmbesteigung folgen wir dem Wegweiser zum Jagdhaus Gabelbach auf schmalem Weg durch den Wald bis zur Gabelung, halten uns rechts und gelangen auf einen breiten Weg. Dort schwenken wir nach links und stehen bald am Jagdhaus (2Std.), das 1783 erbaut wurde und das Goethe öfter besuchte. Heute lädt es als Museum mit Festsaal und historischen Zimmern zur Besichtigung ein.
Hinter dem Jagdhaus zweigen wir nach rechts ab, gehen oberhalb des Berghotels Gabelbach durch den Wald und stoßen auf eine Fahrstraße. Ihr folgen wir nach rechts zur Hirtenwiese. Am Ende müssen wir auf den zweiten Abzweig achten, wo der Goethewanderweg nach rechts (Schild am Baumstumpf) vom Hauptweg als Pfad abzweigt. Im Wald halten wir uns nach gut 100m links, kommen zur Straße und folgen dieser 450m nach rechts, bevor wir die Straße wieder nach links verlassen. Nun wandern wir abwärts ins das Schortetal. An der ersten Kreuzung schwenken wir nach rechts, an der zweiten gehen wir geradeaus weiter über eine Lichtung und gelangen abwärts. Bevor der Weg wieder aufwärts führt, gehen wir nach rechts über eine kleine Brücke und kommen zum Knöpfelstaler Teich. Wir wandern am Ufer entlang und schwenken beim Wegweiser »Finsteres Loch, Auerhahn« nach rechts. Vom Finsteren Loch steigen wir aufwärts zum Gasthof Auerhahn, wo wir auf die Straße treffen, die nach Stützerbach führt. Wir folgen dieser und verlassen sie bei einer Kleingartenanlage nach links und gelangen an einer Skisportlerhütte vorbei zum Schlossberg. Vom Rand der Wiese bietet sich ein herrlicher Blick auf Stützerbach. Wir folgen nun dem Goethewanderweg von einer Bank aus abwärts und treffen bei den ersten Häusern von Stützerbach auf einen Fahrweg. Hier halten wir uns rechts und gelangen in den Ort. Am Goethehaus endet der Goethewanderweg. Von Stützerbach fährt der Bus zurück nach Ilmenau.

Wanderwege Thüringer Wald

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Höhenunterschied820 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktIlmenau, Amtshaus.
EndpunktStützerbach, Goethehaus.
TourencharakterSchon Goethe wanderte gern in der Umgebung von Manebach. »Die Gegend ist herrlich, herrlich ...« schwärmte er und genoss zahlreiche Ausflüge auf die umliegenden Höhen. Besonders häufig war er auf dem Kickelhahn, wo er in einer kleinen Schutzhütte die berühmt gewordenen Verse »Über allen Gipfeln ist Ruh« an die Wand schrieb.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte Schmiedefeld, Frauenwald und Stützerbach, Maßstab 1:30000, grünes herz, verlag für tourismus oder Fritsch-Wanderkarte Nr.47 1:50000, Östlicher Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge.
Markierungen»G« für Goethewanderweg.
VerkehrsanbindungVon der Autobahn A4 bis Erfurter Kreuz, Autobahn A71 Abfahrt Ilmenau-Ost, auf der B87 nach Ilmenau; Busverbindung mit Erfurt und Suhl.
GastronomieUnterwegs: Schöffenhaus (Mi Ruhetag), Gaststätte auf dem Kickelhahn, Hotel Gabelbach; Manebach: Gaststätte und Café Glück auf, Schleusinger Straße 74.
Tipps
Goethehaus und Glasmuseum. In Stützerbach lädt das Goethehaus mit Glasmuseum in der Sebastian-Kneipp-Straße 18 zu einem Besuch ein. Hier weilte Goethe zwischen 1776 und 1780 oft. Erhalten sind Wohn- und Arbeitszimmer Goethes mit zahlreichen Dokumenten und Handschriften. Im kleinen Glasmuseum kann sich der Besucher über die Geschichte der Herstellung von technischem Glas informieren und das Glasblasen als traditionelles Handwerk erleben. Geöffnet vom 15.März bis 15.Oktober von 9:00–17:00Uhr, vom 26.Oktober bis 14.März von 10:00–16:00Uhr, Mo und Di geschlossen, Tel. 036784/50277.
Unterkunft
Ilmenau: Hotel »Lindenhof«, Tel. 03677/68000, www.hotel-lindenhof.de; Hotel »Tanne«, Tel. 03677/6590, www.hotel-tanne-thueringen.de; Hotel «Zur Sonne«, Tel. 03677/465838, www.hotel-sonne-ilmenau.de
Tourismusbüro
Ilmenau-Information, Lindenstraße 12, 98693 Ilmenau, Tel. 03677/202358, Fax 03677/202502, E-Mail: stadtinfo@ilmenau.de, Internet: www.ilmenau.de

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