Über den Halleranger zur Speckkarspitze

Scharnitz – Hinterautal – Kastenalm – Halleranger – Speckkarspitze und zurück: Abwechslungs- und aussichtsreiche Zweitagestour, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Für das lange Hinterautal bietet sich Fahrradbenutzung an. (Autor: Michael Pröttel)
1. Tag: Wie bei Wanderung 27 bis zur Gabelung vor der Kastenalm. Hier wendet man sich nach rechts und lässt, falls man ein Fahrrad dabei hat, dieses kurz darauf stehen (3:15 Std., 1768 m). Der nun schmalere, aber weiterhin gute Weg wird recht steil, bevor das Gelände kurz vor der Alm Lafatscher Niederleger wieder flacher wird. Weiterhin geht es angenehm flach dem Lafatscher Bach folgend nach Osten. Man tritt ein zweites Mal aus dem Wald heraus und sieht vor den Wiesen der Kohler Alm die riesige Felsverschneidung des Lafatschers. Hinter der Kohler Alm gabelt sich der Weg: Wer auf der frei gelegenen Hallerangeralm übernachten will, wählt den linken Weg, wer auf dem im Wald gelegenen Hallerangerhaus schlafen möchte, hält sich rechts (4:45 Std., 1768 m).
2. Tag: Von der Hallerangeralm geht man nach Süden in den Wald und steht bald vor dem Hallerangerhaus. Von hier führt ein guter Fußweg nach Süden und an den Kletterwänden der Speckkarspitze vorbei. Nachdem der Weg eine Rinne überquert hat, wendet er sich nach Westen, um sogleich wieder in südliche Richtung auf das Lafatscher Joch zuzuhalten. Ungefähr 600 Meter vor dem Joch wendet man sich nach links und gewinnt auf einem markierten Pfad in der Westflanke der Speckkarspitze schnell an Höhe. Zum Schluss steigt man dem Gratverlauf folgend in südliche Richtung weiter (Drahtseile, Stellen I) und erreicht – immer wieder die Hände zu Hilfe nehmend – schließlich den höchsten Punkt (7:30 Std., 2621 m). Von der Speckkarspitze bietet sich ein beeeindruckender Ausblick auf das 2000 Meter tiefer gelegene Inntal und den gegenüber liegenden Alpenhauptkamm. Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg (13 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour43 km
Höhenunterschied1700 m
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktScharnitz
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterFür die Besteigung der Speckkarspitze bieten sich zwei Alternativen an: Entweder man benutzt das Hinterautal als Hin- und Rückweg, wobei man dann am besten mit dem Rad bis zur Kastenalm fährt. Diese Variante hat den Vorteil, dass man am Rückweg in die junge, kalte Isar springen kann. Oder man wandert nach der Gipfelbesteigung weiter nach Süden und gelangt über die Bettelwurfhütte nach Hall im Inntal. Diese Variante bietet sich natürlich für all jene an, die mit der Bahn ins Gebirge reisen.
Beste Jahreszeit
KartentippWK 323 »Karwendel – Mittenwald«, 1:50 000, Freytag & Berndt.
MarkierungenZuerst 224, dann 223.
VerkehrsanbindungMit dem Auto über die A 95 nach Garmisch. Von hier weiter auf der B 2 an Mittenwald vorbei nach Scharnitz. Mit dem Zug von München über Garmisch und Mittenwald nach Scharnitz. (Variante: Von Hall über Innsbruck nach München).
GastronomieHallerangeralm, Hallerangerhaus.
Unterkunft
Hallerangeralm (privat) 1770 m, Tel. 0043/5213/52 77, Internet: www.hallleranger-alm.at bzw. Hallerangerhaus (DAV), 1768 m, Tel. 0043/5213/53 26; beide von Anfang Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet.
Tourismusbüro
Scharnitz.

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