Über das Laufbacher Eck ins Oytal

Eine lange Tagestour, die an einigen Stellen Trittsicherheit erfordert. Vom blumenreichen Bergkamm bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke über die Allgäuer Bergwelt und beeindruckende Nahblicke zu den imposanten Steilabstürzen der Höfats. (Autor: Bernhard Irlinger)
21 km
720 m
7.00 h
Vor der Bergstation (Station Höfatsblick) der Nebelhornbahn gehen wir am Edmund-Probst-Haus (1932m) vorbei und halten uns nach wenigen Metern links (Wegweiser Oytal, Laufbacher Eck, Prinz-Luitpold-Haus). Auf dem Fahrweg kurz abwärts und dann links (Wegweiser Laufbacher Eck, Zeigersattel) zum nahen Zeigersattel hinauf.
An der Gabelung zweigen wir links ab (Wegweiser Laufbacher Eck, Prinz-Luitpold-Haus) und wandern auf schmalem Steig durch die Westflanke des Großen und des Kleinen Seekopfs zu einen aussichtsreichen Sattel hinauf. Vor allem bei Nässe ist auf den erdigen Wegen Trittsicherheit gefragt. Wir queren durch den Westhang des Schochen auf seinen Südwestkamm. Der Weg biegt nach links und führt uns nahe der 2000-Meter-Marke durch die schrofig-steilen Südabstürze von Schochen und Lachenkopf auf den steilwandigen Schneck zu. Wenige Minuten nach einer seilgesicherten Stelle erreichen wir einen Sattel. In Serpentinen zieht der Weg hinauf zum Laufbacher Eck (2178m).
Jenseits führt uns der Weg im Zick-Zack abwärts und knickt bald nach rechts. Der Abzweig zur nahen Bergwachthütte bleibt links von uns liegen und wir wandern geradewegs zur Wegkreuzung an der Zmerchwand, von der wir rechts (Wegweiser Himmeleck, Oytal) zum Himmelecksattel (2007m) hinaufsteigen. Der Weg führt uns dahinter unter den Westabstürzen der Wildengruppe abwärts zur Wildenfeld-Hütte. An der Wegkreuzung halten wir uns rechts und folgen dem steilen, steinigen Steig, der uns zur bewirtschafteten Käser-Alpe hinabbringt.
Auf der Alpstraße nach rechts und bald am tosenden Stuibenfall vorbei steiler abwärts. Kurz bevor wir den flachen Talboden erreichen, kürzen wir auf einem Wanderweg eine letzte Straßenkehre ab und folgen im Anschluss der Sandstraße zum Oytal-Haus.
Wir wechseln auf die schmale Teerstraße und biegen nach der Brücke über den Oybach links in einen Wanderweg ein (Wegweiser Oberstdorf). Er führt uns durch das beschauliche Tal des Oybachs abwärts zur Trettach. Hier treffen wir auf eine breite Sandstraße, die rechts am Ufer flussabwärts läuft. Nach wenigen Minuten links über den Fluss und vor dem Café Jägerstand rechts auf einen Wanderweg. Er führt uns entlang der Trettach nach Oberstdorf, das wir nahe der Talstation der Nebelhornbahn erreichen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour21 km
Höhenunterschied720 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDie Bergstation (Station Höfatsblick) bzw. die Talstation der Nebelhornbahn; Auskunft Nebelhornbahn, Tel. 0700/55533666).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer schmale Steig, der von der Nebelhornbahn über das Laufbacher Eck in das Oytal führt, bietet unbestritten eine der herrlichsten Panoramatouren im Allgäu. Immer im Blick hat man die Höfats, das mehrgipfelige Wahrzeichen der Allgäuer Bergwelt, das mit seinen abweisend steilen Wänden und Grasflanken unnahbar über dem Oytal aufragt.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50000 des Bayerischen Landesvermessungsamtes, Blatt Allgäuer Alpen.
MarkierungenWanderwegweiser und Farbmarkierungen.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der B19 durch das Illertal nach Oberstdorf und der Beschilderung folgend zur Talstation der Nebelhornbahn am südöstlichen Ortsrand. Oberstdorf ist mit der Bahn und verschiedenen Buslinien hervorragend zu erreichen.
GastronomieEdmund-Probst-Haus, Käser-Alpe und Oytalhaus.
Tipps
Die Höfats. Wie eine Flamme züngeln die markanten, mehrgipfeligen Höfats in den Himmel und gelten als eines der Wahrzeichen des Oberallgäus. Ihr quarzhaltiges Juragestein macht die Höfats, deren gesamtes Massiv unter Naturschutz steht, zu einem weithin berühmten Blumenberg. Neben einem reichhaltigen Edelweißvorkommen bieten ihre Hänge zahlreiche botanische Besonderheiten. Die abschüssigen, mit Gras bewachsenen Steilflanken und die ausgesetzten Wände und Grate der Höfats sind in Bergsteigerkreisen berüchtigt und haben schon zahlreiche Menschenleben gekostet. Eine Besteigung bleibt daher nur sehr versierten Alpinisten vorbehalten.
Unterkunft
In Oberstdorf und im Edmund-Probst-Haus, Tel. 08322/4795.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Oberstdorf, Tel. 08322/7000; www.oberstdorf.de

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