Tuxer Riffler (3231 m)

Beim Aufstieg zur Hütte und auch auf dem Höhenweg typische alpine Steige ohne schwierige Stellen, doch teilweise steil und steinig; Gipfelaufstieg nur bescheidener Pfad über viel Geröll und Blockwerk in immer wieder steilem Gelände (Autor: Dieter Seibert)
Zum Friesenberghaus (1.45 Std.).
Vom Parkplatz zur ganz nahen Dominikushütte. Quer über einen Bacheinschnitt und dann in meist recht steilem, üppig bewachsenem Gelände zum schönen Wiesenabsatz mit der Friesenbergalm. Unter den Felsen des Alblecks hindurch und hinein ins schmale Lapenkar. Rechts des Baches in den Talschluss, schließlich mit einer nach Westen ausholenden Schleife hinauf zur Hütte in schönster Balkonlage.
Alternative über die Olpererhütte (3 Std.).
Etwa in der Mitte des Schlegeissee-Nordwestufers Abzweigung des Steiges zur Olpererhütte (2388 m), der über erst bewachsene, dann freie, stets sehr steile Hänge recht unmittelbar emporführt. Vom Haus nach Nordwesten, erst etwa eben über die Böden, dann leicht steigend durch die Hänge (höchste Stelle 2620 m), bis man oberhalb von Friesenbergsee und -hütte ist. Kurzer, steiler Abstieg zur Hütte.
Auf den Tuxer Riffler (2.30 Std.).
Von der Hütte über die Böden nach Nordwesten in den Wesendlkarsattel (2648 m, von dort in 0.10 Std. auf das Petersköpfl). Sorgfältig auf die Spuren und Markierungen (Steinmänner) achtend über einen schuttreichen Hang, dann auf dem mehr oder weniger ausgeprägten Rücken weit empor auf eine Schulter und über eine letzte Fläche, die nach oben steiler wird, zum Grat und auf den weiträumigen Gipfel, zu dem von der anderen Seite die Eisfelder des Federbettkeeses heraufkommen.
Abstieg (2.45 Std.) wie Aufstieg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied1460 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
StartortGinzling (999 m), kleiner Ort im malerisch mit Felsblöcken und einem wasserreichen Wildbach geschmückten Zemmtal
AusgangspunktSchlegeisspeicher, großer Parkplatz (1785 m) am Nordostende des Sees
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterSagen Ihnen die Namen Wesendlkarsee, ein immerhin 250 Meter langer Bergsee, und Petersköpfl (nicht das im Zahmen Kaiser!) etwas? Vielleicht kennen einige wenige den Friesenbergsee, der nicht im Friesländischen liegt, sondern in 2444 m Höhe in der Südflanke des Tuxer Hauptkammes. Wie ein riesiger Daumeneindruck in den Hängen wirkt der runde Kessel um die Wasserfläche, der von den Seewänden eingefasst wird. Und auf einem Geländeabsatz davor thront der massive Steinbau des Friesenberghauses (2477 m). Die großen Gipfel im Norden, die Gefrorene-Wand-Spitzen und der Tuxer Riffler, schaffen einen »beschützenden« Hintergrund, während gegen Süden die Sicht völlig frei ist. Man überblickt den höchsten Teil der Zillertaler Alpen mit den wilden Felsgipfeln um den Großen Greiner und gewaltigen Eisbergen, etwa dem Hochfeiler (3510 m), dessen Wände aus dem Schlegeiskees herauswachsen.
Die Zahl von nur 41 Schlafplätzen dokumentiert, wie wenig diese Region besucht wird. Dabei bietet schon der Hüttenzugang vom Schlegeissee, der bald durch ganz freies Gelände führt, eindrucksvolle Ausblicke. In gut zwei Stunden ist der Aufstieg geschafft, es bleibt also genug Muße, die Zeit am Ufer des Friesenbergsees zu verträumen oder auf dem anfangs erwähnten Petersköpfl (2677 m, 0.30 Std.) das Panorama zu studieren. Aber man kann auch erst zur Olpererhütte (2388 m) emporsteigen und dann dem Höhenweg zwei Stunden lang folgen, um auch so an sein Ziel zu kommen. Die Tour am nächsten Tag prägen dann die typischen Merkmale des »Urgesteins« in den Zentralalpen - Anfangs führt die Route noch über alpine Matten, dann wird das Gelände immer steiniger, im oberen Teil des Südgrates, der sich oft mehr als weiträumiger Rücken denn als ausgeprägte Schneide präsentiert, dominiert sogar völlig das Blockwerk.
Hinweise
Siehe Tour 44 in Karte.
KartentippAV-Karte, Blatt 31/3 (Brennerberge)
VerkehrsanbindungVom Inntal bei Jenbach nach Süden durchs Zillertal nach Mayrhofen, von dort nach Ginzling und durch den gesamten Zemmgrund zum Breitlahner. Auf gut ausgebauter Serpentinenstraße zum Schlegeisspeicher (Maut)
Höchster Punkt
Tuxer Riffler (3231 m)
Unterkunft
Friesenberghaus (2477 m), DAV, 41 Schlafplätze, Tel. - 0676/7497550

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