Triberger Wasserfälle und Bregquelle

Von den höchsten Wasserfällen zur höchsten Donauquelle.
Wald- und aussichtsreiche Höhenwanderung auf fast durchgehend bequemen Wegen, lediglich an den Wasserfällen sind die schmalen Wege steil, feucht und steinig. (Autor: Chris Bergmann)
21 km
400 m
5.00 h
Triberger Wasserfälle.
Drei ausgeschilderte Rundwege stehen an den Triberger Wasserfällen zur Auswahl - der kurze Kaskadenweg (45 Min., 100 m Höhenunterschied), der Kulturweg (60 Min., vorbei an der Wallfahrtskirche, dem Mesnerhäuschen und dem Schwarzwaldmuseum) und der Naturpfad (90 Min.). Wer am Parkplatz am Schwarzwaldmuseum aufbricht und den Wasserfällen bis zum Ausgang am Parkplatz/Bushaltestelle Adelheid hinauffolgt, überwindet 210 Höhenmeter, begleitet vom Rauschen der Wasserfälle. Die Wasserfälle sind wegen der Ionisierung der Luft auch heilsam bei Erkältungs- und Asthmaerkrankungen. Auch im Winter bieten die Wasserfälle ein faszinierendes Bild, allerdings ist dann wegen der Vereisung der steilen Wege Vorsicht geboten. Die Triberger Wasserfälle sind abends bis etwa 22 Uhr illuminiert.
Zum Blindensee.
Von der Adelheid, dem oberen Ausgang der Triberger Wasserfälle – auch hier befinden sich ein Parkplatz und eine Bushaltestelle –, führt die Markierung »blaue Raute« nach Queren der Bundesstraße im Wechsel von Wald und aussichtsreichen Wiesen über die Reinertonishöhe und senkt sich zur Kreuzung mit dem Schwarzwald-Radweg hinab. Wer hier links geht, gelangt zum (ehemaligen) Museums-Schwarzwaldhof Reinertonishof – er war einer der ältesten (1619) erhaltenen Heidenhöfe im Schwarzwald und stand als Kulturdenkmal unter Schutz, 2006 wurde dieses unersetzliche Schwarzwaldkulturgut in einer der Aufsehen erregendsten Brandstiftungen der letzten jahrzehnte vernichtet – und kann über die Weißenbacher Höhe abkürzen, während unsere Route geradeaus führt und nach Überqueren der Blindenhöhe beim Herrenkreuz auf den Westweg mündet (rote Raute). Ihm folgen wir ganz kurz links und zweigen links zum Blindensee ab. Der sagenumwobene Blindensee ist ein von Wald umgebener Hochmoorsee im Blindenseemoor auf der Schönwalder Hochfläche zwischen Elz- und Gutachtal. Ein Bohlensteg führt durch zum Teil hallenartige Moorwälder zu diesem idyllischen See, dessen Name sich vom 1908 abgerissenen Blindenhof ableitet. Wegen des vermoorten Untergrunds lässt sich die Wassertiefe des Sees nicht ermitteln, in etwa 60 cm Tiefe beginnt die erste dünne Schlammschicht ohne festen Grund. Die Energieindustrie hat an diesem schönen Ort ein 78 Meter hohes Windkraftrad errichten lassen.
Martinskapelle und Bregquelle.
Kurz nach Passieren des Blindensees mündet der Moorweg an der Vorderen Vogte wieder auf den Westweg, dem wir erneut links folgen und ihn bald wieder verlassen: Die »gelbe Raute« führt rechts an der Wendelinkapelle vorbei durch die aussichtsreichen Wiesenhänge hoch über dem jungen Tal der Elz, überquert die Elz am Korallenhäusle und führt talaufwärts zum Briglirain sowie – nun wieder auf dem Westweg – an der Elzquelle vorbei zur Martinskapelle an der Bregquelle, der obersten Donauquelle. Von der Martinskapelle gehen wir kurz zurück, zweigen links (blaue Raute) zur Loipenhütte Martinskapelle (Parkplatz) ab und folgen der »gelben Raute« rechts hinab ins Elztal und den Wiesenhang hinauf zum Parkplatz Weißenbacher Höhe. Hier führt die »blaue Raute« Richtung Triberg. An einer Wegekreuzung mit Sitzbank zweigt rechts die »gelbe Raute« ab und führt hinab nach Weißenbach und von dort durch aussichtsreiche Wiesenfluren nach Schönwald. Dort fährt der Bus zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour21 km
Höhenunterschied400 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortTriberg (680 m), heilklimatischer Kurort an den Triberger Wasserfällen im mittleren Schwarzwald.
AusgangspunktUnterer Eingang zu den Triberger Wasserfällen an der B 500 Triberg– Schönwald; hier auch Parkplätze.
EndpunktOrtsmitte von Schönwald; direkter Busverkehr zurück nach Triberg.
TourencharakterDer Wanderweg von den Triberger Wasserfällen über den Blindensee und die Bregquelle nach Schönwald wurde Bundessieger im Wettbewerb »Erlebniswanderungen in Deutschland« – eine äußerst abwechslungsreiche Wanderung mit herrlichen Ausblicken in den Hochlagen. Schon der Auftakt der Wanderung ist ein Hochgenuss - An den Triberger Wasserfällen stürzt die Gutach in sieben Kaskaden 163 Meter über schroffe Granitfelsen und bildet den höchsten Wasserfall Deutschlands. Vor allem während der Schneeschmelze und nach starken Regenfällen tosen enorme Wassermassen durch das schluchtartig eingeschnittene Tal. Die Wege längs der sieben Fallstufen bieten ein einmaliges Naturerlebnis, Lehrtafeln informieren über Tiere, Pflanzen, Geologie und Geschichte.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte 1 - 50000 Blatt 506 Titisee-Neustadt/Naturpark Südschwarzwald, Blatt 2 (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg).
VerkehrsanbindungA 5 Frankfurt–Basel bis zum Kreuz Offenburg, weiter auf der B 33 Richtung Offenburg bis Triberg. Mit der Schwarzwaldbahn nach Triberg, dort vom Bahnhof mit dem Bus Richtung Schönwald (Buslinie Triberg – Schönwald – Furtwangen).
GastronomieTriberg, Martinskapelle, Weißenbach, Schönwald.
Tourismusbüro
Tourist-Information Triberg, Wallfahrtstr. 4 (im Schwarzwaldmuseum), 78098 Triberg im Schwarzwald, Tel. 07722/866490, www.triberg.de. Tourist-Info Schönwald im Schwarzwald, Franz-Schubert-Straße 3, 78137 Schönwald im Schwarzwald, Tel. 07722/860831, www.schoenwald.net und www.dasferienland.de

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