Thalerjoch, Frechjoch und Veitsberg

Sehr nette, kurze und kurzweilige Bergwanderung, die jedoch Trittsicherheit verlangt; schöne Aussicht von allen drei Gipfeln. (Autor: Horst Höfler, Gerlinde M. Witt)
8 km
450 m
4.00 h
Aufstieg zum Thalerjoch Von der Ackernalm südlich, dann östlich auf Fahrweg zur Grabenbergalm. Von dort in Südrichtung über Wiesen (dürftige Pfadspuren, aber rote Markierung) in den Wald und auf steilem, teilweise schrofigem Steig bis unter die Thalerscharte. Man erreicht sie auf reizvollem, im oberen Teil durch Schrofen unterbrochenem Steig. Von der Scharte (1688 m) rechts (westlich) auf steilem Pfad über Gras und durch Latschen auf das Thalerjoch.Übergang zu Frechjoch und Veitsberg Zurück in die Thalerscharte und östlich auf dem latschenbewachsenen Kamm zuerst auf das Frechjoch und unschwierig weiter zum Veitsberg. Abstieg - Auf den Anstiegswegen.

Dauer - Ackernalm – Thalerjoch 1.30 Std.; Thalerjoch – Veitsberg 45 Min.; Veitsberg – Ackernalm 1.15 Std. Höhenunterschied: Ackernalm – Thalerscharte 358 m; Thalerscharte – Frechjoch – Veitsberg gut 100 m.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied450 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSiehe Tour 22.
TourencharakterWo hören die Bayerischen Voralpen auf, wo gehen die Brandenberger Alpen an? So ganz einfach ist dies nicht zu beantworten. Das Hintere Sonnwendjoch (Tour 22) gilt eindeutig als ein Berg des Mangfallgebirges, das wiederum Teil der Bayerischen Voralpen ist. Das zumindest von seiner Vorderseite gesehen mächtige Hintere Sonnwendjoch geht man üblicherweise von der zahmen Hinterseite aus an, also von der Ackernalm. Aber von dort steigt man auch auf die parallel südlich zum Sonnwendjochkamm stehenden Erhebungen Thalerjoch, Frechjoch und Veitsberg. Vom geologischen Standpunkt aus gesehen ist eh alles ein und dasselbe. Aus geografischer Sicht gibt's keine klare Trennung – wie zum Beispiel eine in Form der Brandenberger Ache, die das Rofangebirge zweifelsfrei von den Brandenberger Alpen scheidet. Und doch werden beide als eins gesehen – von den Verfassern des entsprechenden AV-Führers. Das sind durchaus kompetente Leute. Also beuge ich mich dem Diktat des offiziellen Führerwerkes und ordne halt die liebenswerten Gipfelchen Thalerjoch, Frechjoch und Veitsberg in Gottes Namen den Brandenberger Alpen zu. A große Bergtour is net – und muaß ja a koane sei. Aber eine schöne Wanderung ist der Besuch dieser drei Kammpunkte auf jeden Fall. Der Rundumsicht kann man getrost das Prädikat »erste Sahne« zubilligen. Hinunter nach Landl, zum Kaiser, in die Kitzbüheler, auf Zentralalpenfirne, ins Rofan, und, und . . . Aber solche Aufzählungen sind langweilig. Hinaufspazieren, selbst schauen, rasten, staunen. Das sind Glanzpunkte, das ist reines Gold im Leben. Das gehört mit zu den schönen Dingen, die man sich – wie Reinhard Karl es einmal ausdrückte – in seine »geistige Glasvitrine« legt. Vielleicht haben Sie ja mittlerweile die Wanderung übers Wildenkar- zum Schönfeldjoch unternommen. Der Aufstieg von der Grabenbergalm in die Thalerscharte erinnert mich ob seiner Kurzweiligkeit stark an den Weg von der Hintertoralm zum Wildenkarsattel. Selbstverständlich wird man alle drei Gipfelpunkte ersteigen. In welcher Reihenfolge – das spielt keine Rolle. Aber - Nur net frech werd'n – auf dem Frechjoch. Der Veitsberg ist um einen geschlagenen Meter höher . . .
Beste Jahreszeit
KartentippÖsterreichische Karte Blatt 89 (Angath), 1 - 50 000.
VerkehrsanbindungVon Norden auf der B 307 nach Bayrischzell, von dort südlich (Richtung Kufstein) ins Ursprungtal. Von Süden über Kufstein, Vorderthiersee, Landl und Ursprungpass dorthin. Nächstgelegene Bahnstation ist Bayrischzell. Von dort Busverbindung ins Ursprungtal mit Haltestelle »Beim Schweren Gatter«. Die Ackernalm-Mautstraße (deutliche Beschilderung) beginnt zwei Kilometer südlich der Landesgrenze, zwischen dieser und dem Ort Landl.
GastronomieSiehe Tour 22.
Unterkunft
Ackernalm (1383 m), privat, bewirtschaftet etwa von Mitte Mai bis Ende Oktober, 30 Schlafplätze.

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