Tegelberg und Schönleitenschrofen

Im Reich der Paraglider Bergwege ohne nennenswerte Schwierigkeiten, ein paar steinige Stellen, am Gipfel wenige Felsmeter. (Autor: Dieter Seibert)
16 km
1000 m
4.00 h
Vom Tegelberg zum Schönleitenschrofen (1707 m) Von der Bergstation der Bahn wandern wir um das Tegelberghaus herum in die Nordflanke und hinab zum Sattel am Grüble. Von dort führt ein kleiner Steig nach Osten wieder empor zum Latschenkopfsattel und in weitem Bogen hinüber zum Fuß des Spitzigschröfles. Südlich des Grats (Roßgern) geht es zwischen malerischen Felsen und alten Fichten in den tiefsten Sattel (1586 m) hinab, südlich um Punkt 1649, dann auf und neben dem Grat, am Schluss über einige Felsen, auf den Schönleitenschrofen. Abstieg zur Drehhütte Auf dem Aufstiegsweg wandern wir zurück in den tiefsten Sattel. Dort gelangen wir nach Norden hinunter auf die schöne Lichtung des Vorderen Mühlbergerälpeles. Links geht es kurz wieder empor auf die Geländeschulter neben dem Pechkopf und hinab zur Drehhütte (1210 m) auf einem kleinen Boden, über dem eindrucksvoll das Spitzigschröfle aufragt. Von der Drehhütte passieren wir noch die Brücke über den nahen Kesselgraben, dann stehen zwei Rückwege zur Wahl - Entweder gehen wir – bequemer und kürzer – stets auf der Forststraße (im unteren Abschnitt Abschneider auf Fußwegen) über freies Gelände und durch Wald zum Parkplatz. Dort zweigen wir links ab, wandern über die Wiesen zur Straße und kurz wieder empor zur Talstation. Oder wir steigen kurz neben dem Bach aufwärts, dann rechts durch Wald um einen ausgeprägten Geländerücken und hinüber in einen Sattel mit der zeitweise bewirtschafteten Rohrkopfhütte (1320 m). Im Wald geht es hinab in die Lücke vor der Hornburg, links hinunter in eine Mulde und neben dem Rautbach zurück zur Talstation. Branderschrofen (1879 m) und Gelbe Wand Von der Bergstation leitet ein breiter, sehr viel begangener Weg über den Hang empor zum Grat, der am Schluss steil und schmal zum Gipfel führt (30 Min.). Danach geht es zurück zur Bergstation und zum Tegelberghaus knapp unterhalb. Unter ihm biegen wir nach rechts ab und gelangen rasch hinab auf eine Schulter. Hier zweigen wir links ab (Richtung Hohenschwangau), gehen bald jedoch wieder abwärts. Es folgt der Gang durch die Steilstufe zwischen Gelber Wand und Torkopf mit vielen gut gesicherten Schrofenstellen und malerischen Felszacken. Schließlich wandern wir durch Wald und über Lichtungen hinab zur Talstation (Abstieg ab Branderschrofen gut 2 Std., Trittsicherheit wichtig). Mit Familie und Kindern Dies ist ein ideales Gelände für die Familie, gibt es doch Möglichkeiten in den verschiedensten Längen und Schwierigkeiten. So kann man zum Beispiel rasch den seine Umgebung weit überragenden Branderschrofen erreichen. Eine ungewöhnlich spannende Route ohne viel Anstrengung wäre ein Abstieg durch die Gelbe Wand, der aber Geschicklichkeit erfordert. Noch ein Tipp für einen kleinen Berg mit großer Aussicht auf die Seen: Von der Talstation in knapp 1 Std. auf großen und kleinen Wegen auf die Hornburg (1164 m).

Dauer - Gesamtgehzeit 4 1/4 Std. Zugang zum Schönleitenschrofen knapp 2 Std. Abstieg zur Drehhütte 1 1/4 Std. Rückkehr zur Talstation gut 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied1000 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchwangau (796 m), Ferienort zwischen Forggensee und den Königsschlössern. Aus der Ortsmitte 1,8 km zum Bergfuß mit der Seilbahn-Talstation (820 m).
TourencharakterZwei Gesteinsarten geben dem Tegelberggebiet sein malerisches, abwechslungsreiches Aussehen. Da gibt es die Berge aus Hauptdolomit, die man an den stark verwitternden, geröllreichen Schrofenflanken erkennt, und jene aus dem viel widerstandsfähigeren Wettersteinkalk, der sich als schmale Schicht von der Gelben Wand bis zum Schönleitenschrofen hinzieht und für manch auffallendes Felsgebilde wie das Spitzigschröfle (auch Kapuziner genannt) sorgt. Wir bieten zwei Möglichkeiten an - eine Spritztour zum Branderschrofen mit besonders spannendem Abstieg durch die Gelbe Wand und – als »Hauptmahlzeit« – eine deutlich längere Rundtour mit dem Schönleitenschrofen als Höhepunkt. Das Besondere der Region: faszinierende Tiefblicke auf die zahlreichen Ostallgäuer Seen.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte des Bayerischen Landesvermessungsamt 1 - 50000, Blatt Füssen und Umgebung.
VerkehrsanbindungVon Norden oder von Füssen jeweils auf der B 17. Busverkehr auf den gleichen Strecken.
GastronomieTegelberghaus (1707 m), privat, 30 Schlafplätze, Tel. 08362/8980. Drehhütte (1210 m), privates Berggasthaus.
Höchster Punkt
Branderschrofen (1879 m) Schönleitenschrofen (1707 m)
Unterkunft
Wie Einkehr.
Tourismusbüro
Tourist Information Schwangau, Münchener Str. 2, 87645 Schwangau, Tel. 08362/81980, E-Mail: info@schwangau.de.
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