Tanzbödeli, 2125 m

Recht alpine Wanderrunde im innersten Lauterbrunnental; Trittsicherheit und etwas Ausdauer unerlässlich. Viel unberührte Natur, große Schau auf Drei- und Viertausender. (Autor: Eugen E. Hüsler)
12 km
1400 m
5.00 h
Von der Station der Schilthornbahn (1363 m) spaziert man durch das Dörfchen Gimmelwald und folgt dann dem Sträßchen, das leicht fallend in das vom mächtigen Gspaltenhorn (3436m) überragte Sefinental führt. Kurz vor den Hütten »Im Tal« (1259 m) links hinunter und auf solider Brücke über die Sefinen Lütschine. Der weiß-rot-weiß markierte Weg steigt im Busenwald steil an, überwindet einen Felsriegel und mündet dann in einen seichten Graben. Im Zickzack hinauf zum Busenbrand und weiter in das weite Almgelände der Busenalp mit bemerkenswertem Arvenbestand. Am Gsodboden steht die im Sommer nett bewirtschaftete Busenalphütte (1841 m; Abstecher 1/2 Std.) mit Prachtblick auf das Sefinental und seine Kulisse. Noch umfassender ist die Aussicht vom Tanzbödeli (2125 m; 3 Std.), zu dem man vom Grat (1978 m; Wegzeiger) in etwa einer halben Stunde aufsteigt. Von dem Wiesenboden präsentieren sich die Hochgipfel über dem inneren Lauterbrunnental von der Jungfrau (4158 m) über das Mittaghorn (3892 m) bis zum Tschingelhorn (3562 m).
Diese Schau genießt man auch am Weiterweg, der an abschüssiger Bergflanke zunächst flach, dann absteigend nach Obersteinberg (1778 m; 3:45 Std.) führt. Zwanzig Gehminuten weiter talauswärts steht jenseits des Schluchgrabens das Berghotel Tschingelhorn (1678 m). Hier beginnt der eigentliche Talabstieg, der in vielen Kehren über die verlassene Walsersiedlung Ammerta hinunterzieht nach Trachsellauenen (1202 m). Abseits der Straße wandert man talauswärts nach Stechelberg (910 m) und zurück zur Talstation der Schilthornbahn (5:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1400 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGimmelwald (1363 m).
EndpunktTalstation der Schilthorn-Seilbahn (862 m) in Stechelberg.
TourencharakterAm urtümlichsten und vom modernen Tourismus noch kaum tangiert zeigt sich das Lauterbrunnental ganz hinten, wo es Ammertental heißt. Hier ist das schöne Wort vom Einklang zwischen Mensch und Natur nicht bloß ein Werbeslogan, an den Bergen hängen keine Drahtseile, Straßen gibt es kaum, und die wenigen Gasthäuser sind heimelig-altertümliche Rifugien. Umso eindrucksvoller ist die Kulisse, felsig-wild, übersteil und blank gescheuert vom Gletschereis die Hänge, Geröllmassen im Talgrund, dazwischen rauscht das Wasser. Besiedelt wurde Ammerten im Spätmittelalter vom Lötschental her. Ammerta, heute nur mehr eine Sommeralm, war einst eine ständig bewohnte Siedlung.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 264T »Jungfrau« mit Wanderwegeaufdruck; Landeskarte 1:25 000, Blatt 1248 »Mürren«; Kompass 1:50 000, Blatt 84 »Jungfrau-Region«.
MarkierungenGelb und weiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungZwischen Lauterbrunnen (Bahnhof) und Stechelberg verkehrt ein Linienbus. Die Seilbahn Stechelberg – Gimmelwald verkehrt im Halbstundentakt ab 7.25 Uhr.
GastronomieBusenalphütte (1841 m), Trachsellauenen (1202 m).
Informationen
Kleine Variante: Bergabwanderung Gimmelwald – Sefinental – Stechelberg, 2 Std.
Unterkunft
Hotel Obersteinberg (1778 m), Hotel Tschingelhorn (1678 m).
Tourismusbüro
Tourist Information Lauterbrunnen, Stutzli 460, Postfach 23, CH-3822 Lauterbrunnen; Tel. +41(0)33/856 856 8, Fax 856 856 9, E-Mail Info@lauterbrunnen.ch, Internet www.mylauterbrunnen.com

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