Stripsenjochhaus

Kurzer und einfacher Anstieg auf stark frequentierter Route, die nicht zu verfehlen ist (Autor: Siegfried Garnweidner)
10 km
590 m
2.00 h
Hüttenzustieg.
Vom Parkplatz am Ende der mautpflichtigen Straße geht es auf dem breiten Fahrweg gegen Westen hinauf. Der Weg dreht kurz nach Süden ab, wendet sich aber bald wieder gegen Westen. Gute Markierungszeichen geben uns auf dem Wanderweg die Richtung vor und führen uns nun nahe an die eindrucksvolle Fleischbank-Ostwand heran. Unter der Steinernen Rinne biegt nach links der Eggersteig ab. Dort geradeaus am breiten Wanderweg weiter, der sich zuletzt in Kehren ziemlich steil einen labilen Hang hinaufschlängelt, bis er am Stripsenjochaus endet.
Gipfelüberschreitung von Stripsenkopf und Feldberg.
Der Stripsenkopf (1807 m) ist für jeden Hüttenbesucher ein Muss und weil's so schön ist, baut man diesen Ausflug auch gleich zu einer Rundtour über den Feldberg (1813 m) aus. Das ergibt eine unschwierige Überschreitung eines langen Bergkamms, die auf weite Strecken an steilen Hängen entlangführt. Dafür muss man zusätzlich eine Aufstiegszeit von 1 1/2 Stunden und für den Abstieg noch einmal 1 1/2 Stunden einplanen. An einigen Stellen gibt es sogar Drahtseilsicherung. Schwindelfreiheit kann nicht schaden. Vom Unterkunftshaus folgt man dem markierten Steig, der sich nach Norden ziemlich steil zum Stripsenkopf hinaufwindet. Dabei wird ein kurzes Stück der Etappe sogar so grimmig wie ein Klettersteig. Solide Eisentritte und ein straff gespanntes Drahtseil dürften allerdings auch ängstlichen Naturen die Furcht nehmen. Nach einer guten halben Stunde ist der Gipfelanstieg geschafft und vom Pavillon aus, der 2002 anlässlich der 100-Jahr-Feier der Stripsenjochhütte neu errichtet worden ist, überblickt man die weitere Route recht gut. Sie führt vom Stripsenkopf hoch über wilden Hangabbrüchen nach Nordosten in einen Sattel hinab und dann in mehrmaligem Auf und Ab zum Feldberg, auf dem es sich gut rasten lässt. Vom Feldberg geht man am breiten Rücken, dem guten Steig folgend, gegen Osten hinab. Die Route führt über den langen Scheibenbühelberg und stellenweise sind die Latschen und das Gebüsch so hoch, dass man vom Weg keine Aussicht mehr hat. Trotzdem ist dieser Wegabschnitt nicht ohne Reiz. Der Gratrücken zieht sich bis zur beschilderten Wegverzweigung auf ca. 1490 Metern hin. Dort, kurz vor dem grünen Mugel (Punkt 1511 m), rechts ab und anfangs ziemlich steil, dann deutlich flacher, zur Jausenstation Untere Ranggen-alm (1226 m). Bei sonnigem Wetter wird der folgende Routenabschnitt am Südhang oft unangenehm heiß. Ein schmales Weglein führt über eindrucksvollen Abbrüchen, ständig leicht ansteigend, zur Oberen Ranggenalm (1284 m). Dort erreicht man einen Fahrweg, dem man die letzte gute halbe Stunde in Kehren zur Griesner Alm folgt.

Dauer: Auf: 1 1/2 Std. Ab: 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied590 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGriesener Alm, 988 m oberhalb von Griesenau
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDie Stripsenjochhütte steht an der Schnittstelle vom Zahmen und Wilden Kaiser in der Nähe des Stripsenjochs und dient als Unterkunftshaus auf langen Kaisertouren. Sie ist ein beliebtes Ziel für eine kurze Wanderung und somit zugleich Stützpunkt für etliche Gipfeltouren. Direkt von der Hütte zeigen sich die wildesten Kaisergipfel von ihren spektakulärsten Seiten.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1:25000, Blatt 8 (Kaisergebirge) oder Kompass Wanderkarte 1:50000, Blatt 9 (Kaisergebirge)
VerkehrsanbindungVon St. Johann oder Kössen bis Griesenau und auf Mautstraße zum Ausgangspunkt
Tipps
Gipfelangebot. Wer länger am Stripsenjochhaus bleiben will, findet eine Fülle von schönen und spannenden Bergtouren im Wilden Kaiser (Hintere Goinger Halt und Hintere Karlspitze durch die Steinerne Rinne, Kleines Törl durch das Griesener Kar oder das Kopftörl).
Informationen
Hüttensteckbrief. Höhe: 1577 m, Erbaut: 1902, ÖAV-Sektion Kufstein, Bewirtschaftet: von Mitte Mai bis Ende Oktober, 50 Betten, 130 Lager, Winterraum AV-Schlüssel, Telefon: +43(0)5372/62579, Besonderheiten: Ausbildungszentrum des ÖAV mit Lehrsaal und Kletterwand
Tourismusbüro
Kirchdorf, Tel.: +43(0)5352/6933; www.tirol.at/kirchdorf

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