Stripsenjoch (1577 m)

Sehr beliebte, aber auch enorm lange Wanderung mit einem beachtenswertem Höhenunterschied. Gipfeloption auf den Stripsenkopf (1807 m), die etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. (Autor: Siegfried Garnweidner)
15 km
1200 m
9.00 h
Vom Parkplatz folgt man dem beschilderten Weg anfangs gegen Osten, dann nach Südosten und kommt hinter der Kreuzung zu steilen Treppenstufen. Auf diesem stramm ansteigenden, breiten Bergweg nun in vielen Kehren hinauf, bis nach rund 400m Entfernung die Route deutlich abflacht und zum kleinen Parkplatz führt. Von dort auf schmalem Fahrweg im Wald über 20% steil nach Osten dahin und im weiteren Verlauf aus dem Wald heraus. Die Neigung des Wegs nimmt deutlich ab und der Veitenhof ist erreicht. Moderat ansteigend zum nächsten Gasthof, dem Pfandlhof, weiter und dann eben über freie Wiesenhänge in den Wald hinein. Im weiteren Verlauf fällt der Fahrweg etwas ab und erreicht schließlich den Kaiserbach auf 751 m Höhe. Immer auf dem Hauptweg bleibend kommt man durch zwei Felsentunnels und schließlich nach Hinterbärenbad und zum Anton-Karg-Haus auf 829 m Höhe (7,8 km; 2.30 Std.). Nun noch kurz am Sträßchen gegen Osten weiter, aber schon bald nach links auf den beschilderten Wanderweg abzweigen. Er führt durch schönen Wald zum Kaisertalbach, quert diesen und steigt zum Hans-Berger-Haus des Touristenvereins »Die Naturfreunde« an. Vom Unterkunftshaus in der gleichen Richtung weiter, kurz durch eine malerische Lichtung und dann allmählich aus dem Wald heraus und ins Latschenbuschwerk hinein. Die Schau auf die wilden Kaiserwände und die markanten Berge des benachbarten Zahmen Kaisers wird immer schöner, bis schließlich neben der Stromleitung ansteigend das Stripsenjoch und das gleichnamige Unterkunftshaus erreicht sind.
Abstieg.
Der Rückweg verläuft vom Stripsenjochhaus zum berühmten Tavonarokreuz, nach Nordwesten und unter dem Stripsenkopf in geringem Auf und Ab im Krummholz dahin. Dabei muss man ein paar Mal über steile Felsen und auch stramm abfallende Gräben queren, bis anschließend eine Hangkante erreicht ist. Auf ihr scharf rechts abdrehen und auf einem durch Überweidung ruinierten Nordhang in weitem Bogen zum Feldalmsattel (1433 m) hinunter. Dort links abzweigen und den roten Markierungspunkten folgend eine weite Talsenke sanft abfallend nach Westen hinaus.
Im Talgrund etwas links halten und allmählich in den Wald hinein. Man quert anschließend einen bewaldeten Steilhang, kommt auf eine breite Rippe und folgt ihr, bis sich diese kurz etwas aufschwingt. Dort etwas links halten, aber im Prinzip in gleicher Richtung weiter. Dann geht es im sehr steilen Waldhang ein paar Meter hinab und man kommt abermals auf einen Rücken, der aber schon bald nach rechts verlassen wird. Der schmale Pfad schlängelt sich nun enorm steil durch immer dichter werdenden Wald hinunter bis Hinterbärenbad, wo wieder das Anton-Karg-Haus und damit die Aufstiegsroute erreicht ist. Der lange Rückweg verläuft auf der Kaisertalstraße.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied1200 m
Dauer9.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz beim Schanigarten im Kufsteiner Vorort Eichelwang (500 m)
EndpunktParkplatz beim Schanigarten im Kufsteiner Vorort Eichelwang (500 m)
TourencharakterNachdem die Straße von Eichelwang ins Kaisertal im unteren Bereich nicht ausgebaut ist, verkehren im schönen Kaisertal nur die wenigen motorisierten Fahrzeuge, die mit großem Aufwand hinaufgebracht wurden. Allerdings gibt es schon lange Bestrebungen für einen Ausbau und auch entsprechende Gegeninitiativen seitens des Natur- und Landschaftsschutzes. Das Kaisertal selbst zieht sich enorm hin und führt ab dem Pfandlhof kaum aufwärts. Erst hinter dem Hans-Berger-Haus der Naturfreunde schwingt sich die Route zum Stripsenjoch auf und wird immer aussichtsreicher.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1:25000, Blatt 8 (Kaisergebirge)
MarkierungenDeutliche Wegtafeln und gelegentlich rote Punkte
VerkehrsanbindungMit dem Auto bis Autobahnausfahrt Kufstein Nord, dann ist es kaum 1 km zum Ausgangspunkt. Bahn ab Innsbruck bzw. München
GastronomiePfandlhof, Anton-Karg-Haus, Hans-Berger-Haus, Stripsenjochhaus
Tipps
Mit dem Radl. Es ist eine ziemlich mühselige Angelegenheit, ein Fahrrad von Eichelwang ins Kaisertal hinaufzuschleppen. Hat man dies allerdings geschafft, ist man der König im Sattel, denn die folgenden 7 km nach Hinterbärenbad sind wie geschaffen fürs Radfahren. Und wer die steilsten Etappen von gut 20% schiebt, braucht nicht einmal ein Mountainbike, denn die restliche Strecke ist sehr flach. Bei Auf- und Abstieg spart man mit dem Radl insgesamt rund 3 Std. Zeit.
Informationen
Auf den Stripsenkopf . Wer gar nicht ohne Gipfel auskommen kann, folgt vom Stripsenjochhaus in einem Dreiviertelstundensprint einem markierten Bergsteig nach Norden ziemlich steil und felsig zum Stripsenkopf hinauf. In dem im Jahr 2002 direkt auf dem Gipfel errichteten Pavillon lässt es sich gut jausieren. Zum Stripsenjochhaus geht man entlang der Aufstiegsroute zurück.
Höchster Punkt
Stripsenjoch, 1577 m
Unterkunft
Anton-Karg-Haus, Hans-Berger-Haus, Stripsenjochhaus
Tourismusbüro
Tourismusverband Ebbs-Buchberg, Tel. 0043/5373/42326; www.tirol.at/ebbs
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