Steineralm und Bäckeralm

Leichte Wanderungen auf Ziehwegen und Forststräßchen, die Verbindung hinüber zum Frillensee erfolgt auf Bergwanderweg. Adlgaß - Steineralm - Frillensee - Adlgaß; oder - Adlgaß - Bäckeralm - Adlgaß. (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
6 km
500 m
3.00 h
Vom Forsthaus Adlgaß zur Steineralm Vom Parkplatz in Adlgaß folgen wir wenige Meter der Forststraße in östlicher Richtung (Wegweiser) über eine kleine Brücke, halten uns zweimal rechts und folgen dem Ziehweg durch Wald, der entlang dem Frillenseebach bergwärts führt - Bald mündet von rechts der direkte Weg vom Forsthaus Adlgaß ein. Weiter auf gutem Weg bis zu einer Wegverzweigung (der rechte Abzweiger führt direkt zum Frillensee). Im schattigen Wald aufwärts zu einer Forststraße. Wir überqueren diese und folgen dem bergwärts abzweigenden Weg. Wir steigen in direkter Linie weiter durch Wald aufwärts (Ausschilderung Hochstaufen). Bei einer Verzweigung halten wir uns links, folgen weiterhin einer Forststraße, dann zweimal rechts, bis diese in einen Ziehweg mündet. Zuletzt auf Steig durch Wald hinauf bis zum Rand der großen Einsenkung, in der die Steineralm liegt. Auf Pfadspuren hinab zur idyllisch gelegenen Alm mit der kleinen Kapelle nebenan. Abstiegsrunde über den Frillensee Von der Steineralm rechts, an der Kapelle vorbei, hinauf zum Forstweg oberhalb der Wiesenmulde: Dort folgen wir rechts dem Sträßchen talwärts, bis nach einer knappen halben Stunde links der ausgeschilderte Weg zum Frillensee abzweigt. Nun eben durch Wald, dann steil hinab zum kleinen Waldsee, der sich ideal für eine weitere Rast eignet. Der See lässt sich links oder rechts umrunden, dann folgen wir dem breiten, ausgeschilderten Weg hinab nach Adlgaß. Mit einer Einkehr im alten, aus dem Jahre 1757 stammenden Forsthaus runden wir den Ausflug ab. Runde über die Bäckeralm Falls wir die Runde über die Bäckeralm unternehmen, parken wir unser Auto etwas unterhalb des letzten Parkplatzes in Adlgaß und nehmen die Forststraße links hinauf. Dabei folgen wir der Markierungs-Nummer 26. Bei der ersten Weggabelung halten wir uns links, dann folgen wir immer dem bergwärts führenden Weg, die Abzweigungen nach links und rechts ignorieren wir. Nach etwa einer Stunde Gehzeit verzweigt sich die Forststraße erneut, wir gehen rechts und nehmen bald den Pfad über die Bergwiesen direkt zur Bäckeralm. – Von der Bäckeralm auf Wanderweg rechts weiter, bis wir auf eine Forststraße treffen. Dieser folgen wir in einem Rechtsbogen (Markierungs-Nummer 29) hinab ins Tal. Kurz davor treffen wir wieder auf unseren Anstiegsweg; auf diesem zurück zum Ausgangspunkt.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied500 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz in Adlgaß (800 m), unterhalb des Forsthauses.
TourencharakterDie Steineralm – ursprünglich ein Besitz des Erzbistums Salzburg – ist eine Eigentumsalm und liegt auf der Nordseite des Hochstaufen. Bewirtschaftet wird sie von der Familie Reichenberger aus Bischofswiesen. Von dort kommt überwiegend auch das Vieh. Alljährlich wird das Pensionsvieh – die Reichenbergers haben keinen eigenen Bauernhof – per Lastwagen nach Urwies gebracht, von wo es zur Alm hinauf getrieben wird. Neben den 20 Stück Jungvieh sind das etwa fünf Kühe, einige Geißen, ab und zu auch Schweine und Federvieh. Bis vor kurzem waren sogar mehrere Haflinger auf der Alm, jetzt ist es nurmehr eines. Der alte Holzbau der Steineralm lässt sich bis Anfang 1700 zurück datieren. In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden ein neuer Stall sowie ein Anbau errichtet, in dem müde Wanderer ihr Haupt betten können. Versorgt werden diese mit almtypischen Brotzeiten sowie Suppen und Würstl. Genießen darf man das alles an Tischen auf der Freiterrasse unter einem riesigen alten Ahornbaum. Und weil auf der Steineralm auch gebuttert wird, wird Buttermilch angeboten. Für kalte Tage und bei Regen gibt es ein Stüberl zum Aufwärmen. Die Kapelle neben der Alm ist neueren Datums, sie wurde 1969 erbaut. Im Herbst, wenn die Almsaison glücklich verlaufen ist, werden die Tiere wieder nach Urwies abgetrieben, dort bekränzt und in die heimischen Ställe zurückgebracht. Auf unserem Rückweg machen wir einen Abstecher zur Wiege des Eislaufens von Inzell. Der kleine Frillensee, 922 Meter hoch gelegen und ganz von dunklem Wald umrandet, war in den fünfziger Jahren der idyllische Trainingsplatz, den man damals nur zu Fuß erreichen konnte. Die jetzige Bau der Bäckeralm ist etwa 200 Jahre alt, das Almgebiet selbst dürfte aber deutlich älter sein. Der Talbauer hat seinen Hof in Inzell und schickt jeden Sommer sein Jungvieh, darunter auch einige Kühe auf die Alm. Es wird für den Eigengebrauch gebuttert. Für Wanderer gibt es aber neben den üblichen Brotzeittellern auch Suppen, Kuchen und sogar Kaiserschmarrn. Wenn es regnen sollte, gibt es drinnen zwar keine große, aber dafür eine gemütliche Stube zum Aufwärmen.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte BLVA, 1 - 50 000 Blatt „Berchtesgadener Alpen“.
VerkehrsanbindungAuf der Salzburger Autobahn bis zur Ausfahrt Siegsdorf, auf der B 306 nach Inzell; in der Ortsmitte links, 4,5 km nach Adlgaß bis zum Ende der öffentlichen Straße. Mit der Bahn bis Traunstein; von dort mit dem RVO-Bus nach Inzell und mit Ortsbus nach Adlgaß (nur während des Sommerfahrplans).
GastronomieSteineralm (1030 m), während der Weidesaison - von Anfang Juni bis Mitte Oktober - einfach bewirtschaftet, Übernachtung möglich, 20 Lager, Tel. 08651/1201; Bäckeralm (1067 m), von Mitte Mai bis Anfang Oktober sowie an den schönen Wochenenden danach bewirtschaftet. Weitere Einkehrmöglichkeit - Forsthaus Adlgaß (820 )m, nahezu ganzjährig bewirtschaftet.
Tipps
Der Tipp für Kinder In den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde beim Bau der Deutschen Alpenstraße eine geologische Besonderheit, die größten Gletscherschliffe der bayerischen Alpen, entdeckt. Der „Gletschergarten“ liegt direkt an der Straße zwischen dem Ort Weißbach und dem Gasthaus Zwing in Richtung Inzell. Informationstafeln erklären das Entstehen dieser eiszeitlichen Relikte. Parkplätze direkt an der Straße. Kein Eintritt, ganzjährig zugänglich.
Informationen
Dauer - Von Adlgaß zur Steineralm 1 1/2 Std.; Rückweg über den Frillensee 1 1/2 Std. Gesamtgehzeit: 3 Std., Runde über die Bäckeralm 2 Std.