Staufen, Sulzburg, Kastelberg

Wald- und aussichtsreiche Weinbergwanderung auf meist bequemen Wegen, nur der Aufstieg zum Enggründlekopf ist steil.
Vom Bahnhof Staufen gehen wir ins autofreie Zentrum der sehenswerten Altstadt, in der sich 1539 der Magier Dr. Johannes Faust in die Luft gesprengt haben soll. Am malerischen Marktplatz entdecken wir die Trauben-Markierung des Markgräfler
Wiiwegli und folgen ihr rechts zur Brücke über den Neumagen. Kurz geht es flussaufwärts und an der evangelischen Kirche
vorbei, dann taucht das Wiiwegli hinter dem Bahnhof Staufen Süd in die Rebfluren ein und führt hinüber in das Winzerdorf Grunern. Beim Rathaus verlassen wir das Wiiweg-
li, zweigen links auf die Altenbergstraße ab und folgen ihr bis zum Friedhof. Wer am Friedhof geradeaus weitergeht (Markierung gelbe Scheibe), gelangt auf kürzestem Wege durch die Weinberge zum Kastelberg, während wir dem Zeichen rote Scheibe links auf dem Eschwaldweg Richtung Wald folgen.
Kurz hinter der Ausmündung des Katzentals wechselt unsere Markierung rechts auf den Bergrücken und leitet auf dem Waldpfad mit immer wieder sehr schöner Aussicht hinauf zum Katzenstuhl. Nach einer Verschnaufpause geht es weiter aufwärts zum Enggründlekopf auf dem alten »Dreiländereck« zwischen Staufen, Sulzburg und Münstertal.
Hier folgen wir den Richtungswegweisern rechts hinab nach Sulzburg, anfangs auf einem steilen Pfad, dann auf bequemen Forstwegen. Sulzburg hat eine sehenswerte spätmittelalterliche Altstadt mit historischem Stadttor.
Dem Bergbau (bis 1832) widmen sich der am Torturm beginnende Bergbaugeschichtliche Wanderweg. Unterhalb des Stadttors leitet die Trauben-Markierung des Wiiwegli dem Kastelberg zu; der Abstecher zum Aussichtsturm ist ausgeschildert. Der Kastel- oder Castellberg zählt zu den aussichtsreichsten Erhebungen des Markgräflerlands. Schon in keltischer Zeit bestanden auf der Kuppe Befestigungswerke, ein nachfolgendes römisches Castell aus der Zeit um 70n.Chr. gab dem Berg und dem Castellberger Wein seinen Namen. Die Ruinenreste einer mittelalterlichen Höhenburg, die wie die Üsenberger-Burg auf dem Sulzburger Schlössleberg um 1100 zum Schutz des Bergbaus errichtet wurde, sind frei zugänglich, auf dem Gelände der ehemaligen Burg erhebt sich auch ein Aussichtsturm. Von hier aus hat man einen weiten Blick auf die Rheinebene vom Breisacher Münsterberg bis hinunter zur Burgundischen Pforte. Ein Naturparadies ist der Gipfelbereich: Als Standort seltener Gehölz- und Halbtrockenrasengesellschaften sowie ausgedehnter Gebüschflächen, die zahlreichen Vogel- und Insektenarten Lebensraum bieten, steht er unter Naturschutz. Über den rebenbedeckten Westhang des Kastelbergs führt das Wiiwegli zur Straußenwirtschaft »Ziegelhof« in Ballrechten und dann durch die Weinhänge des Fohrenbergs zurück nach Grunern. Dort folgen wir vom Rathaus wie beim Hinweg demselben Weg zurück nach Staufen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Staufen (Breisgau).
EndpunktBahnhof Staufen (Breisgau).
TourencharakterVon der Fauststadt Staufen mit einem der sehenswertesten mittelalterlichen Altstadtkerne im Südschwarzwald führt diese Wald- und aussichtsreiche Weinbergwanderung über das Enggründle in die Bergbau- und ehemals markgräfliche Residenzstadt Sulzburg. Auf dem Markgräfler Wiiwegli geht es über den Kastel- oder
Castellberg zurück.
KartentippFreizeitkarte 1:50000 Blatt 508 Lörrach/Belchen (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg) oder Atlasco-Wanderkarte 1:30000 Blatt 215 Freiburg-Süd.
MarkierungenGoldene Weintrauben in roter Raute (Wiiwegli) und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungBahnlinie Bad Krozingen – Staufen – Münstertal. Mit dem Auto A5 Basel – Karlsruhe, Ausfahrt Bad Krozingen.
GastronomieStaufen, Grunern, Sulzburg, Ballrechten.
Tourismusbüro
Tourist-Information Staufen, Hauptstraße 53 (im Rathaus), 79219 Staufen im Breisgau, www.staufen.de; Tourist-Information Sulzburg, Am Marktplatz, 79295 Sulzburg, www.sulzburg.de

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