Staubfall und Sonntagshorn

Zu Beginn Forststraße, dann schmaler Bergweg hinauf ins Heutal (einige Drahtseilsicherungen, Schwindelfreiheit erforderlich). Der Aufstieg zum Sonntagshorn erfolgt zunächst auf Almfahrweg, dann Bergwanderweg. (Autor: Heinrich Bauregger)
28 km
1838 m
9.00 h
Anstieg von Laubau - Vom Parkplatz am Holzknechtmuseum in Laubau wandern wir zunächst eben zehn Minuten in das Tal hinein bis zu einer Brücke. Dann rechts über diese, wobei wir dem Wegweiser »Fuchswiese« folgen, bis wir auf einen breiten, parallel führenden Forstweg treffen. Nun links durch Wald und immer am Fischbach entlang bis zum Ende des ausgebauten Wegs. Wir erreichen eine Wendekehre für die von Ruhpolding aus durchgeführten Kutschenfahrten. Links und rechts bauen sich die steilen und dicht bewaldeten Vorgipfel auf. Ein schmaler Wanderweg führt uns weiter, er leitet uns über einen Steg und zahlreiche Serpentinen den nun steilen Berg hinauf. Der Wald wird lichter, und schon bald sehen wir den Staubfall, über 200 Meter Höhe herabstürzen. Wir queren auf dem gesicherten und vor dem Wasser schützenden Steig unter dem Wasserfall hindurch und wandern weiter in Richtung Heutal bis zum Fischbachfall, der in kleinen, kataraktartigen Gumpen talwärts fließt. Jetzt sind es nur noch wenige Meter bis ins hoch gelegene Heutal auf der österreichischen Seite. Seitlich an einer Wiese entlang erreichen wir das Ende der von Unken heraufführenden Fahrstraße. Dort wandern wir links vor zum Gasthaus Heutal.
Unternehmungslustige werden sich jetzt das Sonntagshorn nicht entgehen lassen, das von hier auf einfachen Wegen erreichbar ist; allerdings sind noch einmal drei Stunden Gehzeit einzukalkulieren.
Gipfelweg vom Heutal - Vom Berggasthaus Heutal wandern wir etwa 100 Meter die Straße talauswärts und biegen dann links in einen Wirtschaftsweg ein, der bis hinauf zu den Hochalmen am Sonntagshorn führt. Wir folgen dabei der Markierungsnummer 19, kommen an einigen Wochenendhäuschen vorbei und steigen zum Teil schattig hinauf zu den auf einem Geländeabsatz stehenden Almhütten mit der Jausenstation Hochalm (1330 m). An dieser links vorbei bis an den Fuß des eigentlichen Gipfelaufbaus. Dort beginnt ein leichter Bergsteig, der uns hinauf zum Südostrücken des Sonntagshorns bringt. Wir wenden uns nun links und steigen steil und in zahlreichen Serpentinen durch Latschengebüsch über Bergmähder hinauf zum Gipfel. Mittlerweile steht das Gipfelkreuz auch wieder, das Unbekannte vor einigen Jahren umgesägt und ins Tal gebracht hatten, um gegen die religiöse Überfrachtung der Gipfel zu protestieren. Der Abstieg erfolgt auf dem jeweiligen Anstiegsweg.

Dauer - Vom Ausgangspunkt bis ins Heutal benötigen wir 2 1/4 Std., der Anstieg auf das Sonntagshorn erfordert nochmal 3 Std., Rückweg ins Tal 3 1/2 Std.; insgesamt 9 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour28 km
Höhenunterschied1838 m
Dauer9.00 h
Schwierigkeit
StartortReit im Winkl
AusgangspunktLaubau, Wanderparkplatz
EndpunktLaubau, Wanderparkplatz
TourencharakterDie Chiemgauer Alpen weisen nur wenige wirklich markante Berggipfel auf. Das Sonntagshorn, die höchste Erhebung des gesamten Gebirgsstocks mit 1961 Metern, gibt eine beeindruckende Gestalt ab. Entsprechend großartig ist dann auch die Aussicht vom Gipfel - die Berchtesgadener Alpen, die Loferer Steinberge und das Kaisergebirge, alles in greifbarer Nähe. Wem die gesamte Strecke zu lang ist, der kann auch bis ins Heutal auf der Südseite fahren und den Anstieg dort beginnen, dann reicht die Zeit locker für einen Tagesausflug.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000, Chiemsee – Chiemgauer Alpen (BLVA).
VerkehrsanbindungSalzburger Autobahn bis Ausfahrt Siegsdorf, weiter in Richtung Reit im Winkl bis zum Ortsteil Laubau, dort links zum großen Wanderparkplatz. Wer sich den Anstieg ins Heutal sparen möchte, fährt weiter über Inzell nach Unken, in der Ortsmitte zweigt die Fahrstraße hinauf ins Heutal ab; dort Wanderparkplatz.
GastronomieIn Heutal einige Gasthöfe, die ganzjährig geöffnet sind. Am Weg zum Sonntagshorn liegt die Jausenstation Hochalm (1330 m), die von Juni bis Oktober bewirtschaftet ist.
Tipps
Und nach der Tour - Ein Besuch des Holzknechtmuseums in Laubau führt uns in die vergangene Welt der Holzknechte. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag.13–17 Uhr.
Höchster Punkt
Heutal, 1000 m; Sonntagshorn, 1961 m.