Spielmann (3027 m)

Vom Glocknerhaus Bergwege, ein größeres Firnfeld, am Gipfelgrat etwas Trittsicherheit nötig an diesem Großglockner-Panoramaberg; beim Übergang vom Hochtor in einer ganz stillen Hochgebirgswelt mit hindernislosen Ausblicken nur kleine Pfade, dort nebelfreies Wetter wichtig (Autor: Dieter Seibert)
Vom Glocknerhaus auf den Spielmann (2.30 Std.).
Direkt von der Hütte über die grünen Hänge empor, dann immer schräg auf- wärts über die Flächen der Trögeralm zum Beginn der Blockfelder. Mit etwas Höhenverlust auf die sanf- ten Firnfelder des ehemaligen Pfandlschartenkeeses, die man in wenigen Minuten überquert (unterhalb ein großer See). Dann durch Blockwerk in die torartige Untere Pfandlscharte (2656 m). Über den zu Schieferschutt zerfallenen Grat zu den Felsen und auf der jetzt ausgeprägten Schneide – rechts um den ersten Aufschwung – steiler auf den Gipfel.
Alternativer Zugang vom Hochtor (2.45 Std.).
Vom Südportal des Tunnels mit vier Kehren hinauf ins Hochtor (2575 m), dann Querung unter dem Margrötzenkopf zum Hauptkamm und auf ihm über eine Graterhebung und den ganz unauffälligen Bretterkopf (2645 m) in die Brennkogelscharte. Von dort schräg aufwärts durch das folgende Kar auf eine Schulter in einer Geländerippe und etwa eben durch das anschließende Guttalkar mit seinen Schneeflecken in die Klobenscharte. Südlich unter dem Kloben hindurch in die Spielmannscharte (2868 m) und auf dem ausgeprägten, noch ziemlich langen Grat auf den Spielmann.
Abstieg (1.45 Std.) auf der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied900 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortHeiligenblut (1291 m), bekannter Ferienort auf der Kärntner Seite des Großglockners
AusgangspunktGlocknerhaus (2132 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterAus dem zentralen, auffallend dick vergletscherten »Herz« der Glocknergruppe um die Bärenköpfe zieht der Tauern-Hauptkamm nach dem 3336 Meter hohen Fuscherkarkopf – sozusagen ein Stockwerk tiefer – weiter nach Osten und wirft dabei noch fünf kleinere Gipfel auf. Der zentrale Berg dieses Kammes trägt den ungewöhnlichen Namen Spielmann und ist nur noch 3027 Meter hoch. Vom Glocknerhaus führt ein Steiglein zu diesem Gipfel empor, erst über weite Mattenhänge, nach denen das Gelände immer alpiner und steiniger wird. Rasch und mühelos gewinnt man an Höhe, muss allerdings immer wieder stehen bleiben und sich umdrehen, denn gleich vis-à-vis wächst der Großglockner (3798 m) bei jedem Mal noch markanter und gewaltiger in den Himmel. Hier sieht man nicht – wie auf fast allen Fotos – in die berühmte Nordwand, sondern man überblickt die übliche Anstiegsroute über die Adlersruhe. Bei der Gipfelrast auf dem Spielmann werden manche erstaunt feststellen, dass ein weiterer Steig über den Ostgrat wieder in die Tiefe führt - dieser »Klagenfurter Jubiläumsweg« entstand 1972. Wer einen Chauffeur zur Verfügung hat, wird sich zum Hochtor fahren lassen, um von dort aus diese großartige Panoramatour zu begehen.
Hinweise
Siehe Tour 58 in Karte.
KartentippAV-Karte, Blatt 40 (Glocknergruppe)
VerkehrsanbindungVon Norden auf der Großglockner-Hochalpenstraße (Maut) und der Gletscherstraße zum Glocknerhaus
Tipps
Der Klagenfurter Jubiläumsweg führt vom Hochtor auch nach Osten Richtung Hocharn. Vom Joch aus könnte man den Krummelkeeskopf (3103 m) über einen sehr langen Grat besteigen, in dem auch die folgenden Gipfel stehen - Tauernkopf (2626 m), Hinteres Modereck (2932 m), Herbertturm (2971 m) und Noëspitze (3010 m). Zugang zum Krummelkeeskopf etwa 4 Std., Rückweg mindestens 2.30 Std.
Höchster Punkt
Spielmann (3027 m)
Unterkunft
Glocknerhaus (2132 m), OeAV, 88 Schlafplätze, Tel. - 04824/2516

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