Sigriswiler Rothorn

Aussichtsreiche Gipfeltour mit ein paar kurzen felsigen Passagen, deshalb ist ein sicherer Tritt unerlässlich. Vorsicht - Nach Regenfällen werden einige Wegabschnitte gefährlich rutschig, bei Schneelage sind manche Klüfte auf den Karrenfelsen nur schwer zu sehen! Großes Panorama vom Sigriswiler Rothorn. Im Herbst röhren die Hirsche im Justistals. (Autor: Eugen E. Hüsler, Markus Meier, Peter Deuble)
1 km
1000 m
6.00 h
Zum Unterbergli Die Gipfeltour startet auf Asphalt, führt vom Parkplatz Sagi (1076 m) in ein paar Schleifen bergan. An der Gabelung, P. 1219 m, folgt man dem geradeaus führenden Sträßchen, das zunächst noch etwas ansteigt, dann den Bauernhof jenseits des Gärsterengrabens ansteuert. Auf den Wiesen weidet im Sommer das Vieh, wenn im Winter ausreichend Schnee liegt, surren ein paar Lifte, wird vor dem schönen Thunersee-Panorama eifrig gewedelt. Auf einer Sandpiste spaziert man flach hinüber nach Wilerallmi (1205 m), wo der eigentliche Anstieg beginnt. Die Markierungen leiten über Wiesen hinauf gegen den Howald, dann im Zickzack weiter bergan gegen einen Felsriegel. Eine Steilrinne ermöglicht den Aufstieg zur Weggabelung am unteren Ende des Chälegrabens. Hier folgt man der rechten Spur, die zwischen Felsen zu einem winzigen Sattel im Rücken der Spitzi Flue ansteigt. Dahinter öffnet sich unvermittelt ein bezaubernder Blick über den weiten Almboden von Unterbergli (1676 m) zum Niederhorn und weiter zu den Gipfeln der Berner Hochalpen. Mehr zu erahnen als wirklich zu sehen ist das tief zwischen Sigriswilund Güggisgrat liegende Justistal. Aufs Rothorn Der Weiterweg führt, zuerst an einem Wiesenhang ansteigend, nach Oberbergli (1818 m). Hinter der Alphütte erstreckt sich ein weitläufiges Karrengelände mit Dolinen und tückischen Klüften. Die Pfadspur verläuft über die vom Wasser zernagten Felsen bergan zur Weggabelung unter dem Rothorngipfel, P. 1891 m (Tafeln). Links leiten die Farbtupfer übers Geröll zum Ansatzpunkt des Nordwestgrates. Eine unschwierige Felsstufe ist hier zu meistern, ein blockiger Rücken führt zum höchsten Punkt. Zurück ins Tal Der Abstieg führt zurück nach Oberbergli. Dahinter biegt man auf einen rechts abgehenden Weg ein, der über eine kleine, zwischen Felsen eingelagerte Scharte in ein verstecktes Tälchen wechselt. Inmitten einer malerischen Kulisse geht’s abwärts zur Berglikehle (1727 m), einer schmalen Gratlücke. Dahinter zieht der Steig an dem abschüssigen, teilweise bewaldeten Hang bergab (Achtung - an unmarkierter Verzweigung nach etwa 10 Min. geradeaus gehen!) und hinaus in das weitläufige Almgelände von Bodmi (1422 m). Nun größtenteils abseits der geteerten Straße mit Aussicht zum Thunersee weiter abwärts und zurück nach Schwanden- Sagi. Gratwandern Trittsichere und ausdauernde Bergwanderer können den gesamten Sigriswilgrat bis zum Burst (1968 m) auf markierten Wegen überschreiten. Aufstieg bis zum Rothorn wie beschrieben, dann zurück zur Verzweigung unterhalb des Gipfels. Über Felsbänder zum Vorderen Schafläger, dann links um das Mittaghorn (2014 m) herum zum Hinteren Schafläger und auf den Burst. Abstieg westlich zum Obere Hörnli (1489 m) und teilweise auf Alpstraßen zurück nach Schwanden-Sagi.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour1 km
Höhenunterschied1000 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz bzw. Bushalt Schwanden-Sagi (1076 m).
EndpunktParkplatz bzw. Bushalt Schwanden-Sagi (1076 m).
TourencharakterDer Sigriswilgrat mit dem Rothorn ( 2051 m) als höchste Erhebung dominiert neben dem von einem mächtigen Antennenturm gekrönten Niederhorn (1950 m) das nördliche, rechte Ufer des Thunersees. Schaut man von Süden übers Wasser, präsentiert sich der lang gestreckte Kamm als mehrgipfliges Massiv, dem bizarre Zacken entragen. Das macht neugierig – und zu Recht - Denn zwischen den Felsen verstecken sich idyllische Almen, malerisch verwunschene Tälchen und ausgedehnte Karrenfelder. Viel Aussicht gibt es bereits unterwegs, beim Anstieg tauchen über dem felsig-breiten Güggisgrat Eiger, Mönch und Jungfrau als majestätisches Dreigestirn auf, links flankiert vom Schreckhorn. Im Frühsommer blüht es auf den Wiesen und zwischen den Steinen artenreich, auf Hangterrassen und Felsbändern sind Gämsen trittsicher unterwegs und drüben in den Abstürzen der Niederhornflue nistet der Adler. Mit etwas Glück (und einem Fernglas) lässt sich der König der Lüfte dabei beobachten, wie er – geschickt die Thermik nutzend – über dem Justistal seine Kreise zieht
Beste Jahreszeit
KartentippSwisstopo 1 - 50 000, 254 T Interlaken.
MarkierungenGelbe Wegzeiger, weißrot- weiße Markierungen.
VerkehrsanbindungVon Thun bzw. Interlaken gelangt man über Oberhofen oder Sigriswil nach Schwanden und zum Ausgangspunkt Sagi. Buslinien.
GastronomieKeine Einkehr unterwegs; Gasthäuser in Schwanden
Unterkunft
Keine Einkehr unterwegs; Gasthäuser in Schwanden
Tourismusbüro
Thunersee Tourismus, Info- Center Gunten, Seestraße, CH-3654 Gunten; Tel. +41/33/251 04 00, www.thunersee.ch