Siebenhüttenalm und Königsalm

Breite Wanderwege zur Siebenhüttenalm, dann Bergwanderwege im Anstieg zur Königsalm. Abstieg auf Almfahrweg. Gipfelabstecher - Bergwanderweg, am Gipfelaufbau steiler Pfad, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Wanderparkplatz Schanz - Siebenhüttenalm - Geißalm - Königsalm - Tal der Weißach - Wanderparkplatz Schanz. (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
14 km
522 m
3.00 h
Über Wildbad Kreuth zur Siebenhüttenalm Beim Wanderparkplatz „Schanz“ gehen wir über die Weißachbrücke und folgen dem asphaltierten Sträßchen nach Wildbad Kreuth. Nun links an den früheren Kuranlagen vorbei (der Badebetrieb wurde 1973 eingestellt) zum Gasthaus Altes Bad. Kurz dahinter zweigt vom Fahrsträßchen links ein ausgeschilderter Wanderweg ab, der uns durch Wald in 20 Minuten zur versteckt gelegenen Siebenhüttenalm führt. Aufstieg zur Königsalm Von der Almhütte auf Steg über die Felsweißach, dann rechts auf dem Wirtschaftsweg talaus. Nun müssen wir aufpassen, denn kurz nach der Weggabelung zweigt links ein schmaler Weg ab (Wegweiser), der uns in den Wald hinein führt und steil durch Wald hinauf zur Geißalm (1020 m) leitet. Hier wurden früher die zahlreichen Geißen gehalten, die für die Lieferung der Molke an die Badeanstalt in Wildbad Kreuth nötig waren. Kurz hinter der heute nicht mehr bewirtschafteten Alm, deren Weidegebiet aber zur Königsalm gehört, zweigt rechts der Weg zu dieser ab. Kurz noch durch Wald, weiter über Almwiesen, den Klammbach und hinauf zur „königlichen“ Alm. Auf der Königsalm (1114 m), die früher Kaltenbacher Alm hieß, denn sie gehörte zum Gut Kaltenbach am Nordende des Tegernsees, kehren wir ein und stärken uns für den weiteren Weg. Rückkehr ins Tal An der Königsalm gehen wir links um den großen Stall herum und folgen dem Almfahrweg über die buckligen Bergwiesen zunächst leicht ansteigend, dann rechts haltend zum Waldrand und auf steilem Forstweg hinab zur Achenseestraße. Vor der Brücke über den Bach biegen wir jedoch rechts ab und folgen dem breiten Wanderweg – immer der Weißach entlang – zum Ausgangspunkt.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied522 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz Schanz (793 m).
TourencharakterZiel unserer Wanderung ist die Königsalm, die man wohl zu Recht als die prominenteste Alm in diesem Band bezeichnen kann. Zum Auftakt wandern wir erst mal in das Tal der Hofbauernweißach. Von den sieben Hütten der sieben Almbauern, die einstmals ihr Vieh dorthin getrieben haben, steht heute nur noch eine. Sie ist auch keine richtige Alm mehr, nur noch Einkehrstation, vermittelt aber den Inbegriff einer urtümlichen Alm mit Schindeldach und almtypischer Brotzeit. Dementsprechend rege ist auch der Zulauf. Streunendes Weidevieh von der Alm weiter hinten im Tal liefert die dazu passende Kulisse. Es gibt jede Menge Kuchen und sogar Ausgezogene, Suppen, kleine warme Gerichte und Brotzeiten. Die Königsalm weit oberhalb ist auch heute noch im Besitz der Wittelsbacher. Hausherr ist Herzog Max von Bayern, der die Alm an den Bartl-Bauer von Schaftlach verpachtet hat. König Max I. Joseph erwarb 1817 das Gut Kaltenbrunn bei Gmund am Tegernsee, seit dieser Zeit heißt die dazugehörige Alm „Königsalm“. Die damalige Almhütte wurde im Folgejahr zum Stall umgewidmet und das neue Kavaliershaus – das heutige Almgebäude – gebaut. Der Bau wurde einem Schweizerischen Chalet nachempfunden und ist ein Unikum in der oberbayerischen Almarchitektur. Die Almgeschäfte wurden in dem aus Stein errichteten Erdgeschoß erledigt, im hölzernen Obergeschoß ist ein Salon für die herrschaftlichen Besucher eingerichtet. Der Stall wurde Mitte des 19. Jahrhunderts auf 46 Meter Länge erweitert und dürfte der längste seiner Art auf einer bayerischen Alm sein. Heute werden jeden Sommer knapp 100 Stück Rinder, darunter neun Kühe sowie vier Haflinger, aus der herzoglichen Zucht auf die Alm getrieben. Neben den Tieren des Bartl-Bauern ist es Pensionsvieh von sechs weiteren Bauern. Ein paar Katzen sind auch im Schlepptau. Die Käserei wird nicht mehr betrieben, aber es wird Butter und Topfen gemacht. Es gibt Brotzeiten sowie kalte und warme Getränke. Am ersten Sonntag auf der Alm ist Almkirta mit Musikkapelle und Bergmesse. Das herzogliche Bier rinnt dabei in Strömen ...
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte BLVA, 1 - 50 000, Blatt „Mangfallgebirge“.
VerkehrsanbindungSalzburger Autobahn (A 8) bis Ausfahrt Holzkirchen, über Gmund, Bad Wiessee und Kreuth zum Wanderparkplatz (1,5 km vom Ortsende von Kreuth). Mit der Oberlandbahn nach Tegernsee-Bahnhof; von dort mit RVO-Bus zum Wanderparkplatz.
GastronomieSiebenhüttenalm (836 m), privat, bewirtschaftet von Mai bis Ende Oktober, Dienstag Ruhetag. Königsalm (1114 m), privat, Anfang Juni bis Ende September bewirtschaftet, Dienstag Ruhetag. Weitere Einkehrmöglichkeiten - Schwaigeralm (800 m), am Eingang in die Lange Au, privat, ganzjährig bewirtschaftet. Gaststätte Altes Bad (820 m), in Wildbad Kreuth, privat, ganzjährig bewirtschaftet.
Informationen
Dauer - Vom Wanderparkplatz Schanz zur Siebenhüttenalm 1/2 Std., Anstieg zur Königsalm 1 1/2 Std., Abstieg und Rückkehr zum Ausgangspunkt 1 1/2 Std. Gesamtgehzeit: 3 1/2 Std. - Gipfelabstecher zum Schildenstein: 2 1/2 Std.