Sieben-Moore-Weg und Gugel

Bequeme Waldwanderung; je nach Alter der Kinder unternimmt man den Gugel-Aufstieg als eigene Wanderung. (Autor: Chris Bergmann)
17 km
490 m
5.00 h
Vom Steinernen Kreuz bei Lochhäuser in unmittelbarer Nähe der Murgquelle folgt der Sieben-Moore-Weg kurz der Straße Richtung Engelschwand und führt dann links in den Wald hinein an den Rand des ersten Moors: Im Fohrenmoos, das durch Entwässerungsmaßnahmen allerdings stark gestört ist, sammeln sich die Quellbäche des Turbenmoosbächles.
Wenig später tangiert der Weg das Gaishaltermoos und führt hinab zur Schwarzen Säge im Schwarzenbächletal. Wenige Minuten talabwärts (blaue Raute) befindet sich hier eines der schönsten Naturdenkmale des Hotzenwalds: Am Krai-Woog-Gumpen bildet das Schwarzenbächle einen Wasserfall, außerdem zeugen Gletschermühlen von der Vereisung des Gebiets während der letzten Eiszeit. Vom Krai-Woog-Gumpen folgen wir der blauen Raute zurück zur Schwarzen Säge und noch ein Stück weiter längs der Straße, bis die blaue Raute (und der Sieben-Moore-Weg) nach Überqueren der Brücke über den aus dem Fohren- und dem Gaishaltermoos herabfließenden Bach rechts abzweigt und sich an der Verzweigung hinter der Brücke über das Schwarzenbächle links wendet auf dem Marksteinweg.
Entlang der Moore, die sich im Tal des Silberbrunnenbächles gebildet haben, geht es hinauf zur Wegespinne Marksteinplatz, nördlich davon liegt das Fohrenmoos, eines der Hochmoore mit den stärksten Beständen an Spirken (Bergkiefern, Föhren) in Deutschland.
Vom Fohrenmoos kehren wir zurück zum Marksteinplatz und folgen dem Sieben-Moore-Weg rechts hinüber zur Brunnmättlehütte am größten und bekanntesten Moor des Gebiets: Das Brunnmättlemoos ist ein 3km langes Hangmoor, das in drei Hangterrassen zum Schwarzenbächle hin abfällt, die oberste Terrasse ist ein typisches Hochmoor mit Bulten, Schlenken und Moorkiefern. Wenig später überqueren wir die Landstraße und treffen bei einem Kreuz auf einen mit der blauen Raute bezeichneten Wanderweg, der links nach Wehrhalden und Lochhäuser führt. Von Lochhäuser sind wir in wenigen Minuten zurück am Ausgangspunkt, dem Steinernen Kreuz. Hier lohnt bei klarer Sicht abschließend die kurze, ausgeschilderte Wanderung zum Gugelturm: Die Gugel (997m) ist eine der markantesten Einzelerhebungen des Hotzenwalds.
Die Wald-Kapuze (»Gugel«) dieses Bergkegels entragt den Almen von Kleinherrischwand, Engelschwand und Giersbach im Quellgebiet der Murg, im Gipfelbereich findet sich ein für die Granitgebiete des Schwarzwalds charakteristisches Blockmeer. Der 1974 eingeweihte Gugelturm, ein 30m hoher Aussichtsturm aus Tannenstämmen, ist ein Wahrzeichen des oberen Hotzenwalds.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied490 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz und Bushaltestelle Steinernes Kreuz in Herrischried.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Sieben-Moore-Weg verbindet sieben Moore im Oberen Hotzenwald, Lehrtafeln erläutern Wissenswertes über diese einzigartige Landschaft, die gelegentlich auch als »melancholisch« bezeichnet wird. Zum Abschluss lohnt der Abstecher zum Gugelturm, der eine hervorragende Rundschau gewährt.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte 1:30000 Hotzenwald oder Freizeitkarte 1:50000 Blatt 509 Waldshut-Tiengen/Schluchsee (beide Landesvermessungsamt Baden-Württemberg).
MarkierungenGelbe Raute, blaue Raute und namentliche Ausschilderung »7-Moore-Weg«.
VerkehrsanbindungB34 Waldshut – Bad Säckingen – Rheinfelden und in Bad Säckingen oder Murg abzweigen nach Herrischried. Vom Bahnhof Bad Säckingen fährt der SBG-Bus direkt zum Steinernen Kreuz.
GastronomieLochhäuser.
Tourismusbüro
Tourist-Information Herrischried, 79737 Herrischried, www.herrischried.de; Tourist-Information Görwihl, Hauptstraße 54 (Rathaus), 79733 Görwihl, www.goerwihl.de

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Chris Bergmann

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