Seikogel (3355 m)

Sehr reizvoller, hochalpiner Übergang von Hütte zu Hütte mit herrlichen Ausblicken; bei guten Verhältnissen nicht zu anspruchsvoll, Trittsicherheit dennoch wichtig, evtl. Schneefelder (Autor: Dieter Seibert)
23 km
1610 m
7.00 h
Durch das Rofental zum Hochjochhospiz (2.30 Std.).
Von Vent auf dem Sträßchen nach Rofen oder – viel schöner – dorthin auf der Südseite des tiefen Bacheinschnittes und über die Hängebrücke. Dann immer rechts der Rofenache bleibend erst in begrüntem Gelände, dann durch Geröll, Blockwerk und viele Gletscherschliffe sehr weit talein, schließlich noch 200 Höhenmeter Aufstieg zur Hütte (2412 m) knapp oberhalb des Zusammenflusses von Hochjoch- und Hintereistal.
Über den Seikogel (3.30 Std.).
Vom Hospiz über den Moränenhang hinab zum Hintereisbach (2292 m). Am Gegenhang wieder empor, links hinaus zur Gratkante und quer durch die Hänge ins Hochjochtal, Wegverzweigung in 2470 Meter Höhe. Auf der Brücke über den Gletscherbach. Drüben meist auf Moränenflächen anfangs schräg, dann ziemlich gerade empor auf den Westgrat des Seikogels zu. Erst rechts an ihm entlang im schuttreichen Gelände ein gutes Stück höher – eindrucksvoller Nahblick auf den Hochjochferner –, dann auf der Schneide selbst wie auf einem Steg über den Eisfeldern rechts und links zum ausgeprägten 3355 Meter hohen Gipfel.
Abstieg (1.30 Std.).
Zwischen großen Blöcken erst kurz über den Südgrat hinab, bis nach Osten eine Rippe abzweigt. In ihrem Bereich über Felsen und Blöcke rasch tiefer an den Fuß des Gipfelmassivs. Nun immer schräg nach links über erst steiniges Gelände, dann auf Gras direkt zur Martin-Busch-Hütte (2501 m, siehe Tour 22). Von dort weitere Touren oder Abstieg auf dem Jeepsträßchen durch das Niedertal nach Vent.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour23 km
Höhenunterschied1610 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
StartortVent (1895 m), klassischer, sehr bekannter Bergsteigerort mit ungewöhnlich vielen Möglichkeiten im innersten Ötztal
AusgangspunktParkplatz vor dem Ort
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterAuf ungewöhnliche Weise wurde der immerhin 3355 m hohe Seikogel nicht nur zu einem Dreitausender mit Weg, dieser elegante, fein zugespitzte Gipfel lässt sich sogar überschreiten. Man war auf der Suche nach einem gletscherfreien Übergang von der Martin-Busch-Hütte zum Hochjochhospiz. Doch alle Scharten im Kreuzspitzkamm sind zumindest auf der Nordwestseite nur über zerschründete Eisflächen zu erreichen. Die beste Möglichkeit boten deshalb die Grate des Seikogels, und jedermann kann sich vorstellen, durch welch eindrucksvolle Landschaft diese Route führt. Wer etwas mehr Zeit zur Verfügung hat, wird den Seikogel in eine größere Venter-Runde einbinden. Er wird dann das Wilde Mannle (siehe Tour 20) besteigen, Breslauer und Vernagthütte – nicht ohne einen Abstecher zum Hintergrasleck – besuchen, um schließlich auf dem Höhenweg in gut 2 Stunden das Hochjochhospiz zu erreichen.
Hinweise
Siehe Tour 21 in Karte.
KartentippAV-Karte, Ötztaler Alpen, Blatt 30/2 (Weißkugel)
VerkehrsanbindungAus dem Inntal bei Imst nach Süden, durch das gesamte Ötztal nach Zwieselstein, dort rechts ab und auf guter Straße 13 km nach Vent
Unterkunft
Hochjochhospiz (2412 m), DAV, 70 Schlafplätze, Tel. - 0663/9759801

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