Seenrunde von Robiei

Recht alpine Wanderrunde mit hoch gelegenem Ausgangspunkt. Teilweise Werkstraßen, aber auch raue Wege. Trittsicherheit notwendig; verschiedene Varianten möglich. (Autor: Eugen E. Hüsler)
10 km
600 m
4.00 h
Von der Seilbahnstation, den Hinweisen »Lago dei Matörgn« folgend, kurz aufwärts, an der Wegkreuzung rechts und im Uhrzeigersinn um den Stausee von Robiei (1940 m) herum. Vom Ostufer geht's über Felsbuckel zur ehemaligen Werkstraße. Man verlässt sie noch vor dem winzigen Lago Bianco nach links und folgt den weiß-rot-weißen Markierungen, die über den felsigen Rücken, zunächst steil ansteigend, dann mit viel Aussicht und zuletzt wieder bergab führend, westlich zum Lago dei Cavagnöö (2310 m; 2 Std.) leiten. Über die Krone der 106 Meter hohen Staumauer und auf ein paar Straßenkehren abwärts geht es nun gegen den Boden des Lago Bianco (2077 m). Bei einem gemauerten Kraftwerksbau links gehen und über den Hang wieder bergan zu einem felsigen Kamm (2474 m; 3 Std.). Dahinter liegt in einer tiefen Mulde der scheinbar abflusslose Lago Sfundau (2392 m), in dem oft noch im Hochsommer große Eisschollen schwimmen. Bei der Weggabelung rechts halten, an dem grasigen Steilhang mit herrlicher Sicht auf den vergletscherten Basòdino hinunter zum Lago Bianco (vorher lohnender Abstecher zum Lago Nero, 2387 m, möglich; 1/2 Std. hin und zurück) und auf der asphaltierten Werkstraße zurück zur Seilbahnstation (4:15 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied600 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRobiei (1891 m), Bergstation der von San Carlo ausgehenden Seilbahn.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterSie sind nicht mehr aus der alpinen Landschaft wegzudenken, die Stauseen und -mauern: das Rückgrat der Schweizer Energieversorgung und dazu eine vergleichsweise umweltverträgliche. Auch im Tessin sind zahlreiche Gebirgsbäche aufgestaut, allein in der obersten Val Bavona, unter dem Basòdino (3272 m) riegeln drei Betonmauern Quellbäche der Maggia ab. Das hat den einst berüchtigt wilden Gebirgsfluss, dessen Mündungsdelta weit in den Lago Maggiore hineinragt, gründlich gezähmt; so kommt er in Locarno bloß noch als ziemlich kümmerliches Rinnsal an: Restwassermenge nennt sich das. Viel Wasser gibt's auf der Wanderrunde im obersten Bavonatal zu sehen, auch fließendes, und sogar einen wunderschönen natürlichen See, den Lago Sfundau (2392 m), der keinen sichtbaren Abfluss hat. Auch jenes Wasser, das in gefrorener Form die Nordostflanke des Basòdino bedeckt, ist natürlich: Gletschereis, unter der globalen Erwärmung zwar stetig schwindend, aber noch immer ein eindrucksvoller Anblick. Übrigens: In der ganzen Val Bavona – San Carlo und Robiei ausgenommen – gab es im Jahr 2001 noch keinen Strom!
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 265T »Nufenenpass« mit Wanderwegeaufdruck.
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungVon Bignasco führt eine gute Straße in die Val Bavona, 11 km bis San Carlo (960 m), großer Parkplatz. Die Robiei-Seilbahn verkehrt von Mitte Juni bis Mitte Oktober 8–17.20 Uhr.
GastronomieAlbergo Robiei (1900 m) unterhalb des gleichnamigen Stausees, Mitte Juni bis Mitte Oktober; Tel. 091/7 56 50 20. Capanna Basòdino (1856 m), stets zugänglich, Juni–Oktober bewirtet; Tel. 091/7 53 27 97.
Tourismusbüro
Vallemaggia Turismo, CH-6673 Maggia; Tel. 091/7 53 18 85, info@vallemaggia.ch, www.vallemaggia.ch.

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