Schwarzwasserhütte

Es locken jedoch die bis in die Gipfelregion grünen Grasberge, die besonders zu Überschreitungen einladen. Doch Achtung: Bei Nässe sind diese Pfade durch die steilen Grasflanken nicht zu unterschätzen. Vielen ist die Schwarzwasserhütte jedoch mehr als Skitourenstützpunkt bekannt. Es bieten sich hier gleich drei beliebte Ziele an: das Grünhorn, das Steinmandl und der Hählekopf. (Autor: Heinrich Bauregger)
4 km
420 m
2.00 h
1 Von der Auenhütte Vom Parkplatz am Berggasthof Aue wandern wir links über eine Brücke und auf Wirtschaftsweg am Bergfuß des Hohen Ifen entlang mäßig ansteigend zur Alp Melköde (1346 m). Achtung: Das Gebiet auf der Ifensüdseite bis herunter zur Melköde ist ein ganzjähriges Wildschutzgebiet. Betreten verboten! Von der Jausenstation geht es dann weiter auf gutem Wanderweg hinauf zur Schwarzwasserhütte. Tipp: Entlang dieser Strecke wurde der Naturlehrpfad Schwarzwassertal angelegt. 2 Von Mittelberg Von der Talstation der Walmendinger-Horn-Bahn gehen wir auf dem kleinen Sträßchen in Richtung Süden, bis rechts ein markierter Wanderweg abzweigt, der über die Bühlalpe zur Stutzalpe und weiter zur Muttelbergalpe führt. Dort mündet von rechts der Zugangsweg von der Bergstation der Walmendinger-Horn-Bahn ein. Nun links weiter auf schönem Höhenweg über die Äußere Stierhofalpe zu einer Weggabelung. Dort wandern wir rechts über die weiten Hänge hinauf zur Ochsenhofer Scharte (1850 m) und jenseits hinab zur 200 Höhenmeter tiefer liegenden, bereits sichtbaren Schwarzwasserhütte. 3 Von Baad Vom Parkplatz in Baad gehen wir hinauf zur Kirche, wo links ein Alpweg beginnt, der hoch über dem Turabach zur Starzealp (1678 m) führt. Von dort wandern wir direkt hinauf in die Ochsenhofer Scharte (1850 m) und hinab zur Alpenvereinshütte. 4 Von Schönenbach Von Schönenbach führt ein Alpfahrweg ins Tal der Sausach. Er überquert bei der Miesbodenalpe den Bach und steigt im Talschluss steil an zur Gerachalpe. Von dort geht es auf Wanderweg links hinauf zum Gerachsattel und jenseits hinab zur Schwarzwasserhütte. 5 und 6Von Schoppernau Mit der ersten Sektion des Sessellifts fahren wir hinauf zur Mittelstation (1420 m) bei der Mitteldiedamsalpe. Dort führt rechts ein schöner Höhenweg zunächst leicht fallend über den Schrannenbach, dann steil über freie Grashänge zur Breitenalpe (1662 m). Dann geht es eben über die Falzalpe hinüber zum Alpengasthof Neuhornbach (1650 m). Hier bieten sich zwei Möglichkeiten: Entweder direkt hinauf zum Neuhornbachsattel und über den Gerachsattel zur Schwarzwasserhütte oder über die Neu- und Althornbachalpe hinauf zum Starzeljoch (1867 m) und über die Ochsenhofer Scharte dorthin.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied420 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDie 1914–22 erbaute Schwarzwasserhütte der Alpenvereinssektion Schwaben liegt auf einer Geländeterrasse am oberen Ende des Schwarzwassertals, einem bergumrahmten Seitental des Kleinwalsertals. Sie ist ein gemütlicher Stützpunkt für eine ruhige Wanderwoche, denn das Gebiet weist – mit Ausnahme des Hohen Ifen – keine besonders markanten Gipfel auf. Es locken jedoch die bis in die Gipfelregion grünen Grasberge, die besonders zu Überschreitungen einladen. Doch Achtung: Bei Nässe sind diese Pfade durch die steilen Grasflanken nicht zu unterschätzen. Vielen ist die Schwarzwasserhütte jedoch mehr als Skitourenstützpunkt bekannt. Es bieten sich hier gleich drei beliebte Ziele an: das Grünhorn, das Steinmandl und der Hählekopf.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von der Auenhütte: 2 Std.; von Mittelberg: 3 Std. (von der Bergstation der Walmendinger-Horn-Bahn 2 1/2 Std.); von Baad: 2 1/4 Std.; von Schönenbach: 3 Std.; über den Diedamskopf (von der Bergstation): 2 1/2 Std.; über das Gasthaus Neuhornbach: 2 1/2 Std. Schwierigkeit Überwiegend Bergwanderwege, zum Teil mit Bergbahnunterstützung; einige Abschnitte auf Alpfahrwegen, so zur Melköde und von Schönenbach. Gipfel Zeit Von der Schwarzwasserhütte: 2 1/2 Std., Abstieg zur Hütte: 2 Std.; insgesamt: 4 1/2 Std. >>> Schwierigkeit Leichter Bergwanderweg. Von Schoppernau auch bequem mit Sessellift zu erreichen.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Allgäuer Alpen (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Stutzalpe, 1500 m (privat, Sennalpe, von Anfang Juni bis 21. September bewirtschaftet). Von Mittelberg 1 1/4 Std. Melköde, 1346 m (privat, Jausenstation und 400 Jahre alte Sennalpe, Herstellung des bekannten Melköder Bergkäses, bewirtschaftet von Mitte Mai bis Ende Oktober). Naturfreundehaus Kleinwalsertal, 1152 m (TVN-Haus, bewirtschaftet von Mitte Dezember bis eine Woche nach Ostern und von Mitte Mai bis Ende Oktober, 40 Betten; Tel. 0043/5517/6583). Am Rande von Mittelberg. Alpengasthof Neuhornbach, 1650 m (privat, bewirtschaftet von Weihnachten bis Ende Oktober, Übernachtung; Tel. 0043/5515/2405). Von Schoppernau 2 1/2 Std.
Tipps
Das Walsermuseum in Riezlern bietet einen interessanten Überblick über die Geschichte und Kultur sowie das Brauchtum dieser deutschsprachigen Bergbauern, deren Spuren sich bis in die norditalienischen Täler verfolgen lassen. Öffnungszeiten: täglich außer Sonntag und an österreichischen Feiertagen.
Informationen
Der Hüttengipfel Diedamskopf, 2090 m: Der Diedamskopf ist von der österreichischen Seite vor allem ein beliebtes Ziel für Skifahrer. Von dort führt ein Sessellift in zwei Sektionen zum Gipfel. Wer also von Schoppernau zur Schwarzwasserhütte wandern will, kann diesen Gipfel bei Benützung der Lifte einfach mitnehmen. Von der Schwarzwasserhütte ist er jedoch bereits ein Tagesziel, wenngleich auch auf einfachen Wegen. Man folgt dem markierten Weg über die Grashänge des Steinmandl hinauf zum Gerachsattel (1752 m), biegt dort nach links ab und steigt in den Kessel der Hochalp ab. Dann eben über die weiten Alpböden zum Diedamsattel. Von dort auf der rechten Seite eines Schleppliftes – mit schönen Einblicken in die wilden Nordabbrüche des Diedamskopfes – zur Bergstation des Sesselliftes und rechts hinauf zum Gipfel mit grandioser Fernsicht.
Höchster Punkt
Schwarzwasserhütte, 1620 m; Diedamskopf, 2090 m.
Unterkunft
Schwarzwasserhütte, 1620 m (AV-Hütte, Kat. I, 40 Betten, 40 Lager, von Pfingsten bis Mitte Oktober und von Weihnachten bis Ostern bewirtschaftet; Tel. 0043/5517/30210). Daneben gibt es eine Selbstversorgerhütte mit 12 Lagern.

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