Schwanner Warte, Dobel, Eyachtal

Mit herrlicher Aussicht in ein idyllisches Tal.
Bequeme Wald- und Aussichtswanderung auf fast durchgehend gut ausgebauten Forst- und Waldwegen. (Autor: Chris Bergmann)
27 km
340 m
4.00 h
Westweg.
Der Westweg ist der älteste Höhenwanderweg des Schwarzwalds, 2007 wurde er als erster Fernwanderweg Baden-Württembergs vom Deutschen Wanderverband als Premium-Wanderweg zertifiziert – als einer der attraktivsten Wanderwege in Deutschland. Von Pforzheim führt er auf einer Länge von rund 280 Kilometern südwärts über die höchsten Höhen des Schwarzwalds, erreicht am Feldberg (1493 m) die höchste Landmarke der deutschen Mittelgebirge und endet am Badischen Bahnhof in Kleinbasel am Rheinknie im deutsch-schweizerisch-französischen Dreiländereck. Von Pforzheim bis zum Feldberg ist die Routenführung des Westwegs identisch mit der des Europäischen Fernwanderwegs 1. Da der Westweg der Schwarzwald-Höhenweg schlechthin ist, begegnet uns seine rote Rauten-Markierung bei vielen Wanderungen, auch die Wanderungen auf die Badener Höhe (Tour 8), über die Hornisgrinde (Tour 10), zum Ruhestein (Tour 12), über den Feldberg (Tour 28) u.a. folgen ihm. Von Pforzheim führt er auf die bewaldeten Hochflächen zwischen Enz- und Albtal und tangiert am Hohloh (984 m) die größte Moorregion des Buntsandstein-Schwarzwalds. Nach dem Zwischenabstieg ins felsenreiche Murgtal folgt via Herrenwieser See und Badener Höhe (1002 m) der Aufstieg auf den aussichtsreichen Grindenschwarzwald, ehe an der Alexanderschanze der Abstieg ins Kinzigtal beginnt. Steil schwingt sich der Weg nun hinauf zum Farrenkopf und zum Karlstein auf dem einsamen Kamm über dem Gutachtal, strebt der Martinskapelle an der Bregquelle, der höchsten Quelle der Donau, zu und wechselt dann in den Naturpark Südschwarzwald. Die von Pforzheim aus mit dem Bus erreichbare Schwanner Warte bildet den besten Einstiegspunkt im Norden - Hier beginnt der Wald.
Nach Dobel.
Vom Straßendreieck an der Schwanner Warte folgt der Westweg einem ansteigenden Forstweg südwärts durch den Wald, nach Unterqueren der Stromleitung öffnet sich der Wald und man blickt über die Herzogswiesen: Hier versammelten sich 1367 Adelige, um Graf Eberhard den Greiner von Württemberg in Bad Wildbad zu überfallen und ihm ihre Territorialforderungen zu präsentieren. An der Verzweigung Büchertweg (652 m) lohnt sich ein Abstecher zum Conweiler Stein, einer Felsenhalde aus verwitterndem Buntsandstein. Zurück auf dem Wanderweg ist der Aufstieg fast geschafft, am Dreimarkstein (678 m) lädt an der Landstraße nach Dobel die Rudolfshütte zur Rast ein. Wenig später passiert der Westweg die Volzemer Steine, eindrucksvolle Buntsandsteinfelsen, und erreicht dann Dobel in Topaussichtslage auf einer Rodungsinsel im Wald. Der Westweg führt durch die Höhenstraße am oberen Ortsrand zum Dobler Aussichtsturm (720 m).
Abstieg zur Eyachmühle.
Von Dobel führt der Carl-Postweiler-Weg (blaue Raute) links hinab in den naturschönen Mannenbachgrund. An der Wegekreuzung kurz nach Überqueren des Bachs wechseln wir links auf den ebenfalls mit der »blauen Raute« bezeichneten Unteren Mannenbachweg, der dem Bachtal abwärts zur Eyachmühle folgt. Dort überqueren wir die Eyach und folgen dem Wanderweg auf dem rechten Ufer der Eyach bis zur Eyachbrücke an der Mündung der Eyach in die Enz. Seit der Orkan »Lothar« auch hier gewütet hat, sind große Teile des Weges Eyachmühle– Eyachbrücke schattenlos. An der Eyachbrücke befinden sich S-Bahn- und Bushaltestelle. Wer zu Fuß nach Neuenbürg zurückkehren will, folgt vor dem Überqueren der Bahngleise dem Radweg am linken Ufer der Enz entlang.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour27 km
Höhenunterschied340 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortNeuenbürg (323 m), ehemalige Oberamtsstadt mit Schloss im Enztal.
AusgangspunktSchwanner Warte (470 m) in Straubenhardt, ca. 4 km südwestlich von Neuenbürg. Von der S-Bahn-Haltestelle Neuenbürg-Bahnhof fährt der Bus bis zur Haltestelle Neuenbürg-Wilhelmshöhe und weiter zur Schwanner Warte. Die Schwanner Warte wird von Pforzheim aus auch direkt vom Regionalbus angefahren. Wer von Neuenbürg zur Schwanner Warte hinaufwandert (zusätzlich ca. 4 km, 150 Höhenmeter), steigt an der S-Bahn-Haltestelle Neuenbürg-Süd aus.
EndpunktS-Bahn-Haltestelle Höfen an der EnzEyachbrücke (360 m).
TourencharakterDie Schwanner Warte am Waldrand oberhalb von Straubenhardt mit ihrem Segelflugplatz zählt zu den besten Aussichtspunkten am Nordrand des Schwarzwalds. Tausende von Besuchern erleben hier alljährlich das Sonnwendfeuer des Schwarzwaldvereins, Zehntausende besteigen bei klarer Sicht die namengebende Schwanner Warte, einen Aussichtsturm, der einen einmaligen Blick über die Ausläufer des Nordschwarzwalds, hinüber zum Kraichgau, zum Stromberg und zum Odenwald sowie über die Oberrheinebene hinweg zum Pfälzerwald und zu den Vogesen gewährt. Gelegen direkt am Westweg, ist die Schwanner Warte ein hervorragender Ausgangspunkt für Rund- und Streckenwanderungen. Unser Weg führt uns in den Höhenkurort Dobel auf einem Hochplateau zwischen Alb- und Eyachtal, von dort geht es durch das naturschöne Mannenbach- und das Eyachtal hinab ins Enztal.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte 1 - 35000 Oberes Enztal oder Freizeitkarte 1:50000 Blatt 502 Pforzheim/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, Blatt 2 (beide Karten: Landesvermessungsamt Baden-Württemberg).
VerkehrsanbindungDie Enztal-S-Bahn S 6 verkehrt im Stundentakt bzw. halbstündlich zwischen Pforzheim und Bad Wildbad. Mit dem Auto auf der A 8 Karlsruhe–Pforzheim, Ausfahrt Pforzheim-West und auf der B 10 nach Pforzheim, dort der Beschilderung Richtung Bad Wildbad folgen (B 294).
GastronomieSchwanner Warte, Dobel, Eyachmühle, Eyachbrücke.
Tourismusbüro
Rathaus Neuenbürg, Rathausstraße 2, 75305 Neuenbürg, Tel. 07082/791022, www.neuenbuerg.de. Kurverwaltung Dobel, Neue Herrenalber Straße 11, 75335 Dobel, Tel. 07083/74513, www.dobel.de

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Chris Bergmann

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