Schwaigberghorn (1990 m)

Ausgedehnte Höhentour mit fünf Gipfelglanzlichtern. Nur an einigen kurzen Stellen geht es steil und felsig zu, der Rest ist leicht. (Autor: Siegfried Garnweidner)
6 km
1120 m
7.00 h
Unmittelbar hinter der Wirtschaft Schönangeralm scharf links abbiegen und auf dem Asphaltweg zur Alm (Schaukäserei) hinauf. Noch vor der Alm rechts abzweigen und neben dem Bach dem Wegweiser in Richtung Breiteggalm folgend am Waldrand hinauf. Nach links auf den Viehweg einbiegen, kurz durch den Wald und in freie Wiesenhänge hinein. Der Bergweg führt wieder zum Waldrand hinauf und lange in dieser Richtung weiter. Dabei flacht er allmählich etwas ab. Rund 50 m hinter einem Bergbach dreht der schöne Bergpfad rechts ab, steigt im Wald mäßig steil gegen Süden an, führt in freie Farnhänge und hält sich insgesamt etwas mehr links, bis er die Breiteggalm erreicht. Dort stößt man auf einen Fahrweg. Auf ihm links halten, an der folgenden Verzweigung geradeaus weiter und ein längeres Stück gegen Norden in geringer Steigung dahin. Hinter ein paar schwachen Straßenkurven zweigt nach rechts der zur Feldalm beschilderte Weg ab. Auf ihm oberhalb der Straße weiter. Der Bergweg wird etwas steiler und hält sich dabei ein wenig rechts. Es geht nun länger ziemlich steigungslos durch Heidelbeer- und Alpenrosenbuschwerk und fällt anschließend, einen breiten, flachen Talgrund anschneidend, etwas abwärts. Bei dieser Querung kann man zum ersten Mal die besonders schönen Ausblicke genießen, die dort nach Auffach hinunter, ins Rofan, die Brandenberger Alpen und bis in die Bayerischen Voralpen reichen. Dann geht es in einen Bachgraben hinein, den man nach links queren muss.
Anschließend folgt man einer Fahrspur zur Hinteren Feldalm. Bei der Verzweigung der Fahrwege kurz vor der Hinteren Feldalm nach Norden weiter, an der Alm vorbei und relativ flach lange auf dem Weg weiter, bis die Vordere Feldalm erreicht ist. Bei den Almgebäuden rechts abzweigen und zwischen den Hütten im Wesentlichen gegen Osten hinauf. Man kommt zu einem Viehbrunnen und geht von ihm neben dem Wassergraben sich etwas links haltend und den Markierungspfosten folgend zu einer scharf abbrechenden Hangkante. Dort rechts schwenken und immer steiler am Gipfelrücken hinauf. Nach einer grimmigen Etappe, die steil und felsig, aber nicht besonders schwierig ist, erreicht der Bergpfad das Gipfelkreuz des Feldalphorns. Kurz vor dem Kreuz rechts abbiegen und zum höchsten Punkt hinüber.
Nun über ausgedehnte Hochweiden nach Süden auf gering abfallendem Steig weiter, dann auf einem wenig aufregenden, felsigen Grat rund 80 Höhenmeter abwärts und durch einen breiten Sattel auf den unbenannten Punkt 1879 m zu. An ihm knapp links vorbei und in mehrmaligem Auf und Ab an ein paar Tümpeln vorbei und zum breiten Gipfelrücken des Schwaigberghorns. Anfangs lässt sich der Gipfelrücken recht bequem besteigen, doch schwingt er sich spürbar auf, so dass das Kreuz erst nach einem mühsamen Sprint erreicht werden kann.
Vom Schwaigberghorn geht man in der gleichen Richtung weiter und knapp 50 Höhenmeter bergab, bis sich der Weg nach einem Sattel wieder aufschwingt und auf den langen Höhenrücken des Breiteggern (1981 m) stößt. Von hier auf dem behäbigen, breiten und wenig attraktiven Rücken nach Süden wieder rund 50 Höhenmeter hinunter, in der Einsattelung bei der Wegabzweigung geradeaus und nach kurzer Strecke zur unauffälligen Wildkarspitze (1961 m) hinauf.
Auch von der Wildkarspitze nach Süden weiter, dabei gewinnt die Berggegend rasch wieder die gewohnte Schönheit. Der Pfad fällt über einen engen Grat ab, verläuft dann durch muldige Hänge, die im Frühsommer von Alpenrosen und im Herbst von Erikastauden geziert sind. Schließlich wird der Sattel kurz vor der Breiteggspitze erreicht, und aus ihm steigt man den kurzen Stich von 40 Höhenmetern zum letzten Gipfelziel, der Breiteggspitze (1868 m), hinauf.
Abstieg.
Der Talabstieg verläuft kurz entlang dem Aufstiegsweg. Noch oberhalb des Sattels muss man vor der Wildkarspitze links abzweigen und in steilen Kehren zu einer Sumpfwiese hinab. An ihrem rechten Rand geht es flach vorbei, durch Latschenbuschwerk und zum Breiteggalm-Hochleger. Von ihm erreicht man auf markierter Route über zertrampelte Weidehänge, dann kurz durch Wald schließlich bei der Breiteggalm die Aufstiegsroute. Auf dem Anstiegsweg steigt man schließlich zur Schönangeralm ab.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1120 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchönangeralm bei Auffach an der Wildschönauer Ache (1173 m)
EndpunktSchönangeralm bei Auffach an der Wildschönauer Ache (1173 m)
TourencharakterSagenhafte fünf Gipfel werden auf dieser aussichtsreichen Höhenwanderung überschritten. Sie heißen Feldalphorn (1923 m), Schwaiberghorn (1990 m), Breiteggern (1981 m), Wildkarspitze (1961 m) und Breiteggspitze (auch Kleinberger Niederhorn genannt; 1868 m). Uns erwartet also ein stattliches Programm. Und das Schönste dabei ist, dass nur minimal kurze Etappen im Wald verlaufen, also nichts die grenzenlose Aussicht hemmt. Dafür gibt es aber auch kaum Schatten, so dass man an heißen Sonnentagen schon sehr früh aufbrechen muss, um nicht zu sehr ins Schwitzen zu kommen. Und reichlich Creme wird man wohl auch brauchen, damit Gesicht und Waden nicht zu rot werden ...
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wander-, Rad- und Skitourenkarte 1:50000, Blatt 28 (Vorderes Zillertal–Rofan–Wildschönau)
MarkierungenWegtafeln und Markierungspunkte
VerkehrsanbindungVon Brixlegg nach Wildschönau und von Auffach auf guter, mautfreier Asphaltstraße zum Ausgangspunkt
GastronomieBerggasthof Schönangeralm am Ausgangspunkt
Tipps
Abkürzungen. Wer nicht die gesamte, enorm weite Höhenwanderung ausgehen möchte, findet etliche Gelegenheiten für einen vorzeitigen Abstieg.
Höchster Punkt
Schwaigberghorn (1990 m)
Unterkunft
In Wildschönau
Tourismusbüro
Wildschönau, Tel. 0043/5339/82550; www.tirol.at/wildschoenau
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