Schomberg

Panoramaberg des Lennegebirges Die Wanderung führt auf fast durchgehend bequemen Wegen abwechslungsreich durch Wald und Wiesental und gewährt immer wieder vorzügliche Aussichten; lediglich der Anstieg vom Glingebachtal nach Wildewiese ist steil. (Autor: Bernhard Pollmann)
13 km
400 m
4.00 h
Wildewiese Das Höhendorf Wildewiese an der Sorpequelle zählt zu den bedeutendsten Wintersportplätzen des Sauerlands und ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Mountainbiketouren. Die sagenhafte Überlieferung führt den Namen auf ein Kräuterweiblein zurück, das in einer Höhle an der Sorpequelle gelebt und im Hang des Schombergs die »wilde Wiese« gerodet habe. Viele Geschichten ranken sich um die Höhle, die Quelle und das Weiblein, das auf den Namen Tine gehört haben soll. Wer meint, Tine sei die Verkürzung eines christlichen Namens, darf staunen - Tine, so wird erzählt, gehörte dem Stamm der Sugambrer an, jenem vor bald 2000 Jahren zwischen Sieg und Lippe siedelnden Stamm der Rhein-Weser-Germanen, auf den gelegentlich der Name Sauerland zurückgeführt wird: Sauerland = Súerland = Súgambrerland. Ob dies richtig ist, bezweifeln all jene, die den Namen Sauerland als »Söderland« im Sinne von Südland (Westfalens) deuten. Über den Schomberg Vom Wanderparkplatz in Wildewiese führt eine Stichstraße aufwärts mit weitem Blick auf das obere Sorpetal, bis an der ersten Kurve die Wanderweg-Markierung »Dreieck« des Homertkammwegs (»K4«, zusätzliche Markierung »x7«) abzweigt und einem Teerweg im Schomberg-Südhang folgt. Der Blick schweift auf das Ebbegebirge jenseits des tief eingeschnittenen Lennetals sowie nach Süden und Südosten auf das Hochsauerland mit dem Rothaarkamm. Wer den in der Viehweidezeit abgezäunten Gipfel erreicht, blickt zusätzlich nach Osten, wo sich die höchsten Sauerlandgipfel erheben; im Nordwesten durchbricht die Hönne in ihrem Schluchttal das Gebirge und tritt in das Tiefland um Menden aus. Nach Faulebutter Wenn der Homertkammweg nach Queren des Hangs unter Fichten taucht, verschwindet der Asphalt. Der Kammweg wechselt auf einen Grasweg und trifft an einer Alm auf eine Sitzbank unter uralten Buchen. Hier verlassen wir den Homertkammweg: Von der Verzweigung neben der Alm führen die Markierungen »F« und »Winkel« in sachtem Anstieg durch einen Fichtenwald; wenn sich der Weg zu senken beginnt, ermöglicht ein Kahlschlag gute Sicht auf den Rothaarkamm. Unterhalb von zwei Bänken, die vor Birken stehen, zweigen die Markierungen etwas unvermittelt halb rechts auf einen grasigen Waldweg ab. Er mündet auf eine kleine Straße, die aussichtsreich zum Gasthaus in Faulebutter leitet. Der Gasthof- und Campingplatzweiler Faulebutter liegt inmitten von Wiesen in einer aussichtsreichen Einsattelung an den Quellen von Salwey und Falbecke; die Falbecke ist einer der Quellbäche der Glinge. Die Wässer, die von den Hängen in diesen Sattel hinabliefen, unterspülten in vergangenen Jahrhunderten regelmäßig den Fahrweg an einer Stelle, die »fuhle Botte« (voller Bottich) genannt wurde. Diese Ortsbezeichnung wurde von den preußischen Landkartenschreibern zu »Faulebutter« verballhornt, hat jedoch nicht das Geringste mit Butter zu tun. Ins Glingebachtal Vor dem Gasthaus in Faulebutter zweigt die Markierung »x18« rechts ab und führt in das Glingebachtach hinein; ein Kahlschlag ermöglicht eine beeindruckende Übersicht über dieses Schluchttal. Zuletzt geht es etwas steiler auf einem Rücken zur Kreisstraße hinab und längs dieser abwärts, vorbei an den Schotterfluren des Naturschutzgebiets Hohkuhl und zur Glingebachtalsperre, an der ein Pumpspeicherwerk brummt. Kurz vor Erreichen der Talsperre enteilt »x18« rechts in den Wald hinauf, zieht oberhalb von Steinschlaghängen westwärts und kurvt dann rechts in einen prachtvollen Eichen-Buchen-Birkenwald. Weiter oben fällt unter Eichen der Blick in ein weiteres Tal und mündet zuletzt auf den mit »x24« markierten Wanderweg: Er führt stellenweise wurzelig und grasig zum Ausgangspunkt hinauf. Wer sich bei Wanderung Zeit gelassen hat und in den Abend gekommen ist, kann nun einen wunderbaren Sonnenuntergang beobachten.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied400 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortSundern (265 m), Stadt am Sorpesee am Rand des Sauerland-Naturparks Homert.
AusgangspunktBushaltestelle und Wanderparkplatz im Wintersportplatz Wildewiese (580 m), Ortsteil von Sundern.
TourencharakterDer Schomberg (648 m) beim Höhendorf Wildewiese an der Sorpequelle ist der Panoramaberg des Naturparks Homert und wegen seiner raschen Erreichbarkeit der Berg, auf dem sich die schönsten Sonnenauf- und -untergänge im Sauerland erleben lassen. Ob auf Ski, mit dem Mountainbike oder zu Fuß – in den Wiesen des Schombergs halten die Wanderer inne, so phantastisch ist der Blick auf das »Land der 1000 Berge« - Jenseits des tief eingeschnittenen Lennetals rundet sich das Ebbegebirge, weiter links zeigen sich die Wälder auf dem Rothaarkamm, im Osten ragen jenseits des Tals der jungen Ruhr die höchsten Sauerlandberge auf, während im Nordosten die Hönne in ihrem Schluchttal das Gebirge durchbricht. Bei klarer Sicht schweift der Blick bis zum Siebengebirge – so gut wie nichts ist in Sicht, was die Harmonie dieser Landschaft stört.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte 1 - 50000, Blatt 15 Naturparke Arnsberger Wald und Homert (Landesvermessungsamt NordrheinWestfalen).
VerkehrsanbindungA 46 Werl – Arnsberg Ausfahrt Arnsberg-Hüsten, dann auf der B 229 nach Sundern.
GastronomieWildewiese, Faulebutter.
Tourismusbüro
Stadtmarketing Sundern, Rathausplatz 7, 59846 Sundern, Tel. 02933/ 979590, Internet www.sundern.de.

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