Scheffauer (2111 m)

Der Aufstieg fordert an ein paar kurzen Stellen etwas Trittsicherheit. Beim Abstieg am Widauer Steig sind Klettersteigerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig. Steinschlaghelm! Tour nicht zu früh im Jahr durchführen, damit auf der Nordseite kein Schnee mehr liegt. (Autor: Siegfried Garnweidner)
Auf dem Wanderweg nach Osten anfangs im Wald, dann auf freien Hängen zum Sonnenkar. Dort gegen Norden, später Nordosten zur Steiner Hochalm. Von der Alm nach Norden ins steile Geröllfeld »In den Spieltachsen« und darüber links auf abgeschmiertem Kalkfels gegen Nordwesten. Mit Drahtseilhilfe zur Scharte zwischen Hackenköpfen und Scheffauer. Im Schartl links, über einen kleinen, flachen Boden und relativ einfach zum Gipfelkreuz hinauf.
Abstieg.
Wer keinen besonderen alpinen Herausforderungen gewachsen ist, sollte auf der Anstiegsroute absteigen. Mutige biegen in der Scharte zwischen Scheffauer und Hackenköpfen links hinab. Der stark abfallende, aber hervorragend angelegte Klettersteig führt an einer mächtigen, senkrecht abfallenden Höhle vorbei und führt in einer Rinne im Wesentlichen nach Norden talwärts. Neben den technischen Anforderungen muss man auch das mitunter sehr lose Geröll beachten. Wer dort nicht sauber absteigt, gefährdet unterhalb gehende Bergsteiger durch Steinschlag. Weiter unten biegt die Klettersteiganlage nach Nordosten ab, quert eindrucksvolle Felsenplatten und stößt zu einem markanten Felsen. Bei ihm links weiter (gegen Nordwesten) und in den Großen Friedhof hinein. Aus ihm durch lichten Wald zur Kaindlhütte, wo es sich gut einkehren (oder auch übernachten) lässt. Vom Unterkunftshaus am Wanderweg über freie Almwiesen gegen Südwesten zum Sattel knapp unter dem Hochegg und in Wald und über Weidewiesen zur Walleralm. Der weitere Abstiegsweg fällt teilweise auf einem Fahrweg nach Süden ab. Am Waldrand muss man die Straße nach links zum Wanderweg verlassen und im Wald kurz auf einem Sträßchen, dann auf dem markierten Wanderweg nach Bichl am Ostufer des Hintersteiner Sees absteigen. Von dort auf der Straße zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1400 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSt.-Leonhard-Kapelle beim Gasthaus Bärnstatt an der Straße von Scheffau zum Hintersteiner See (918 m)
EndpunktSt.-Leonhard-Kapelle beim Gasthaus Bärnstatt an der Straße von Scheffau zum Hintersteiner See (918 m)
TourencharakterDer Scheffauer zählt zu den beliebtesten und auch anspruchsvolleren Gipfelzielen dieses Wanderführers. Während der Aufstieg auf der sonnigen Südseite außer einer entsprechenden Kondition keine besonderen Herausforderungen birgt, hat der Abstieg am Widauer Steig auf der schattigen Nordseite neben spannendem Klettersteigerlebnis auch Steinschlaggefahr und ab der Kaindlhütte einen zähen Gegenanstieg im Programm.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1:25000, Blatt 8 (Kaisergebirge)
MarkierungenWegtafeln und Markierungspunkte
VerkehrsanbindungMit dem Auto von Scheffau kommend Richtung Hintersteiner See auf steiler, aber guter Bergstraße; Linienbusverbindungen ab St. Johann, Kufstein oder Wörgl nach Scheffau
GastronomieKaindlhütte, zwei Jausenstationen und ein Gasthaus auf der Walleralm
Tipps
Auch für Kinder. Die Tour eignet sich für Kinder, wenn sie alpine Erfahrung und solide Kondition mitbringen. Übernachtung auf der Kaindlhütte einplanen!
Höchster Punkt
Scheffauer, 2111 m
Unterkunft
Kaindlhütte auf der Steinbergalm
Tourismusbüro
Scheffau am Wilden Kaiser, Tel. 0043/5358/7373; www.tirol.at/scheffau
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