Schachenschloss und Partnachquelle

Anstieg auf den Jochberg 2 Std., Abstieg zur Jocheralm 20 Min., Abstieg über Sachenbach zum Kesselberg 1.40 Std.; insgesamt 4 Std. (Autor: Michael Pröttel)
29 km
2800 m
10.00 h
Freitag 10 km 4 Std. ’ 1150 HmVon Garmisch-Partenkirchen zum SchachenBeeindruckender Auftakt in der wilden PartnachklammOlympisches Skistadion – Kälbersteig – SchachenhausWegverlauf Man geht am Olympischen Skistadion (720 m) rechts vorbei und auf der Teerstraße die Partnach entlang nach Süden. An einer Weggabelung hält man sich links, kommt am Gasthaus Wildenau vorbei und erreicht bald darauf den Eingang zur Partnachklamm (45 Min., Eintritt 2 Euro). In ihr führt ein beeindruckender, in den Fels gesprengter Weg oberhalb der sprudelnden Fluten in das Wettersteingebirge hinein. Hinter der Klamm steigt der Weg kurz bergan, um sogleich wieder zur Partnach hinunterzuführen. Diese überquert man auf einer Brücke (1.30 Std., 797 m) und folgt sogleich einem Holzschild, das nach links auf den Weg zum »Schachen« hinweist. Man überquert einen breiten Fahrweg und steigt auf dem sogenannten »Kälbersteig« in südlicher Richtung in wunderschönem Bergmischwald bergan. Zweimal trifft man auf einen Fahrweg, dem man jeweils nur ein kurzes Stück folgt. Beim ersten Mal verlässt man ihn und hält sich geradeaus, beim zweiten Mal an einer Biegung halb links. Noch einmal überquert unser Pfad den Fahrweg, bevor es etwas steiler bergauf geht. Bald trifft man auf den von Elmau heraufführenden breiteren »Schachenweg«. Diesem folgt man nach rechts und wandert von nun an wieder in angenehmer Steigung bis zum Schachenhaus (4 Std., 1866 m), wo das Jagdschloss König Ludwigs und ein Botanischer Alpengarten besichtigt werden können.Samstag 8,5 km 4.15 Std. ’ 850, ‘350 HmÜbers Oberreintal zur ReintalangerhütteTalwanderung entlang der Partnach ins Herz des WettersteingebirgesSchachen – Oberreintal – Bockhütte – ReintalangerhütteWegverlauf Hinter dem Jagdschloss König Ludwigs folgt man nach rechts dem Wegweiser zum »Oberreintal«. Der Weg führt nun steil in südwestlicher Richtung in das wunderschöne Seitental hinab. Im Oberreintal angekommen (1 Std., 1460 m), wendet man sich, nachdem man den Reintalbach überquert hat, nach rechts. Zunächst geht es flach nach Norden, dann wird das Gelände wieder steiler, und man steigt in vielen kleinen Kehren in das Haupttal hinunter, in dem die Partnach fließt. Hier stößt man auf einen parallel zur Partnach verlaufenden Fußweg, dem man nach links (Westen) folgt. Kurz darauf überquert der Weg den Bach, und man steht sogleich an der urigen Bockhütte (2 Std., 1052 m), in der es sich gut einkehren lässt. Immer entlang der Partnach geht es nun leicht ansteigend weiter in Richtung Westen. Das Rauschen des Flusses wird immer leiser, bis es ganz verschwindet, da die Partnach hier eine Weile unterirdisch verläuft. Auch die in vielen Karten noch ein-gezeichnete »Blaue Gumpe« lockt heutzutage nicht mehr mit ihrem türkisfarbenen Wasser, da sie 2005 durch einen Bergrutsch zerstört wurde. Nachdem die Partnach wieder zum Vorschein kommt, sieht man einen Wasserfall vor sich. Der Weg führt nun steiler zu die-sem hin und hinter der Geländestufe wieder ganz flach zur direkt an der Partnach gelegenen Reintalangerhütte (4.15 Std., 1366 m).Alternative Wem diese Etappe nicht lang genug ist und wer lieber die Strecke vom Sonntag etwas verkürzen möchte, der kann selbstverständlich noch zur Knorrhütte aufsteigen und dort übernachten. Die zusätzliche Gehzeit beträgt etwa zwei Stunden. Wegbeschreibung siehe unten.Sonntag 12 km 6.30 Std. ’ 800, ‘1050 HmÜbers Gatterl nach EhrwaldAussichtsreicher Wechsel auf die Südseite des WettersteinsReintalangerhütte – Knorrhütte – Gatterl – Ehrwalder Alm – EhrwaldWegverlauf Von der Reintalangerhütte (1366 m) aus folgt man dem markierten Weg entlang einer großen Wiese und geht bei einer Gabelung weiter geradeaus. Nun steiler durch Latschengelände. Nach etwa einer Stunde erreicht man einen Stein mit der Aufschrift »Felsensteig«, an dem sich der Anstiegsweg teilt. Der Felsensteig (links) ist im Aufstieg wesentlich einfacher zu bewältigen. Außerdem führt er nach wenigen Minuten an einer Wasserstelle vorbei. Der rechte Weg windet sich in vielen Serpentinen über ein unangenehmes Geröllfeld bergan. Kurz vor der Knorrhütte (2 Std., 2051 m) führt der sogenannte »Plattsteig« nun deutlich flacher zunächst nach Westen, dann nach Süden zum markanten »Gatterl« (3 Std., 2023 m), das den Übergang auf die Südseite des Wettersteingebirges und zugleich auch nach Österreich vermittelt. Hinter dem Gatterl geht es ein kurzes Stück steil bergab (Drahtseile), bevor man zum Feldernjöchl wieder einige Höhenmeter aufsteigen muss. An der dortigen Weggabelung halten wir uns rechts und folgen dem Weg weiter nach Westen. In einer längeren, leicht ansteigenden Querung erreicht man bald darauf einen weiteren aussichtsreichen Wiesensattel. Von dort führt nun der Weg recht angenehm in gleichbleibendem Gefälle westlich hinab. Man überquert ein Bachbett, folgt dem Bach und wandert schließlich am Waldrand entlang zur Hochfeldernalm hinab. Man bleibt nur kurz auf einem Fahrweg, verlässt diesen aber bald auf einem Wiesenpfad nach rechts. Nachdem man einen Weidezaun überstiegen hat, geht es in lichtem Wald über Holzstufen hinab, und man stößt wieder auf den Fahrweg, dem man nun nach rechts ohne Orientierungs-probleme zur Ehrwalder Alm (5.30 Std., 1502 m) folgt. Kurz hinter der Alm kann man vom breiten Fahrweg nach rechts auf einen schmäleren Weg abzweigen. Dieser führt zuerst noch in lichtem Waldgelände, dann über freie Almwiesen – nur die fest installierten Beschneiungsanlagen stören das schöne Landschaftsbild – hinunter zur Talstation der Ehrwalder Alm-Seilbahn (6.30 Std., 1110 m), wo sich auch eine Bushaltestelle befindet.Alternative Von der Knorrhütte aus kann man natürlich auch die Zugspitze besteigen. Man folgt dem beschilderten Anstieg über das zunächst felsige, dann geröllerfüllte Zugspitzplatt nach Westen. Der Steig quert unterhalb der Seilbahn, die vom Platt aus zum Gipfel führt, hinüber zum Ansatz des Zugspitze-Westgrates. Nun geht es steiler in vielen Kehren und zum Teil auch leicht ausgesetzt (Drahtseile) zum Gipfel der Zugspitze (3 Std., 2963 m) hinauf. Zurück nach Garmisch: mit der Seilbahn hinunter zum Eibsee und von dort mit der Zugspitzbahn.Zweitagesvariante Wer nur Samstag und Sonntag Zeit hat, lässt den Umweg über den Schachen einfach ausfallen und steigt am Samstag direkt zur Reintalangerhütte auf. Am Ende der Partnachklamm folgt man der breiten Fahrstraße und somit der Partnach. Nachdem man ein langes Stück auf dem Fahrweg gewandert ist (Schleifen können auf einem markierten Pfad abgekürzt werden), geht man bei einer Gabelung an markanter Kehre geradeaus (beschildert). Bald darauf beginnt endlich ein schöner Fußweg, auf dem man hinunter zur Partnach spaziert und diese überquert. Das Gewässer nach Westen entlang, bis der Weg vom Oberreintal her von links dazustößt. Weiter wie oben beschrieben, 5 Std. ab Garmisch.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour29 km
Höhenunterschied2800 m
Dauer10.00 h
AusgangspunktOlympisches Skistadion von Garmisch-Partenkirchen (720 m).
EndpunktEhrwald (1000 m).
TourencharakterDiese Wettersteindurchquerung von Garmisch-Partenkirchen hinüber nach Ehrwald führt uns – mit einem kleinen, überaus lohnenden Umweg – zu einem der schönsten Plätze im Wettersteingebirge. Selbst König Ludwig II. war vom Schachen so begeistert, dass er sich hier ein kleines Jagdschloss erbauen ließ. Dieses und den benachbarten Botanischen Alpengarten sollte man bei der Wanderung un-bedingt besichtigen. Am zweiten Tag läuft man entlang der Partnach zur malerisch direkt an deren Kiesbett gelegenen Reintalangerhütte, wo man sich einen Besuch der nahen Partnachquelle nicht entgehen lassen sollte. Am Sonntag folgt auf dem Weg zur Knorrhütte und dem verkarsteten Zugspitzplatt ein landschaftliches Kontrastprogramm erster Güte, das mit einem wunderschönen Abstieg nach Ehrwald endet. Wer noch nie auf der Zugspitze war, der kann natürlich von der Knorrhütte als krönenden Abschluss alternativ Deutschlands höchsten Gipfel erklimmen.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 31 »Werdenfelser Land« 1:50000, Bayerisches Landesvermessungsamt.
VerkehrsanbindungAnfahrt Mit dem Zug von München Hbf. stündlich nach Garmisch-Partenkirchen, weiter mit den Buslinien 1 und 2 zum Skistadion. Rückreise Von der Talstation der Ehrwalder Alm-Seilbahn mit dem Bus zum Bahnhof Ehrwald. Von dort mit der Außerfernbahn zurück nach Garmisch-Partenkirchen.
Tipps
Es lohnt sich noch, die Partnachquelle zu besichtigen. Von der Hütte aus folgt man einfach weiter dem markierten Weg und biegt an einer Gabelung rechts in einen schmäleren Pfad ab. Dieser führt kurze Zeit später zum »Partnachursprung«. Das Quellwasser sprudelt mit bis zu zwei Kubikmetern Wasser pro Sekunde aus dem Wettersteinkalk heraus. Entlang der Partnach informieren übrigens zehn Stationen über die geomorphologischen Prozesse, die das Reintal formten und immer noch formen. Nehmen Sie sich Zeit für die- sen fachlich wie gestalterisch sehr gut aus- geführten Naturlehrpfad.
Unterkunft
Schachenhaus (privat, 1866 m), geöffnet Anfang Juni bis Anfang Oktober, an Wochenenden vorher reservieren, Tel. 08821/2996, Internet: www.schachenhaus.de; Reintalangerhütte (DAV, 1366 m), geöffnet von Ende Mai bis Anfang Oktober, Tel. 08821/2903, E-Mail: info@reintalangerhuette.de, Internet: www.reintalangerhuette.de. Weitere Einkehrmöglichkeiten unterwegs: am zweiten Tag Bockhütte, am dritten Tag Knorrhütte.
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